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„Brauchen Verhandlungspartner“

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In einem offenen Brief an die Südtiroler Landesregierung fordert der Obmann der Fachgewerkschaft Gesundheitsdienst im ASGB, dass die Verhandlungen zu einem Teilvertrag für das nichtärztliche Personal weitergeführt werden. 

„Sehr geehrter Herr Landeshauptmann,

sehr geehrte Mitglieder der Südtiroler Landesregierung,

die Fachgewerkschaft Gesundheitsdienst im Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbund (ASGB) nimmt mit Besorgnis die Stagnation der Verhandlungen zu einem Teilvertrag für das nichtärztliche Personal nur Kenntnis.

Wir haben mehrmals öffentlich darauf hingewiesen, dass Gehaltserhöhungen – analog zum neuen Vertrag für das ärztliche und tierärztliche Personal des Landesgesundheitsdienstes – auch für das nichtärztliche Personal zu genehmigen sind, da die aktuellen Entlohnungen im Verhältnis zur erbrachten Leistung viel zu gering ausfallen. Zudem haben wir bereits einen Vorschlag unterbreitet, wie man die Finanzierung stemmen könnte – und zwar durch eine Zweckbindung der Verwaltungsüberschüsse, über deren Verwendung der Landtag ja nun frei entscheiden kann.

Es ist Fakt, dass die Landesregierung nach einer erfolgten Kostenschätzung wesentliche Punkte für einen Teilvertrag für Verhandlungen freigegeben hat. Durch den Weggang des Generaldirektors Hanspeter Staffler haben wir aber gegenwärtig keinen Verhandlungspartner mehr. Aus diesem Grund hegen wir die berechtigte Sorge, dass zukunftsnah keine Verhandlungen zu einem Teilvertrag für das nichtärztliche Personal geführt werden können und die Bediensteten abermals durch den Rost fallen.

Wir erkennen durchaus an, dass der Weggang des Generaldirektors eine Lücke hinterlässt, fordern aber trotzdem ganz dezidiert, dass zeitnahe ein Verhandlungspartner ermächtigt wird, damit ein Teilvertrag für das nichtärztliche Personal (z.B. Krankenpfleger, Labortechniker, Röntgentechniker, Pflegehelfer etc.) noch vor den Wahlen abgeschlossen werden kann. Ein Hinhalten in dieser Hinsicht akzeptieren wir nicht – und zwar, weil einerseits eine finanzielle Besserstellung der Bediensteten drängt, sich andererseits aber auch die Befürchtung unsererseits breitmacht, dass im Anschluss an die Wahlen unsere Forderungen nach einem Teilvertrag nicht angemessen berücksichtigt werden könnten, da auch der Wahlausgang noch unklar ist.

In diesem Sinne hoffen wir auf ein Entgegenkommen Eurerseits und verbleiben in der Zwischenzeit mit freundlichen Grüßen, 

Stefan Erschbamer.“

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