Du befindest dich hier: Home » Chronik » Geschnappter Einbrecher

Geschnappter Einbrecher

Die Carabinieri mit der Beute

Wer bei einem Goldschmied zu Hause einbricht, muss mit Widerstand rechnen. So erging es einem 52-jährigen Vorbestraften nach einem Einbruch in Partschins.

von Thomas Vikoler

Der Mann, der am Montag Voruntersuchungsrichter Andrea Pappalardo im Bozner Gefängnis vorgeführt wurde, soll Verletzungen auf den Händen aufgewiesen haben. Die Folgen eines Handgemenges in den Obstwiesen von Partschins.

Warum?

Der Verletzte hatte, so wie die Carabinieri Schlanders berichten, am Freitagabend gegen 21.45 Uhr einen Einbruch in ein Privathaus verübt. Zwei Bewohner des Hauses bemerkten dies und verfolgten den Mann – um ihn dann, wohl mit wenig sanften Mitteln, bis zum Eintreffen der Carabinieri festzuhalten.

Diese stellten bei dem Einbrecher zahlreiche Schmuckgegenstände (darunter vier goldene Armbänder) und mehrere Einbruchsgegenstände fest: Ein Schweinfuß, Handschuhe, eine Sturmhaube und einen Diamant-Glasschneider.

Bei dem Verhafteten handelte es sich um einen 52-jährigen Mann aus Meran. Bei der Haftprüfung nahm er von seinem Recht auf Aussageverweigerung Gebrauch. Gegenüber seinen Verteidigern erklärte er, die beiden Bewohner des Hauses hätten ihn rund 300 Meter von dem Haus entfernt geschnappt – und verletzt.

Aus der Sicht der Ermittler ist das kaum von Belang. Vor allem angesichts des juristischen Statuts, in dem der Meraner den Einbruch verübte: Er ist einschlägig wegen Einbruchs vorbestraft und befand sich in der Probezeit (die nun prompt vom Voruntersuchungsrichter widerrufen wurde).

Ein weiteres bemerkenswerte Detail: Die Probezeit wäre Ende August ausgelaufen. Von da an hätte der Ex-Straffällige eine Arbeitsstelle erhalten.

Stattdessen sitzt er nun im Bozner Gefängnis in U-Haft und muss mit einer weiteren (hohen) Haftstrafe rechnen. Diesmal ohne Bewährung.

Die Carabinieri gehen davon aus, dass der 52-Jährige wusste, wem sein Einbruch im Privathaus galt. Es handelt sich um einen Goldschmied. Goldschmiede haben, wohl berufsbedingt, ein besonderes Sensorium für Einbrüche.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
Clip to Evernote

Kommentare (6)

Lesen Sie die Nutzerbedingungen

  • der_brottler

    Was solls, der läuft in ein paar Tagen wieder frei herum und die zwei Burschen, welche etwas unsanft waren kriegen ein Verfahren wegen Freiheitsberaubung und Körperverletzung.
    Meine Empfehlung nächstes mal Kartoffelsack übern Kopf und ordentlich knuideln, dann brauchts a kuene Karpf.

  • politikverdrossener

    „einschlägig wegen Einbruchs vorbestraft “ Hand abhacken,sagt auch die Sharia,heute schon damit beginnen .nicht erst in 50 Jahren wenn es hier fast nur noch Moslems gibt.

  • camborio

    Wir Südtiroler übersetzen gerne wortwörtlich, wenn uns ein Ausdruck aus dem Italienischen auf Deutsch nicht geläufig ist. So erging es wohl auch dem Verfasser dieses Artikels (nicht zum ersten Mal), wenn er bei den vorgefundenen Einbruchsutensilien einen „Schweinfuß“ erwähnt. Der „piede di porco“, den er sehr wahrscheinlich dem Polizeibericht entnommen hat, ist zu Deutsch nichts anderes als ein B r e c h e i s e n.

  • goggile

    dass solche wiederholungstaten geschehen ist ausschliesslich den untätigen Politikern oder den geseztesinterpreten anzulasten. solange diese Narrenfreiheit geniesen und es keinerlei aufsichtsorgane gibt, wird das verbrechen gegenüber der ungeschützen Bevölkerung mit dessen Steuergeldern sogar mitfinanziert. denn ein hoher Anteil der kriminellen wird auf unsere kosten durchgefüttert.

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2018 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | DATENSCHUTZ & AGB | Cookie Hinweis

Nach oben scrollen