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„Zuerst sind wir Italiener“

Freiwilligendienst beim Weißen Kreuz: Die Süd-Tiroler Freiheit bezichtigt Maria Elena Boschi (PD) und Karl Zeller (SVP) der Wahllüge.

Anfang März, also kurz vor den italienischen Parlamentswahlen, traten beide – er als damaliger SVP-Parlamentarier, sie als PD-Kandidatin auf der Liste der SVP – vor die Medien und versprachen, dass es ab Ende Mai für Angestellte innerhalb derselben Organisation, beispielsweise beim Weißen Kreuz, wieder möglich sein wird, den Freiwilligendienst zu verrichten.

Doch daraus ist, wie aus der Antwort der Landesregierung auf eine Landtagsanfrage des Landtagsabgeordneten Bernhard Zimmerhofer von der Süd-Tiroler Freiheit hervorgeht, nichts geworden. Um den Freiwilligendienst innerhalb derselben Organisation, der von Italien unlängst verboten wurde, erneut zu ermöglichen, wäre, so heißt es in der Antwort des Landeshauptmannes Arno Kompatscher, ein Einvernehmen der Staat-Regionen-Konferenz erforderlich gewesen. Doch diese ist, so Kompatscher wörtlich, „nicht zu Stande gekommen.“

„Dabei hatte Maria Elena Boschi noch Anfang März den Freiwilligendienst nach eigenen Worten, zu ihrer ‚Herzensanliegen‘ gemacht!“, erinnert sich Cristian Kollmann, Pressesprecher der Landtagsfraktion der Süd-Tiroler Freiheit. „Das einzige ‚Herzensanliegen‘ Boschis war bestenfalls ihre eigene Person und die Rekrutierung von billigen Wählerstimmen. Und auch Zeller, der es eigentlich hätte besser wissen müssen, hat gelogen!“, kritisiert Kollmann.

Sich jedes Mal wieder aufs Neue wundert sich der Landtagsabgeordnete Bernhard Zimmerhofer: „Es ist erstaunlich, wie leicht die SVP sich von Rom und ihren ständig wechselnden Parteien und Regierungen immer wieder über den Tisch ziehen lässt. Dabei war doch von Anfang an war klar, dass für die von der SVP der Südtiroler  Bevölkerung aufgezwungene PD-Kandidatin Elena Boschi folgendes Prinzip gilt: ‚Zuallererst sind wir Italiener!‘. Mit solchen Freunden braucht es keine Feinde mehr!“

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (18)

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  • mannik

    @Kollmann und Zimmerhofer: Seid ihr beiden Genies darauf hingewiesen, dass Boschi nicht in der Regierung sitzt und dieses Vorhaben damit schwer umsetzen kann?

    Stellt euch vor, auch deshalb wird sie das jetzt kaum schaffen, weil hingegen Leute genau eures Schlags – Schaumschläger und Phrasendrescher – die euer rechtes bis rechtsextremes Gedankengut teilen, an der Regierung sind und bisher genau NULL zu Wege bringen. Es gibt nicht einmal Ansprechpartner… mit wem soll man da verhandeln?

  • morgenstern

    Sind die nicht von der Klotz…, dings da….???? Partei.??

    • kurt

      @mannik
      Nur zur deiner Information ,würde es die Opposition als Kontrolle nicht geben würden solche Lügen klammheimlich unterm Tisch verschwinden und das ist noch weit weniger als null und lese es bitte zweimal,nicht das ich wieder die Schuld bekomme, wenn du es nicht verstehst mit deiner Scheuklappenmentalität !!!!!!!!.
      Wo gibt es den bei der Mehrheitspartei einen Ansprechpartner ,für die Lobbys ja aber dann ist gleich Schluss.

      • mannik

        Kurt, dass Sie simpelste Aussagen nicht verstehen, haben wir schon alle verstanden. Sie müssen das nicht Tag für Tag beweisen. Ihre Hartnäckigkeit in diesem Zusammenhang grenzt an Selbstverstümmelung.

        • franz

          @mannik
          Schon wie mannik immer wieder anderen etwas zu erklären versucht was er eigentlich selbst nicht versteht.
          Deine Hartnäckigkeit in diesem Zusammenhang grenzt an Selbstverstümmelung. und besonderer Dummheit.
          Keine Ahnung von Recht und Gesetz nicht imstande ein Urteil sinngemäß zu lesen bzw. zu verstehen auch falsche Behauptung in Zusammenhang zur Internationale Konvention zur Seenotrettung.
          Anstatt andere zu beleidigen und zu verleumden, bzw ihnen zu erklären was du selbst nicht verstehst, lerne erst einmal lesen !

        • kurt

          @mannik
          Danke ,schon verstanden es hat wieder einmal gewirkt ,wenn du so einen Unsinn verzapfst .

          • mannik

            Kurt, genau, es hat gewirkt: Sie haben wieder einmal Ihre Kandidatur zum umgekehrt intelligentesten Südtiroler untermauert. Das Forum dankt und lacht.

  • tff

    Diese Sache interessiert doch keinen. Nur Schaumschlägerei um in die Zeitung zu kommen.

