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Die Flora-Preisträgerin

LRin Palfrader und LR Achammer bei der heutigen Paul-Flora-Preisverleihung an die Südtirolerin Ingrid Hora

In Innsbruck haben Kulturlandesrat Philipp Achammer und seine Tiroler Kollegin Beate Palfrader die Künstlerin Ingrid Hora mit dem Paul-Flora-Preis ausgezeichnet. 

„Wir freuen uns besonders, dass in diesem Jahr eine Künstlerin aus Südtirol mit dem Paul-Flora-Preis ausgezeichnet wird“, betonte Südtirols Kulturlandesrat Philipp Achammer bei der Verleihung des mit 10.000 Euro dotierten Preises. „Ingrid Hora ist eine Künstlerin, die mit ihrem Schaffen soziale Themen vor dem Hintergrund des geschichtlichen und geografischen Kontexts bearbeitet und mit ihrem Bewusstsein für ihre Wurzeln und der Offenheit für die Welt geradezu eine ideale Preisträgerin ist.“

Die Tiroler Kulturlandesrätin Beate Palfrader stellte fest, dass Ingrid Hora die Auswahlkriterien des Paul-Flora-Preises in hohem Maße erfülle: „Sie ist mit zahlreichen Beteiligungen an Ausstellungen und Artist-in-Residence-Programmen bereits regional wie überregional bekannt und auf gutem Weg, sich international einen Namen zu machen.“

Konzeptkunst mit architektonischem Hintergrund 

Ingrid Hora wurde 1976 geboren und ist im Passeiertal aufgewachsen. Sie studierte Architektur an der Technischen Universität in Wien und machte 2001/2002 ihr Diplom sowie ihren Master am Bartlett University College in London. Zwei Jahre später absolvierte sie einen weiteren Master am Royal College of Arts in London. Hora lebt und arbeitet zurzeit in Berlin.

2003 erhielt Hora den Adolf-Loos-Staatspreis, worauf zahlreiche Einladungen zu Residencies in Deutschland, USA, Indien und China folgten. Aufgrund ihres Hintergrunds geht die Künstlerin in ihren Werken immer vom Raum aus und entwickelt Raumkonzepte und -objekte. Den thematischen Ausgangspunkt ihrer Arbeiten gewinnt sie zumeist am Ort, an dem sie sich gerade befindet. Sie stellt in ihren Arbeiten immer wieder konkrete Bezüge zum Präsentationsort und den dort Lebenden her. Ein besonderes Merkmal ihrer Arbeiten sei, dass sie gern mit Doppeldeutigkeiten spiele, so die Jurybegründung. Sie gehe von einem Thema aus und schaffe darum herum einen Kosmos. Dabei wählt Hora vielfältige künstlerische Techniken, etwa Zeichnungen, Fotografie, Video und Skulptur.

Grenzüberschreitende Förderung junger Kunstschaffender

Der Preis wird seit 2010 in Erinnerung an den 2009 verstorbenen Künstler Paul Flora abwechselnd in Tirol und Südtirol vergeben. Mit der Auszeichnung würdigen die beiden Länder hervorragende Leistungen junger Tiroler und Südtiroler Kunstschaffender in der zeitgenössischen bildenden Kunst. Über die Vergabe befindet eine Fachjury. Im Vorjahr ging der Preis an die Tiroler Medienkünstlerin Annja Krautgasser.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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