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„Guter Draht“

Dietmar Zwerger

Die Voucher sind zurück – und die SVP stimmt dagegen, kritisiert Dietmar Zwerger von der BürgerUnion.

Als höchst an der Zeit wertet die BürgerUnion die Wiedereinführung der Voucher, gegen welche die SVP im römischen Parlament in guter alter PD-Vasallenart gestimmt hat.
„Wie ein willenloses Schoßhündchen des PD zeigt sich die SVP auch nach dessen Wahldebakel in Rom. Ganz Italien wendet sich von der Postenschacherpartei PD ab, nur die SVP, ebenfalls eine sehr bewanderte Partei wenn es um Postenschacherei geht, hält ihm die Treue. So hat die SVP sturheil gegen die von Pensionisten, Studenten, Arbeitslosen aber auch von Touristikern und Landwirten hart herbeigesehnten Wiedereinführung der Voucher gestimmt,“ schreibt der Wirtschaftssprecher der BürgerUnion, Dietmar Zwerger in einer Aussendung der Partei.
Laut BürgerUnion haben hunderte Südtiroler Rentner, Studenten und Arbeitslose gutes Geld mit Hilfe der Voucher verdient und demnach hart auf deren Wiedereinführung gewartet.
„Nachdem der PD in guter alter sozialistischer Art gemeinsam mit der mittlerweile halblinken SVP auf Druck realitätsfremder Gewerkschafter diese soziale und wirtschaftliche Errungenschaft aus purem Opportunismus abgeschafft hat, wurde sie durch die neue Regierung gegen den Willen ob genannter Engstirnigkeit wieder eingeführt. Ein kleiner aber wichtiger Schritt um Rentnern, Studenten und Arbeitslosen ein gutes und vor allem sozial abgesichertes Nebeneinkommen zu sichern, und vor allem eine Flucht aus der Schwarzarbeit,“ so Zwerger weiter.
Die BürgerUnion betont auch die Wichtigkeit der Voucher für die Betriebe, welche nun wieder Engpässe mit Hilfe der Voucher bewältigen können. „Touristiker und Landwirte haben nun entgegen dem Willen der SVP wieder die Möglichkeit, flexible  Arbeitsplätze zu schaffen und so Saisonshöhepunkte wie z.B. die Mitsommerfeiertage auf der einen oder die Ernte auf der anderen Seite unbürokratisch zu bewältigen,“heißt es in der Aussendung weiter.
Die BürgerUnion war stets gegen die Abschaffung der Voucher und hat diesbezüglich mehmals auf den verschiedenen ihr zur Verfügung stehenden Ebenen interveniert.
„Wir wollen nun dem einzigen Wermutstropfen, nämlich dass die Voucher nicht fürs Handwerk anwendbar sind, entgegnen. Dazu werden wir unseren guten Draht zur jetztigen Regierung in Rom nutzen und diesbezüglich bei unseren Freunden der Lega intervenieren, gegen die SVP und für ein sozial und wirtschaftlich stärkeres Südtirol,“ schließt Zwerger die Aussendung der BürgerUnion.
Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (5)

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  • leser

    Tja zwerger wenn du die voucher als errungenschaft siehst, dann hast du noch vieles nicht verstanden umd wenn pensionisten einer arbeit nachgehen müssen um über die runden zu kommen , dann ist im steuersystem und beim staat schon lange etwas schiefgelaufen
    Natürlich wäre den gastwirten ein ausgedehntes vouchersystem am liebsten dann könnten sie nur mehr
    Befristete verträge mit billigstkräften machen

    • keinpolitiker

      @leser, du kritisierst die Errungenschaft der Voucher und im Gegenzug, wieso die Pensionisten einer Arbeit nachgehen müssen.
      Dann frag doch mal nach bei deiner SVPD, wieso die Rentner noch arbeiten müssen? Diese waren die letzten Jahre in Italien an der Macht und haben Italien zu dem gemacht was es jetzt ist, leider ein Pleitestaat. Ich glaube aber, dass es auch viele Rentner gibt, die nicht nur des Geldes wegen arbeiten möchten, nein, die arbeiten gerne und sind fleißig, denn das ist unsere Mentalität, wie sind ein arbeitendes Volk und um keiner Schwarzarbeit nachgehen zu müssen und illegale Arbeit verrichten zu müssen, bieten sich die Voucher ja schon an, oder?

      • leser

        Jeder hat die möglichkeit und die freiheit zu arbeiten, dafür braucht es keine voucher kompletter käsw was du sagst

      • leser

        Keinpolitiker
        Ein grosser teil unserer rentner müssen wohl einer arbeit nachgehen, weil die SVPd politiker unser wirschaftswunder gastronomie und bauern nie dahin bewegt haben zu anstänsige pensionseinlagen zu zwingen, es gibt viele unserer älteren generation, denen arbeitsjahre fehlen, weil sie der arbeitgeber gastronom und landwirt einfach nicht bzw unzureichend bezahlt hat, bauernkrankenkasse sagt dir etwas oder?, deshalb gibt es renten von 650 bis 1000 euro
        Da ging es den alten lehrern, karabiniere, bohnilern usw. schon besser, die konnten teils ab 40 jahren bzw ab 16 arbeitsjahren in pension gehen und wiederum privater schwarzarbeit nachgehen
        Tja mein lieber SVPd hat das immer diesem treiben immer kräftig geholfen, jetzt rate mal ob ich ein SVP parteisoldat bin?

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