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Heiliger Sonntag

Arno Kompatscher

LH Arno Kompatscher zeigt sich erfreut darüber, dass  Minister Di Maio die Sonntagsöffnung wieder zum Thema gemacht hat.

Geregelte Ladenöffnungszeiten, das Recht der Angestellten auf freie Sonn- und Feiertage und damit verbunden die Möglichkeit für Familien, Freizeitangebote zu nutzen: Das sind die Ziele, die Südtirol in Sachen Öffnungszeiten verfolgt.

Vor Kurzem kündigte auch Arbeits- und Wirtschaftsminister Luigi Di Maio an, das sogenannte „Monti-Dekret„, mit dem die Öffnungszeiten völlig liberalisiert wurden, überprüfen zu wollen. „Das ist eine gute Nachricht“, sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher am Dienstag in der Pressekonferenz nach der Sitzung der Landesregierung, „wir waren immer gegen die vollständige Liberalisierung.“

Nur, weil die Geschäfte am Wochenende offen sind, würde das nicht dazu führen, dass die Menschen mehr kaufen. Der Konsum verschiebe sich lediglich in Richtung Großkonzerne und bringe die kleinen Läden unter Druck, gab der Landeshauptmann zu bedenken.

In einem Schreiben an Di Maio zeigt er sich nicht nur erfreut über die Ankündigung, die Regelung überprüfen zu wollen, er ruft auch in Erinnerung, dass Südtirol bis zur Genehmigung des „Monti-Dekrets“ die entsprechenden Gesetze selbst erlassen habe, immer mit dem Ziel, einen Ausgleich zwischen der Freiheit der Unternehmen und den sozialen und kulturellen Tätigkeiten zu finden, die das Land ausmachen. Südtirol habe immer darauf geachtet, die Interessen auszugleichen.

Zum einen gehe es um die Lebensqualität der Mitarbeiter, zum anderen aber auch darum, die kleinen Betriebe im Land zu schützen. „Ein Familienbetrieb hat nämlich nicht die Möglichkeit, sein Geschäft sieben Tage in der Woche zu öffnen, das geht sich in einem kleinen Betrieb ganz einfach nicht aus“, betonte Kompatscher.

Um zu vermeiden, dass eine übertriebene Liberaliserung der Ladenöffnungszeiten den kleinen Betrieben schadet – immerhin seien sie es, die in einer Bergregion die Lebensqualität in den Dörfern garantieren –, habe man deshalb schon im Jahr 2015 eine Durchführungsbestimmung vorgelegt, die es für Südtirol und für das Trentino möglich gemacht hätte, den Rahmen für die Ladenöffnungszeiten selbst festzulegen. In der Zwölferkommission sei diese Bestimmung auch beschlossen worden, das Ministerium habe sie dann aber abgelehnt.

„Die jüngsten Äußerungen von Minister Di Maio stimmen mich zuversichtlich, dass dieser Vorschlag nun vielleicht wieder aufgegriffen werden kann. Südtirol könnte so auch zu einem Vorreiter werden und zeigen, dass sich die Wirtschaft nachhaltig und unter Berücksichtigung der Bedürfnisse aller Beteiligten gut entwickeln kann“, erklärte der Landeshauptmann. Südtirol könne zeigen, dass eine Regulierung der Öffnungszeiten – vorausgesetzt, sie geschehe mit Augenmaß – der Wirtschaft nicht schadet, sondern, im Gegenteil, das Recht der Arbeitnehmer auf Erholung an den Sonn- und Feiertagen stärkt und den Familien die Möglichkeit gibt, ihre Freizeit gemeinsam zu gestalten.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (20)

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  • marting.

    Heiliger Sonntag
    Scheinheiliger Lugenbeitl

  • goggile

    man sieht dass der noch-lh ein realitàtsverweigerer ist. sonntag gehòret geöffnet bin sogar fèr 24h òffnungsyeiten. schafft ein neues Einkaufszentrum aspiag und so sols sein.

