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50.000 Liter Bier

(Foto: Schneiderwind-Photography)

1.300 Freiwillige, 80 Security-Leute pro Tag und ein neuer Besucherrekord. Am Wochenende findet das größte Volksfest in Südtirol statt. Das Alpen Flair in Zahlen. 

von Lisi Lang

Das Alpen Flair ist das größte Volksfest Südtirols. Auf dem Ex-Nato-Areal kommen jährlich rund 40.000 Fans zusammen um drei Tage lang zu feiern. Bereits vor dem Beginn des Alpen Flair steht fest, dass die Veranstalter einen ersten Rekord gebrochen haben: Das Alpen Flair ist restlos ausverkauft. „Es gibt keine Tageskarten und auch keine Abendkasse mehr“, betont Robert Klement, Chef des Organisationskomitees. In den letzten Jahren habe man immer noch die letzten Karten für das Festival an der Abendkasse verkauft, heuer sind sämtliche Tickets bereits vor dem Beginn des Alpen Flair weg. „Das tut uns zwar leid für die Südtiroler, die normal noch recht oft an der Abendkasse Tickets kaufen, aber heuer ist dies leider nicht möglich“, bedauert Robert Klement.

Die Zahlen bestätigen, wie groß das Frei.Wild-Festival mittlerweile geworden ist. Das Alpen Flair ist mit einer Fläche von rund 28 Fußballplätzen das größte Volksfest in Südtirol. Allein die Zelt- und Parkplätze um das Konzertgelände nehmen eine Fläche von zehn Hektar ein. Dazu kommen noch das Areal selbst mit neun Hektar und das Konzertgelände mit etwas weniger als einem Hektar.

30 Bands werden die Fans in Natz bei Laune halten, am heutigen Samstag wird die Brixner Rockband Frei.Wild das Festival abschließen. Die Bühne selbst nimmt kostentechnisch einen großen Punkt auf der Liste der Veranstalter ein. „Die Bühne wird samt Lichtanlage, Boxen und Showeffekten aus Deutschland angeliefert und kostet rund 200.000 Euro“, erläutert der OK-Chef.
Für Speis und Trank ist ebenfalls gesorgt: Die Veranstalter gehen davon aus, dass am Wochenende mehr als 50.000 Liter Bier fließen werden. „Wenn jeder Besucher pro Tag zwischen einem und zwei Litern Bier trinkt, dann macht das schon eine gewisse Menge aus“, schmunzelt Klement. Wenn das Wetter dann auch noch mitspielt und die sommerlichen Temperaturen die Besucher durstig machen, könnte die berechnete Menge noch weiter steigen. Bei den Mahlzeiten gehen die Organisatoren ebenfalls davon aus, dass jeder Besucher mindestens einmal pro Tag auf dem Festgelände etwas essen wird – das wären dann mindestens 45.000 verkaufte Gerichte.

Auch für die Fußball-Fans wurde auf dem Fest-Areal ein Bereich mit Leinwand eingerichtet. „Viele der Besucher sind Deutschland-Fans und daher haben wir im Vorzelt eine Leinwand aufgestellt, da Deutschland am Samstag spielt“, erklärt Robert Klement.

1.300 Freiwillige werden am Wochenende auf dem Natzer Hochplateau im Einsatz sein. „350 davon sind Feuerwehrleute“, erklärt Robert Klement. Viele weitere Freiwillige sind Mitglieder bei den lokalen Vereinen. Zusätzlich werden rund 80 Security-Kräfte tagtäglich für die Sicherheit auf dem Festival-Gelände sorgen.

Die heiße Phase vor dem Alpen Flair beginnt für die Organisatoren drei Wochen vor dem Festival. „Wir arbeiten das ganzen Jahr an der Organisation, aber auf dem Areal geht es erst seit drei Wochen richtig rund“, so Robert Klement.

Für die lokalen Vereine ist das Festival mittlerweile ein fixer Bestandteil ihrer Vereinskassa geworden. „Alle profitieren vom Festival – der Gewinn wird auf die Vereine aufgeteilt“, betont Klement. Aber auch für den Tourismus in und um Natz-Schabs sei das Festival zu einem wichtigen Jahreshighlight geworden. „Es übernachten mindestens 6.000-7.000 Gäste in den Hotels und wenn man bedenkt, dass wir in Natz nur 3.000 Betten haben, profitieren auch andere Gemeinden von den Besuchern“, erklärt der Ok-Chef. Auch aus diesem Grund habe man einen Shuttle-Dient nach Brixen eingerichtet.

Auch wenn das Festival heuer schon mehr als eine Woche vor dem ersten Abend ausverkauft war, die Ticketanzahl wird in den kommenden Jahren nicht erhöht. „15.000 Personen pro Tag sind wirklich das Maximum und es wäre auch nicht sinnvoll das Areal für weitere Personen zu öffnen, da die Strukturen nicht ausreichen würden“, erklärt der Ok-Chef.

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