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„Polizei war sehr nett“

Hofburggarten Brixen

In Brixen werden weiter Unterschriften für den Hofburggarten gesammelt. Letztes Wochenende fehlte dazu die Genehmigung. Die Polizei schritt ein.

von Ariane Perktold

Am Wochenende wurden in Brixen wieder Unterschriften gesammelt.

Die Initiativgruppe für einen Offenen Hofburggarten verfügte jedoch nicht über eine Genehmigung für einen Standplatz. Dieser war der Gruppe von der Gemeindeverwaltung verweigert worden. Die Mitglieder der Initiativgruppe zogen dann trotzdem durch die Stadt, um Unterschriften zu sammeln. Darauf schritt die Polizei ein – und notierte die Namen einiger Unterschriftensammler.

Wie konnte das passieren? „Bisher musste das Sammeln von Unterschriften nur der Gemeinde gemeldet werden, jetzt aber auch der Quästur, drei Tage vor Durchführung. Das war uns nicht bekannt. Jetzt wissen wir´s“, erklärt Klaus Vontavon von der Initiativgruppe für den Hofburggarten. Die Polizei sei aber sehr nett gewesen und habe die Mitglieder auf das Problem hingewiesen.

Laut Vontavon war der Zuspruch der Menschen auf die Unterschriftensammlung sehr groß, sowohl von Gästen, als auch von Einheimischen. Bis zum 18. August werden noch Unterschriften gesammelt. „Wir suchen auch das Gespräch mit dem Bürgermeister, dem Landeshauptmann und dem Bischof. Da wollen wir unser Anliegen noch einmal vorbringen“, erläutert Vontavon

Am Samstagvormittag wurden 723 Unterschriften gesammelt – für die Initiative ist das ein „absoluter Sammelrekord“.

Insgesamt spricht Klaus Vontavon mittlerweile von mehr als 2.500 Unterschriften. Die Unterschriftensammler unterstützen die Beibehaltung eines offenen Hofburggartens mit freiem Zugang und Respekt gegenüber dem historischen Charakter des Gartens. Das Heller-Projekt entspricht nicht den Vorstellungen der Gruppe, unter anderem auch wegen der hohen Kosten. Laut der Initiative wünschen sich die meisten befragten Gesprächspartner eine „bürgernahe, schonende und offene Lösung, nicht aber eine künstlerisch und mediale Durchgestaltung des Hofburggartens mit kontingentiertem Eintritt.“

Bei der Unterschriftensammlung handelt es sich laut Vontavon um eine rein moralische Abstimmung, um den Willen der Bevölkerung zu bekräftigen: „Wir sind sehr überrascht, wie viele Menschen von sich aus herkommen, um zu unterschreiben. Es ist erstaunlich zu sehen, wie viele junge Leute bei der Aktion mitmachen und beim Sammeln der Unterschriften helfen, in der Altstadt sowie auf unserer Facebook-Seite.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (10)

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  • tiroler

    Eine illegale(welch Blamage)Unterschriftenaktion mit 2500 Unterschriften, bei Einheimischen und Gästen. Aha. Und deshalb soll sich der Bürgermeister beugen. Lachhaft.Brixen hat 20000 Einwohner.Man sieht also dass die ewigen Verhinderer verschwindend gering sind.

    • george

      ‚tiroler‘, reden (schreiben) Sie doch nicht blöd daher. Schauen Sie doch wieviel Bürger andrswo unterschreiben, wo weit mehr Einwohner (Wähler) sind (z. B. in der Schweiz) und doch ist die Aktion dann gültig.

  • andreas

    Warum mischt sich die Quästur bei einer solchen Banalität in die Belange der Gemeinden ein?
    Ist die nächste Stufe, dass man es diesem komischen Innenminister melden muss, damit er entscheiden kann, ob die öffentliche Ordnung aufrechterhalten werden kann?

    Und mit welcher Berechtigung lehnt eine Gemeinde eine solche Aktion überhaupt ab? Die stehen da halt dumm rum und sammeln ein paar Unterschriften, die tun ja niemanden etwas.

    • goggile

      wartet nur ab, es ist gut möglich dass Ermittlungen eingeleitet werden wenn die daten der von den Polizeiorganen der jusitz übermittelt werden. toll in welcher verbotsgesellscchaft wir leben. niemand bemerkt dass die Menschheit durch Gesetze gemacht von nichtgewählten ausgelöscht wird.

  • rambo

    @tiroler
    …von woher kommst du, aus Kalabrien?
    Brixen hat nur mir den ganzen umliegenden Fraktionen ca. 20000 Einwohner.

  • wollpertinger

    Wenn in kürzester Zeit 2500 Unterschriften gesammelt wurden, dann kann man davon ausgehen, dass bei einem regulären Referendum weit mehr als die Hälfte der Bevölkerung gegen das Helle-Projekt wären. Deshalb auch die Angst der Gemeindeverwaltung vor der Meinung der Bevölkerung und der lächerliche Versuch, die Meinungsäußerung zu verhindern.

  • tiroler

    Die gemeindeverwaltung wurde 2015 gewählt, um die Gemeinde zu regieren bzw. Zu verwalten. Eine illegale Unterschriftenaktion wird eher das Gegenteil als das Ziel bewirken.
    Ich denke die gewählten Volksvertreter wissen was sie zu tun haben.

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