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Denkmal für Hofer

Innsbrucks Bischof Hermann Glettler, Paolo Predella, Massimo Allegretti, Martin Reiter, Giuseppe Zorzi, Günther Platter, Arno Kompatscher, Fritz Tiefenthaler, Franz Fischler

Das Forum Alpbach steht heuer unter dem Motto „Diversität und Resilienz“. Im Rahmen der Tiroltage wurde auch eine Absichtserklärung über den Bau eines Euregio-Denkmals für Andreas Hofer in Mantua unterzeichnet.

Das Europäische Forum Alpbach steht in diesem Jahr unter dem Motto „Diversität und Resilienz“. Euregio-Präsident und Landeshauptmann Arno Kompatscher hat es am Sonntag im Rahmen der Tiroltage gemeinsam mit seinem Tiroler Amtskollegen Günther Platter und Giuseppe Zorzi, der in Vertretung des Trentiner Landeshauptmanns Ugo Rossi nach Alpbach gekommen war, eröffnet.

„Die Tiroltage haben sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Treffpunkt der Forschungslandschaft der gesamten Europaregion und darüber hinaus entwickelt“, betonte Kompatscher. Alpbach habe sich längst zu einem intellektuellen Zentrum der Europaregion entwickelt. Als höchst aktuell bezeichnete Kompatscher das Thema der diesjährigen Tiroltage, in deren Mittelpunkt das Naturgefahrenmanagement als gemeinsame Herausforderung in den Bergregionen stand. „Das Naturgefahrenmanagement stellt unsere Bergregionen vor immense Herausforderungen“, sagte der Landeshauptmann. „Insbesondere Muren, Erdbeben und Hochwasser erfordern noch mehr regionale Zusammenarbeit bei der Raumplanung und der Prävention, da diese vor den Landesgrenzen nicht Halt machen“, fuhr er fort.

Forumspräsident Franz Fischler, Bischof Hermann Glettler, LH Arno Kompatscher, die österreichische Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck und der Tiroler LH Günther Platter

„Der Alpenraum ist die am stärksten von Naturkatastrophen betroffene Region Europas“, sagte auch der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter. Gleichzeitig werde viel über Digitalisierung und E-Mobilität gesprochen. Beides benötigt aber Strom. Daher gelte es, sich auch Gedanken darüber zu machen, woher die Energie der Zukunft komme und wie man sie bestmöglich speichern könne. „Wir dürfen in diesem Thinktank der Europaregion nicht nur nachdenken, sondern uns auch über Initiativen freuen, die uns gelungen sind“, sagte Platter.

Gemeinsam mit dem Präsidenten des Gemeinderates der Stadt Mantua Massimo Allegretti unterzeichneten die Vertreter der Landesregierungen die Absichtserklärung über den Bau eines gemeinsamen Euregio-Denkmals für Andreas Hofer in Mantua. Dieses soll in der Porta Giulia direkt neben dem bestehenden Andreas-Hofer-Denkmal errichtet werden, die Arbeiten sollen spätestens zum 210. Todestag von Andreas Hofer am 20. Februar 2020 abgeschlossen sein.

„Gemeinsam sind wir stärker gegen aufkommende Nationalismen. Alpbach steht für einen Geist der Einheit, der keine Angst vor Unterschieden hat. Wir fühlen uns hier wie zu Hause. Auch für uns verkörpert Andreas Hofer den Wert der Freiheit. Das Trentino unterstützt eine Gedenkstätte in Mantua, die Andreas Hofer aus einem europäischen Blickwinkel beleuchtet“, sagte Giuseppe Zorzi, Direktor der Trentiner Stiftung Alcide de Gasperi.

„Diversität ist unser Schatz und es ist daher eine politische Kernaufgabe, diesen Schatz zu hüten und zu mehren. Diversität macht uns stark, insbesondere auch gegenüber den Unwägbarkeiten, die uns die Zukunft bringen kann. Das gilt für die Folgen des Klimawandels genauso wie für den Umgang mit Populismus und fake news“, sagte Franz Fischler, Präsident des Europäischen Forums Alpbach.

Auf dem Programm des Forums stehen bis zum 30. August unter anderem Gesundheitsgespräche, Technologiegespräche, Politische Gespräche, Rechtsgespräche, Wirtschaftsgespräche und Finanzmarktgespräche.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (19)

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  • der_brottler

    Wichtig ist natürlich, dass immer ein Bischof dabei ist……

  • perikles

    Der Bau eines Hofer-Denkmals neben einem bereits bestehenden Hofer-Denkmal, also langsam gehen unseren Politikern echt die Lichter aus.

  • herrbergsteiger

    das steht:
    „Gemeinsam sind wir stärker gegen aufkommende Nationalismen“

    Massimo Allegretti, als Vertreter aus dem Trentino kann es dennoch nicht lassen, mit einer Brust-Schärpe in den ital. NATIONALfarben zu erscheinen.
    Immerhin,
    Kompatscher hat – wegen der bevorstehenden Wahlen – auf die ital. Brust-Schärpe verzichtet …

    Einmal mehr wird hier die ganze Heuchelei gut sichtbar, die die Vertreter der sogenannte Europaregion Tirol auch noch stolz zeigen.

