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Die Radlboxen

Ein neues Angebot gibt es für Pendler an den Bahnhöfen Naturns, Lana-Burgstall und Gargazon. Dort kann man Räder sicher am Bahnhof in Boxen abstellen.

Seit einigen Wochen können Fahrräder an den Bahnhöfen NaturnsLana-Burgstall und Gargazon bequem, sicher und vor Wind und Wetter geschützt in eigenen Radlboxen abgestellt werden. Dabei handelt es sich um abschließbare, überdachte und videoüberwachte Abstellboxen.

Zugang erhalten nur jene Nutzer, die im jeweiligen Gemeindeamt einen Fahrradstellplatz reserviert und eine Chipkarte zum Öffnen der Box ausgehändigt bekommen haben. E-Bike-Fahrer können ein kleines Schließfach mit Steckdose dazu buchen, um den Fahrradakku aufzuladen.

„Die Radlboxen sind ein weiterer Baustein in einem modernen und innovativen Mobilitätskonzept, das wir als Land Südtirol vorantreiben wollen. Wir möchten Anreize schaffen, damit der Umstieg vom eigenen Pkw auf nachhaltige Fortbewegungsmittel gelingt – die Radlboxen sollen gerade die Pendler dazu motivieren, kurze Strecken von zu Hause bis zum Bahnhof oder vom Bahnhof zum Betrieb mit dem Fahrrad und den Rest der Strecke mit Bus und Bahn zurückzulegen“, erklärt Mobilitätslandesrat Florian Mussner.

Den Vorteil dieser intermodalen Fortbewegung unterstreicht auch Harald Reiterer, Koordinator von Green Mobility in der STA – Südtiroler Transportstrukturen AG: „Intermodal bedeutet, dass nicht der gesamte Weg mit einem Verkehrsmittel zurückgelegt wird, sondern auf mehreren Abschnitten jeweils jenes Verkehrsmittel bevorzugt wird, das sich dafür am besten eignet – somit kann man leichter auf das eigene Auto verzichten: Zum einen ist die Kombination von Fahrrad und Zug nämlich kostengünstiger als die Fahrt mit dem Auto und zum anderen können Staus und eine nervenaufreibende Parkplatzsuche vermieden werden.“

Die Radlboxen an den Bahnhöfen Naturns, Lana-Burgstall und Gargazon sind derweil noch ein Pilotprojekt, wobei die Gemeinden selbst entscheiden können, ob sie für die Nutzung der Stellplätze eine kleine Gebühr einheben wollen. Sollten die Radlboxen gut genutzt werden und Anklang bei den Pendlern finden, so will die Südtiroler Transportstrukturen AG weitere Boxen auch an anderen Südtiroler Bahnhöfen errichten.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (3)

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  • goggile

    unsere Politiker verstehen einfach nicht die grundlegensten Gesetze. wenn jemand bei raddiebstahl sofort ohne wenn und aber für 3jahre zum Beispiel ins gefängniss wandern würde, und ähnliche Gesetze bei ähnlihcne delikten vor allem bei schlägerei attacke mit glasspliter usw. 10bis 20jahre, dann wären die strasse fast frei von kriminellen und auch diese selbst würden es sich 2mal überlege.
    nun haben wir den boxen Wahnsinn.. als wäre der speecheboxwahnsinn nicht genug (um Geld von steuerbugglern zu enteignen weil nicht legal), so gibte es jetz den nächsten Wahnsinn den radlboxen. auf kosten der steurbugglers steuern klarerweise.
    dass man das eigene Fahrrad nicht abstellen kann ohne angst haben zu muessen dass es gestohlen wird ist ein toales katastrophenzeugniss fuer gesetzesmacher und umsetzer und beamte.
    wenn wenigstens die Gummizelle für andreasTOLM in auftrag gegeben würde, dann wär mal was nützliches für die Gesellschaft getan

  • bbroksch

    Neben der Sicherung des Eigentums vor Diebstahl sollte nach der Ursache geforscht werden warum man Angst haben muss bestohlen zu werden sobald man sein Eigentum nicht im Auge hat. Alles zu jederzeit diebstahlsicher zu halten kann doch weder eine gesellschaftspolitische noch wirtschaftliche (aus der Sicht des Einzelnen) Lösung sein.
    Die Möglichkeit sein E-Bike aufladen zu können, während es auf mich wartet, finde ich sehr gut. Das in dem Artikel beschriebene Pendlerszenario setzt voraus, dass man am Heimatort und am Arbeitsort je ein Fahrrad diebstahlsicher deponiert, was mit erheblichen Kosten und Pkatzbedarf verbunden ist. Daher wäre zu überlegen, wie man die Benutzung von elektrischen Kleinstfahrzeugen (elektrische Tretroller, Skateboards, Monocycle, Mini Segway, etc. fördern kann. Diese Fahrzeuge sind klein und können problemlos im Bus, Zug, Tram, etc. mitgenommen werden. Die Möglichkeit den Akku während der Fahrt aufladen zu können wäre großartig.

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