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Mehr als 3.000 Einsätze

Pelikan 2

Die Landesregierung hat die Abschlussrechnung des Vereins „HELI Flugrettung Südtirol“ genehmigt und grünes Licht für den Finanzierungsplan 2018 gegeben.

Zu 3.304 Rettungseinsätzen sind die Flugretter von Pelikan 1 und 2 sowie des Aiut Alpin im vergangenen Jahr abgehoben, sie haben 3.107 Patienten transportiert und waren insgesamt 122.229 Minuten – oder 2.037 Stunden – in der Luft. Im Schnitt neun Einsätze und 335 Flugminuten pro Tag.

Ein besonderer Höhepunkt war die Einführung der sogenannten Tagesrandflüge am 6. November; seither sind Rettungsflüge von 6 bis 22 Uhr möglich. Die Gesamtkosten für die Einsätze des Vereins „HELI Flugrettung Südtirol“ und des Aiut Alpin Dolomiteslagen 2017 bei 10.794.385 Euro. Knapp 2.218.300 Euro kosteten die Dienste des Aiut Alpin – sie werden direkt mit dem Sanitätsbetrieb verrechnet –, die Einsätze des Vereins HELI schlugen mit insgesamt 8.354.463 Millionen Euro zu Buche. Dazu kommen rund 230.000 Euro für den Brandschutzdienst an der Heli-Basis. Am Dienstag hat die Landesregierung die Abschlussrechnung des Vereins genehmigt und grünes Licht für den Finanzierungsplan 2018 gegeben.

„Die Flugrettung leistet einen sehr wichtigen Dienst, und was die Qualität unserer Rettungskette in der Luft betrifft, brauchen wir keinen Vergleich scheuen“, zeigt sich Gesundheitslandesrätin Martha Stocker zufrieden. „Die effektiven Kosten für den Steuerzahler belaufen sich für 2017 dabei auf rund 2,8 Millionen Euro, den weitaus größten Teil können wir über Kostenrückerstattungen verrechnen.“ Zum einen würden die Einsatzkosten ausländischen Patienten und Versicherungen in Rechnung gestellt, zum anderen würde der Transport von Personen, die nicht in Südtirol ansässig sind, mit ihren jeweiligen Sanitätsbetrieben verrechnet.

„Wenn wir vom Rettungsdienst sprechen, müssen wir immer auch berücksichtigen, dass sich neben den rund 530.000 Südtirolerinnen und Südtirolern täglich ja rund 90.000 Touristen im Land aufhalten und dass 40.000 bis 60.000 Menschen über die Autobahn fahren. Im Ernstfall müssen sie alle versorgt werden“, gibt Stocker zu bedenken und erinnert daran, dass die Kosten einer Flugminute im Oktober 2015 von 100 auf 140 Euro erhöht wurden. Auch das habe zur Entlastung der öffentlichen Hand beigetragen. Dazu komme die Verrechnungen der Tickets für Südtiroler Patienten über den Südtiroler Sanitätsbetrieb. „Für einen gerechtfertigten Einsatz kostet das Ticket 100 Euro. Wenn allerdings nachgewiesen werden kann, dass ein Einsatz medizinisch nicht notwendig war, werden 1000 Euro in Rechnung gestellt“, rechnet die Landesrätin vor.

Gleichzeitig mit der Genehmigung des Jahresabschlusses 2017 gab die Landesregierung auch grünes Licht für den Finanzierungsplan 2018. Der Haushaltsvoranschlag beläuft sich auf 9.415.768 Euro; diesen Betrag wird der Südtiroler Sanitätsbetrieb dem Verein in monatlichen Raten auszahlen. Die Kosten für die Einsätze des Aiut Alpin Dolomites werden für das Jahr 2018 auf 2.350.000 Euro geschätzt.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (2)

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  • ahaa

    Ach deswegen startete er dauernd ,um die Quote zu erreichen?Ich habe doch schon mal darùber geschrieben wie es mòglich ist, den Heli vor 15 Jahren noch 4 mal im Monat gesehen hat.Und jetzt manchal am Tag 5 mal. Die Làrmbelàstigung ist enorm.Ich glaube nicht das, das sein muss.Aber nur meine Meinung.

  • asterix

    Was die Landesrätin nicht sagt: Der Patient ruft in den allermeisten Fällen den Heli ja nicht selbst. Wer zahlt also bei „ungerechtfertigten Rufen“ die 1000 Euro? Übrigens: Die 230.000 Euro Brandschutz sind nur für die Basis Bozen. Brixen hat auch eine HEMS Basis. Und in Bruneck und Meran existiert auch ein Brandschutzdienst. Der wird auch nicht gratis sein.

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