  • franz

    Heiliger Sonntag
    Scheinheiliger LH
    LH Kompatscher “Zum einen gehe es um die Lebensqualität der Mitarbeiter so Kompatscher “
    LH „Es geht um ein lebenswertes Südtirol, damit es unserem Land gut geht, damit es den Menschen gut geht.“Wir müssen den Menschen eine Antwort geben, wofür wir alle gemeinsam stehen und ihnen sagen, warum sie uns weiter Vertrauen schenken sollen.“ [..]
    https://www.tageszeitung.it/2018/06/23/die-35-svp-kandidaten/#comment-377181
    Alles Wahlpropaganda und dummes Zeug .
    Wenn LH den Menschen besonders den Lohnabhängigen eine Antwort geben wollte, bzw. dafür sorgen wollte dass es den Menschen gut geht, dann müsste der LH, als erstes bei der neuen Regierung intervenieren bzw. diese bei deren Vorschlag unterstützen den Menschen unwürdigen ( JOBS ACT abzuschaffen, bzw. den Art 18 wieder einzuführen. )
    Mit den Junge Menschen ohne Perspektive mit prekären Zeitverträgen und miserablen Löhnen wie Sklaven behandelt werden und ausgenutzt werden.
    Beispiel Post ( wo bleibt die Antwort Herr LH. )
    https://www.tageszeitung.it/2018/06/26/ausgepresst-wie-zitronen/

  • kira2000

    @goggile:
    Was sind Sie für ein Mensch? Außer blöde Kommentare schreiben, egal zu welchem Thema, leisten Sie wohl nix, oder?

    • goggile

      kira2000 was wollen sie von mir? sie machen wieder mal ein inhaltosen beitrag. wenn ihnen meinen konstruktiven zukunftorientierten perfektionistischen Denkweisen und denkanstösse nicht gefallen, dann brauchen sie sie ja gar nicht erst zu lesen. man muss schon sagen, dass sachkundige beiträge nur sehr wenige sind.

  • checker

    @goggile:
    Vollpfosten!!
    Wer soll denn dann noch Leute anstellen, wenn wir nur mehr ein paar Grosskonzerne haben die unbesteuert ihre Gewinne ins Ausland verschieben und ihre Angestellten mit Tagesverträgen und 800 Euro pro Monat entlohnen (siehe Twenty). Ist es das was ihr wollt? Mit dem Auto teuer in die Hauptstadt fahren und mit ein paar Ausländern bei Mediaworld um den Job kämpfen? Nichts verstanden und nichts in der Birne. In den USA, Australien und vielen anderen Ländern werden die Sonntage respektiert. Kapiert?
    Sorry für den Rundumschlag, aber solche Leute kann ich nicht ausstehen.

    • goggile

      das mit der Entlohnung ist Politikers schuld denn die unternehmen schöpften nur die rahmenmöglichkeiten aus. auserdem könnte man in moderne Einkaufszentren südtiroler bauernläden berücksichtigen südtiroler goggilen werden ja von grossen Einkaufszentren schom vermarktet und Sirupe und andere Lebensmittel. hier spielen grossen Handelsketten einen grossen gewinnbeitrag für Bauern dar! also nicht alles schwarzmalen. es wird zeit für ein Einkaufszentrum einen deutschen mit deutschen angestellten und schneller Erreichbarkeit. das kann nur aspiag bieten.

    • goggile

      checker ich gehe sicher nicht twenty einkaufen wo skandalöse nichtdeutschsprachige Verkäufer sind sonder auch wenn sie elektrosachen mögen dann gehen sie in algund beim Einkaufszentrum. deuschsprachig und sehr gebildete zuvorkommende Mitarbeiter. auch der lebensmittelriese m-preis ist ein vorbild an Qualität.

  • franz

    @checker
    Das Problem ist nicht, dass Menschen am Sonntag -Feiertagen arbeiten , müssen.
    Da Problem ist dass viele junge Menschen keine Arbeit haben, bzw. auf Grund vom JOBS ACT der Regierung Renzi des PD 2014 mit Unterstützung von SVP, mit prekären Zeitverträgen mit Hungerlöhnen wie Sklaven behandelt und ausgenutzt werden, bzw. von Sklaven aus Afrika ersetzt werden.
    Daher wäre wichtig wie von Vicepremier DI Maio den JOBS ACT abzuschaffen sowie den Art 18 wieder einzuführen.

  • pingoballino1955

    Zuerst in Di Maio Populist nennen,schimpfen und dann in den A……………….kriechen,typisch S V P

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