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Verbotene Betonsäulen

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Die Gemeinde Truden verbietet die im Obst- und Weinbau eingesetzten Betonsäulen im Ortsgebiet. Der historische Ortscharakter soll dadurch geschützt werden. 

von Lisi Lang

Nach den Hagelnetzen im Ort verbietet die Gemeinde Truden nun auch Betonsäulen. Die im Obst- und Weinbau eingesetzten Säulen zum Aufbau von Stützgerüsten werden künftig aus dem Dorfzentrum verschwinden. „Es geht uns nicht darum, gegen die Landwirtschaft zu arbeiten, sondern darum, unseren historischen Ortskern zu schützen“, erklärt Bürgermeister Michael Epp.

Die Betonsäulen werden nur innerhalb des geschlossenen, verbauten Ortskerns verboten, außerhalb dieses Siedlungsgebietes können sie weiterhin eingesetzt werden. „Es gibt auch Alternativen zu diesen schweren Betonsäulen, wie beispielsweise Holzpfähle oder Cortensäulen – diese stören das Dorfbild viel weniger“, erklärt Michael Epp. Die Gemeindeverwaltung von Truden will mit dieser Maßnahme aktuellen Entwicklungen entgegenwirken. „Wir werden dafür kritisiert, dass sich das Dorfbild in den letzten Jahren stark verändert hat und dem wollen wir entgegen wirken“, so Michael Epp.

Man wolle die Landwirtschaft nicht davon abhalten, Neuanlagen zu errichten, allerdings möchte man den Bauern künftig Regeln vorschreiben, damit Neuanlagen den Dorfcharakter nicht komplett verändern. „Wir reden hier auch nur vom Dorfzentrum, dieses Verbot trifft eine viel kleinere Fläche als damals das Hagelnetzverbot“, führt der Bürgermeister aus. Für das Hagelnetzverbot habe man die „Sperrzone“ ein bisschen ausgeweitet. Rückwirkend gilt das Verbot nicht – bestehende Anlagen müssen nicht verändert werden.

Die neue Regelung, welche als Abänderung der Bauordnung auf der Tagesordnung stand, wurde vom Trudner Gemeinderat einstimmig genehmigt. „Diese Verordnung soll ein klares Zeichen sein, dass wir unser Dorf schützen wollen“, betont der Bürgermeister. Man wolle die Bevölkerung für dieses Thema sensibilisieren und durch klare Regeln ein Zusammenleben zwischen Landwirtschaft und Dorfbevölkerung erleichtern. „Der Dorfcharakter darf bei Neuanlagen und anderen Veränderungen einfach nicht außer Acht gelassen werden“, so Michael Epp.

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