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Die neue Umfahrung

Rendering des Westportals des Umfahrungstunnels von Kastelbell und Galsaun

Der Bau der Umfahrung Kastelbell wurde an die Bietergemeinschaft E.MA.PRI.CE AG und Passeierbau GmbH übergeben. Das Auftragsvolumen beträgt 44,5 Millionen Euro.

Ein weiterer Schritt hin zur Verwirklichung der Umfahrung von Kastelbell und Galsaun wurde nun mit dem Zuschlag der Bauarbeiten gesetzt. Gesichert hat sich die Arbeiten eine Bietergemeinschaft. Bei der Einheitlichen Vergabestelle (AOV) wurden insgesamt sieben Angebote für die Bauarbeiten hinterlegt. Nun wurde der Bauauftrag der Bietergemeinschaft bestehend aus E.MA.PRI.CE AG mit Rechtssitz in Bozen und PASSEIERBAU GmbH aus St. Martin in Passeier zugewiesen. Die Bietergemeinschaft sicherte sich den Auftrag mit einem Angebot von rund 44,526 Millionen Euro und einem Abschlag von rund 11,77 Prozent auf die Ausschreibungssumme von rund 50,4 Millionen Euro. Für den Bau der Umfahrung hat die Bietergemeinschaft nach Übergabe der Arbeiten 1460 Kalendertage Zeit.

„Mit der Zuweisung dieser Arbeiten haben wir eines der für 2018 wichtigsten Vorhaben unseres Programms #südtirolverbinden, das Mobilität und Lebensqualität kombiniert, auf den Weg gebracht – wenn alles planmäßig läuft, können die Arbeiten noch heuer starten“, freuen sich Landeshauptmann Arno Kompatscher und Tiefbaulandesrat Florian Mussner. Die Südtiroler Unternehmen hätten in den vergangenen Jahren immer wieder bewiesen, dass sie auch große Bauaufträge zuverlässig und qualitätsvoll ausführen können und deshalb sei es erfreulich, dass immer wieder auch Südtiroler Unternehmen an den großen Bauvorhaben des Landes maßgeblich beteiligt seien, so Kompatscher. Zudem würden Investitionen in das Verkehrsnetz immer auch Arbeitsplätze vor Ort generieren – das Land werde auch weiterhin, im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen, so viele Aufträge wie möglich an lokale Unternehmen vergeben, unterstreicht der Landeshauptmann. Allerdings müssten auch die heimischen Betriebe immer mehr die Zusammenarbeit suchen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, so Kompatscher.

Eine Umfahrungsstraße soll mehr Lebensqualität für Kastelbell und Galsaun bringen

„Die 3,36 Kilometer lange Umfahrungsstraße mit den dazugehörigen Infrastrukturen wird eine Verkehrsentlastung und somit mehr Lebensqualität für Kastelbell und Galsaun bringen und auch die Verkehrssituation auf der Staatsstraße insgesamt verbessern“, unterstreicht Tiefbaulandesrat Mussner. Der Landesrat erinnert daran, dass sämtliche Vorhaben im Tiefbau nach mehrjährigen Prioritätenlisten erfolgen, dabei werde auch darauf geachtet, dass es Verbesserungen in möglichst allen Landesteilen gebe.

Die neue Umfahrungstraße beginnt von Westen kommend kurz vor dem Schloss Kastelbell und mündet im Osten auf der Höhe der Gewerbezone Galsaun wieder in die bestehende Staatsstraße. Zur Umfahrung gehören ein 2495 Meter langer Tunnel mit insgesamt vier Fluchtstollen und vier Pannenbuchten sowie zwei neue Anschlusspunkte an die bestehende Staatsstraße. Der östliche Anschlusspunkt wird als Kreisverkehr ausgebildet und befindet sich etwa auf der Höhe der Industriezone Galsaun, der zweite Anschluss wird als T-Knoten ausgebildet und liegt rund 450 Meter westlich von Schloss Kastelbell. Die Linienführung der Trasse wurde laut Mussner so gewählt, dass sich der Eingriff auf Landschaft und Kulturgrund auf ein Minimum beschränkt. Durch die Umfahrungsstraße wird laut Landesrat Mussner eine Erleichterung für die vom Durchzugsverkehr geplagten Orte geschaffen sowie die Lebensqualität im Dorf erhöht und gleichzeitig wird die Straße an die heutigen technischen Erfordernisse angepasst so z.B. die Engstelle bei Schloss Kastelbell.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (5)

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  • thefirestarter

    Na endlich…
    endlich machen die Politiker Nägel mit Köpfe, nur durch den Ausbau der Vinschger Schnellstraße und hoffentlich auch der Alemagna kann die Brennerstrecke entlastet werden.
    Wer braucht schon einen BBT wenn wir Vinschgau und Pustertal haben. Hätte man gleich das Geld anstatt in den BBT zu versenken in den Ausbau der Strecken durch die beiden Täler gesteckt…

  • goggile

    dieses geflicke macht keine schnessstrasse. eine Zumutung durch so lange tunnelröhren in vimschgau zu fahren. macht eine offene mebo bis zum reschenstausee und einen tunnel von Meran nach brixen

  • besserwisser

    schnell no a projektl vor die wahlen ….

  • dm

    Schon komisch, dass sich die Politik feiern lässt weil die Arbeiten an einheimische Firmen vergeben wurde.
    Nur weil das Unternehmen E.MA.PRI.CE AG den Rechtssitz nach Bozen verlegt, ist dies noch keine einheimisches Unternehmen.
    Schade für die heimische Wirtschaft ….

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