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„Das Schweigen der SAIM“

Tony Tschenett

ASGB-Chef Tony Tschenett wirft der Informatik-Gesellschaft des Sanitätsbetriebes intransparentes Verhalten vor.

(hsc) „Wir sind phänomenal schnell unterwegs.“ Das sagte Andrea Kdolsky, Präsidentin der dem Sanitätsbetrieb unterstellten Informatik-Gesellschaft SAIM GmbH, im Oktober 2017 in Bezug auf die einheitliche Vormerkstelle für Facharztvisiten. Gleichzeitig versprach die Verantwortliche für die Digitalisierung in den Südtiroler Spitälern, die Bevölkerung über die Arbeiten der SAIM und deren Fortschritte regelmäßig zu informieren.

„Allerdings datieren die letzten Informationen der SAIM auf ihrer Internetpräsenz ebenfalls vom Oktober vergangenen Jahres und auch Frau Kdolsky hat in der Zwischenzeit nicht mit öffentlichen Erklärungen auf sich aufmerksam gemacht“, erklärt Tony Tschenett, Vorsitzender der Gewerkschaft ASGB.

Er ärgert sich: „Transparenz scheint von der SAIM nicht großgeschrieben zu werden. Vor allem weiß niemand, ob die Arbeiten stagnieren oder ob Fortschritte gemacht werden. Eine ehemalige Gesundheitsministerin sollte eigentlich wissen, dass die Führungsebene von Gesellschaften öffentlichen Interesses ihrer Mitteilungspflicht nachkommen sollte, vor allem wenn es um so kostenintensive Bereiche wie die digitale Reform im Sanitätssektor geht.“

Tschenett fordert die Offenlegung der Arbeitsfortschritte und einen Zeitplan. „Ich denke nicht, dass es zu viel verlangt ist, die Bevölkerung und die Sozialpartner näher miteinzubinden, denn eventuelle Nachlässigkeiten oder Verzögerungen betreffen uns dann auch alle“, sagt er.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (5)

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  • berni

    Da gebe ich Toni recht. Seit gefühlten 30 Jahren wurschtelt diese SAIM in der Sanität unterstützt von Millionen an Steuergeldern – letzthin nochmals 70 ! herum und hat bis Dato null geliefert. Kein einheitliches EDV System, keine elektronische Krankenakte , kein funktionierendes einheitliches Vormerksystem, alles Dinge die schon seit Jahren funktionieren sollten und trotzdem wurschtelt man weiter. Möchte wissen wer hinter diesem Endlosen Fisko steht und hoffe das derjenige dafür zur Verantwortung gezogen wird. Das kann’s nicht sein, da ist endlich mal reiner Tisch zu machen und die Verantwortlichen die sich für nichts eine goldene Nase verdient haben sind zur Rechenschaft zu ziehen.

    • kurt

      @berni
      Da wird sicher niemand zur Verantwortung gezogen weil jeder von jeden zu viel weiß und so eine Patt -Situation entsteht .
      Man sagt ja das sich nur die blödesten Kälber den Metzger selber aussuchen !!!!!.

  • yannis

    die Stocker weiß schon warum sie nicht mehr kandidiert, oder nicht mehr durfte, wer weis, wer weis.

    • asterix

      Ja, wer weiß? Soviel glaube ich zu wissen, als das Schäl alles andere war als dumm . Dieser Top – Manager stolpert doch nicht über so eine lächerliche Versicherungspolizze. Der musste tatsächlich über die Klinge, weil er der SVP sehr viele Stimmen gekostet hätte. Und die Reizfigur Stocker (Geburtenabteilungen) wurde mit entsorgt, immer aus vorgenannten Gründen. So nach dem Moto: Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan der Mohr kann gehen. In der Sanität sind eben sehr viele Stimmen zu gewinnen oder verlieren (Personal, Familienmitglieder desselben, Patienten mit biblischen Wartelisten, Notaufnamen, Geburtenstationen, usw.). Die SAIM, die für die Digitalisierung der Sanität zuständig wäre, ist genau so ein Schuß in den Ofen, da hast du recht Toni.

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