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Der Airbnb-Ärger

Bozner Altstadt auf Airbnb (Archivbild)

„Airbnb hat Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt“, betont der HGV, der die Abmahnung durch die EU-Kommission begrüßt.

Der Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) zeigt sich erfreut darüber, dass nun auch auf europäischer Ebene die Buchungsplattform Airbnb abgemahnt wird. Konkret gehe es um unklare Preisangaben, die teilweise gegen das EU-Recht verstoßen.

„Die EU-Kommission fordert deshalb eine Offenlegung der Zusatzkosten und mehr Transparenz. Dieser Forderung können wir uns nur anschließen“, sagt HGV-Vizepräsident Helmut Tauber.

Dass private Wohnobjekte zu touristischen Zwecken auf diversen Plattformen wie Airbnb angeboten werden, sei auch in Südtirol festzustellen. Darunter leide zunehmend der hiesige Wohnungsmarkt.

„Ein Phänomen, das anderswo bereits virulent ist. Zahlreiche Wohnungen werden dem Wohnungsmarkt entzogen – mit der Folge, dass es an bezahlbarem Wohnraum mangelt. Der Gesetzgeber ist deshalb gefordert“, unterstreicht Tauber.

Auf staatlicher Ebene setzt sich die Hoteliersvereinigung Federalberghi schon seit Jahren für mehr Transparenz ein. Dabei geht es nicht primär um die Buchungsplattformen, sondern um private Wohnobjekte, die primär auf diesen Plattformen zu touristischen Zwecken angeboten werden, „ohne dass die Vermieter aber jene Auflagen erfüllen müssen, die die gewerblichen Betriebe zu berücksichtigen haben“, so der HGV.

„Dies führt zu unlauterem Wettbewerb und muss vom Gesetzgeber ebenso klar geregelt werden“, meint HGV-Präsident Manfred Pinzger.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (9)

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  • carlotta

    Weil sich die HGVler um insere Mieten sorgen?!??
    Derf i lochen????
    Evtl von ihmene Orbeiter , de bei an Hungerlohn sich kuane Miete drzohlen.. Sell kannt i ihmene no glauben !
    Und logisch Muasch die überdimensionierten Hotels vollkriegen..
    Oh, die Gier isch eppes schiachs.. es sei schon so mancher dran erstickt ..

  • berni

    Ich würde meine Wohnung auch mit Airbnb vermieten! Da hab ich Rechtssicherheit und bin nicht dem Mieter ausgeliefert ! Das ist auch der Grund wieso es so viele vorziehen , Wohnungen nicht zu vermieten. Nicht jeder hat Lust 2 Jahren zu klagen mit alle Kosten um einen sämigen Mieter los zu werden!

    • guyfawkes

      Es mag stimmen, dass Vermieter manchmal schlechte Erfahrungen mit Mietern machen – umgekehrt trifft dies übrigens ebenfalls zu.
      Aber glauben Sie wirklich, dass „Wohnungen zweckentfremden“ und „Steuern hinterziehen“ Ihnen zu mehr Rechtssicherheit verhelfen würde?

  • ambedue

    Hallo HGV, schaut mal auf dem Portal nach, wie viele Südtiroler 3 und 4 Sterne Hotels bei Airbnb inserieren. Die haben gegen diese Angebot-Praxis nichts dagegen. Konkurrenz belebt das Geschäft. Und Hotels, wo man in Südtirol mit Bitcoin bezahlen kann, gibt es meines Wissens auch nur eins. Öfters mal der Zeit ein bisschen voraus zu sein, hat sich auf langer Sicht in den meisten Fällen gelohnt.

    • andreas

      Bitcoin hat schon auf Grund des Energieverbrauchs keine Zukunft und spielt für Hotels doch überhaupt keine Rolle.
      Auch nutzen die gewerblichen Anbieter die Plattform um ihre Zimmer legal zu verkaufen, so wie sie auch Booking nutzen, was durchaus legitim ist.

      Das Problem sind die privaten Vermieter, welche ihre Wohnungen schwarz vermieten.

      Dass der HGV um bezahlbaren Wohnraum bemüht ist, ist ein Alibiargument, das ist denen doch komplett egal. Sie stört die Konkurrenz, was aber ihr gutes Recht ist.
      Kein Sektor wäre erfreut, wenn eine Menge neuer illegaler Anbieter auf den Markt kommen.

      • ambedue

        Vor ein paar Jahren war es Booking, das dem HGV nicht in den Kram passte; jetzt ist es Airbnb; ich vermute, dass Bitcoin der nächste Mießmacher sein wird. Dir ist schon klar, dass man sich mit Bitcoin erst auskennt und versteht, wenn man damit probiert. Ich möchte nicht wissen, wie viele auf der Welt jetzt schon mit Bitcoin die Hotelrechnung bezahlen. Warum springen in letzter Zeit sogar schon die Großbanken auf den Zug auf ? Sie haben es geschnallt, weil sie sonst nur mehr Ramsch verkaufen müssen.

      • yannis

        AIrBnb,
        Ist nicht ein illegaler Anbieter, illegal ist STEUERN zu hinterziehen und dies funktioniert in diesen Gewerbe schon seit Ewigkeiten, nicht erst seit es diese Plattform gibt.
        So wenn zum z.B. Ferienwohnungs-Vermieter grundsätzlich auf Barzahlung bestehen und ganz selbstverständlich die Abrechung dazu bestenfalls auf einen „Abreisszettel“ präsentiert wird.

    • yannis

      @ambedue,

      Selber nutzen sie diese HGVer die Platform sehr gerne, aber kotzen sofort in den eogenen Trog wenn daneben sich ein paar KLEINE „zum Mitfressen“ einfinden.

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