  • franz

    „ Es ist erstaunlich, wie leicht die SVP sich von Rom und ihren ständig wechselnden Parteien und Regierungen immer wieder über den Tisch ziehen lässt. “ [..] vor allem von den linken PD – Phrasendrescher – und Schaumschläger Renzi – Gentiloni & Co. welche immer wieder viel versprochen aber nichts gehalten haben.
    Durch der Stimmenthaltung bei der der Abstimmung zur Regierungsbildung haben die SVP Genossen wieder einmal auf das falsche Pferd gesetzt. und jetzt sitzen die SVP Vasallen des PD gemeinsam auf der Oppositionsbank ohne Ansprechpartner.
    Während sie die postkommunistische Regierung des PD bei jeden noch so schwachsinnigen Gesetz ohne Wenn und Aber auf Gedeih und Verderb, unterstützt haben, ohne dafür etwas wesentliches als Gegenleistung bekommen zu haben.
    Aber jetzt Kniefall von LH Kompatscher der neuen Regionenministerin Erika Stefani um Wahlpropaganda und Schaumschlägerei zu betreiben. https://www.tageszeitung.it/2018/06/21/kompatscher-trifft-stefani/
    LH – Staatsmännisches Verhalten sieht anders aus.“ so der LH in einen Interview mit „Spiegel Online“ zur Brennergrenze

  • noando

    o mann, ein eigentor! … wenn die bindestrichler, den oppositionsparteien vorwürfe machen, wenn sie ihre wahlversprechen nicht umzusetzen … aber ja, hauptsache medienpräsenz

  • franz

    mannik
    Falsch ist was Du zur Seenotrettung behauptet hast. ( abgesehen von Deinen Verleumdungen )
    https://www.tageszeitung.it/2018/06/16/rueckendeckung-fuer-salvini/#comment-376331
    1. ) Cosa prevede la normativa sul salvataggio.
    E„ la Convenzione internazopnale sulla ricerca ed il salvataggio marittimo siglata ad amburgo nel 1979 e ratificata dall‘ Italia 10 anni dopo, “la cornica giuridica “all’interno della quale si svolge l’attivita di soccorso dei migranti ( nonostante la convenzione non fosse nata per disciplinare questa emergenza)In adempimento degli obblighi giuridici derivanti proprio dalla ratifica die questa convenzione il centro nazionale di Coordinamento del soccorso marittimo ( Imrcc ) della guardia costiera di Roma non appena ricive la segnalazion e di un’emergenza in corso al di fuori della propria area di responsabilita„ Sar ( Ricerca e„ tenuto ad avviare le prime azioni e ad assuere il coordinamento delle operazioni in soccorso.
    Contemporaniamente l’Imrcc di Roma deve avisare l’autorita „ SAR competente o comunque quella in grado di fornire l’assistenza.
    migliore .
    ( ‚>>better able to asistenz <<) al fine dell'assinzione del coordinamento.
    Q!ualora questa non rispanda o non sia disponibile . l'Imrcc di roma coordina le operazioni fino alla conclusioen ed individua , in qualita di autoria„coordinatrice, il luogo di sbarco.
    ( placa of safetydei- Ort der Sicherheit ) dei naufraghi )
    In den nächst sicheren Hafen.
    Quelle: 'alto adige'' 25.06.2018

    2.) Die Seenotrettung ist eine menschenrechtliche und völkerrechtliche Verpflichtung. Durch zahlreiche seerechtliche Abkommen haben sich die Staaten verpflichtet, Menschen in Seenot zu retten und sie in den nächst sicheren Hafen zu verbringen. Zentral ist Art. 98 des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen (SRÜ): „Jeder Staat verpflichtet den Kapitän eines seine Flagge führenden Schiffes, jeder Person, die auf See in Lebensgefahr angetroffen wird, Hilfe zu leisten“.
    a.) Sobald sich Flüchtlinge auf einem europäischen Schiff befinden, unterfallen sie der effektiven Kontrolle des jeweiligen Staates. Dieser muss den Flüchtlingen einen Zugang
    b .) Seerecht und GFK: Flüchtlinge müssen in sichere Häfen gebracht werden
    Was ist ein sicherer Hafen? Ein sicherer Ort ist nur dann gegeben, wenn Flüchtlinge nicht fürchten müssen in Staaten verbracht zu werden, in denen sie Verfolgung und erniedrigender Behandlung ausgesetzt sind. Daher gilt: Das sogenannte Non-Refoulement-Verbot aus Art. 33 Abs. 1 der GFK verbietet die von der EU avisierte Rückschiebungspraxis.
    https://www.proasyl.de/news/internationales-recht-eu-muss-bootsfluechtlinge-retten-und-aufnehmen/
    Demnach währe Malta Lampedusa Libyen, Tunesien und all jene Staaten dazu verpflichtet die gerettete Flüchtlinge aufzunehmen als nächst näherer sicher Hafen gilt, bzw.
    Jeder Staat deren Kapitän eines seiner Flagge führenden Schiffes,.

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