    • herrbergsteiger

      Andreas Hofer würde sich im Grabe umdrehen wenn er wüsste, welche Heuchler ihm da das zweitausenddreihundertste Denkmal spendieren.

      ALLE die hier abgebildeten Politiker sind GEGEN eine Selbstbestimmung für Südtirol. Wenn das Andreas Hofer wüsste, würde er diesen ehrenwerten Leuten noch aus dem Grabe ins Gesicht spucken…

      • thefirestarter

        Wieso war Hofer für die Selbstbestimmung????
        Wär mir jetzt ganz neu!

        Wenn ich mich ganz recht erinnere kämpfte Hofer dafür das Tirol wieder unter das Kaiserreich und (!) der Fuchtel der Kirche kommt.

        So wie ich es sehe wäre es besser gewesen er wär in der Schenke geblieben und hätt noch ein paar Glaserl getrunken.

    • meintag

      Er hat die Schärpe nur angelegt dass Ihn Keiner auf Deutsch anspricht.

    • mannik

      Nationalismus hat nicht unbedingt mit Nationalfarben oder Flaggen zu tun.

  • rolandlang

    herrbergsteiger, teile vollkommen Ihre Meinung!

  • gestiefelterkater

    Ein Denkmal für Franz Raffl wäre wohl passender für diese Gaukler und Hütchenspieler.
    Der Messner Yeti könnte die Patenschaft übernehmen.

    • herrbergsteiger

      Die 3 ehrenwerten Landeshauptleute reden bei jeder sich bietenden Gelegenheit wie schädlich der Nationalismus ist, und das wir den aufkommenden Nationalismus (sie meinen damit natürlich nur den der FPÖ bzw. der bösen bösen Südtiroler die nicht der SVP oder einer ital. Partei angehören) mit aller Entschiedenheit bekämpfen müssen …

      … und dann erscheint ausgerechnet einer von diesen 3 ehrenwerten Leuten (Vertreter des Trentino) ganz stolz und demonstrativ mit der ital. Nationalfahne umgehängt …

      Wollte dieser ehrenwerte Anti-Nationalist und überzeugte Europäer damit ausdrücken, wie stolz er doch ist, dass das Trentino samt dem Alto Adige befreit und erlöst worden ist, und heute mit Recht stolze ital. Provinzen sind?
      Ach, dieser ehrenwerte Politiker/Vertreter des ital. Trentino ist (auch in Nordtirol) verpflichtet, nur mit einer ital. Schärpe umgehängt zu den Feierlichkeiten zu erscheinen, wo der europäische Geist gehuldigt- und dem Nationalismus der Kampf angesagt wird?

      Nur so zur Erinnerung:
      Das Fantasieprodukt namens Europaregion Tirol (Tirol, Südtirol und Trentino), ist eine Erfindung von diesen 3 ehrenwerten Leuten …

  • andreas

    @herrbergsteiger
    Ugo Rossi, der Trientner Landeshauptmann, war gar nicht anwesend und derjenige, welcher die Schärpe trägt, ist der Präsidenten des Gemeinderates der Stadt Mantua, Massimo Allegretti und Mantua liegt in der Lombardei, warum sollte der also Trient vertreten?

    Und Nationalismus betreibt nicht nur die FPÖ, sondern auch Salvini, dieser erbärmliche Typ, welcher das Unglück in Genua dazu nutzt, Stimmung gegen die EU und andere Parteien zu machen.

  • nadine06

    Andreas.Super Beitrag .

  • hells_bells

    Diese Schleife des Massimo Allegretti ist ein Stück getarnte Notfalltoilettenrolle, find ich übrigens total passend zum Thema Europaregion!

    • herrbergsteiger

      und die anwesenden Herrn namens Komaptscher und Platter fanden die ital. Schleife offensichtlich auch noch ganz toll. Was jetzt noch fehlte, war die ital. Hymne, so wie sie alle 5 Minuten am Petersplatz angestimmt wird, wenn der Papst den Segen Urbi et orbi spendet.

      Hab ich schon erwähnt?
      Wenn Hofer könnte, würde er aus dem Grabe heraus diesen Herren ins Gesicht spucken.
      Hofer kann nicht, und das wissen die diese Herrschaften nur zu gut …
      So können sie ganz beruhigt seine Person und seinen Namen für ihre heuchlerischen Parteiinteressen missbrauchen …

      LG

      PS: Würde mich nicht wundern, wenn Kompatscher noch schnell vor den Wahlen nach St. Leonhard in Passeier pilgert, um im dortigen Hofer-Gasthaus das Liedchen „Dem Land Tirol die Treue“ anzustimmen.
      Hofer kann sich nicht wehren, und das weiß der Herr Kompatscher …
      und der Herr Platter übrigens auch, der sicher sehr gerne mitkommen würde …

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