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Schwitzen im Spital

(Foto: 123RF.com)

Im Bozner Krankenhaus werden die Klimaanlagen in den meisten Abteilungen nachts ausgeschalten. Worunter während der aktuellen Hitzeperiode Patienten und Personal leiden.

von Thomas Vikoler

Das voll klimatisierte Spital, in dem die Raumtemperatur das ganze Jahr über stabil gehalten wird, lässt erst einmal auf sich warten. Die Bauarbeiten für die neue Klinik werden wohl erst in einigen Jahren abgeschlossen sein.

Einstweilen wird im Bozner Krankenhaus, jedenfalls während der Nachtstunden, kräftig geschwitzt. Besonders jetzt, da die Temperaturen in Bozen auch nachts nicht unter 25 Grad Außentemperatur sinken. Bereits in den vergangenen Wochen und noch bis Mittwoch gilt in Bozen Hitze-Warnstufe drei.

„Für uns ist das Arbeiten im Nachtdienst schwer erträglich, die Patienten stöhnen über die hohen Raumtemperaturen“, berichtet eine im Landeskrankenhaus in Moritzing tätige Krankenpflegerin. Nachts stiegen die Temperaturen in den Krankenzimmern erheblich an, durch geöffnete Fenster gelange noch wärmere Luft.

„Es ist eine Zumutung“, bemerkt eine weitere Angestellte des Krankenhauses Bozen. Sie weist darauf hin, dass die Klimaanlage in der Vergangenheit rund um die Uhr eingeschaltet worden sei. Erst seit kurzem würde sie nachts abgeschaltet, angeblich aus Spargründen.

Das stimmt offenbar, jedenfalls was das Abschalten der Anlage betrifft. Umberto Tait, der geschäftsführende Verwaltungsdirektor des Sanitätsbetriebs Bozen, bestätigt, dass für die Kältekreisläufe „derzeit Funktionsspannen von 9.00 bis 24.00 Uhr“ angewandt würden. „Aus technischen und organisatorischen Gründen“, wie es Tait umschreibt.

Im Bozner Krankenhaus gibt es mehrere Klimaanlagen, die unterschiedlich eingestellt werden können. „Sämtliche Kälteanlagen, die mit kritischen sanitären Bereich verbunden sind, etwa Intensivstation, Operationssäle, Sterilisation, werden 24 Stunden in Betrieb gehalten“, betont der Verwaltungsdirektor.

Es heißt, dass Patienten nachts durch die Gänge irren – auf der Suche nach etwas Abkühlung. Die sie aber nicht finden.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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