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„Der Schaden ist enorm“

Hagelschlag in Partschins (Foto: Alexander Bacher/Fb)

In Partschins wird nach dem gewaltigen Hagelschlag vom Montag eine erste Bilanz gezogen. Auf den betroffenen Flächen beträgt der Ernteausfall zwischen 80 und 100 Prozent.

von Karin Gamper

In Partschins beginnt sich nach dem heftigen Hagelschlag vom Montag in den Apfelanlagen das Ausmaß der Zerstörung abzuzeichnen. „Der Ernteausfall auf den betroffenen Flächen beträgt zwischen 80 und 100 Prozent“, umreißt Bauernbund-Ortsobmann Josef Sprenger die Situation.

Genaue Schätzungen liegen noch nicht vor, sie werden jedoch vermutlich am Freitag nach einem Lokalaugenschein mit den Hagelschutzversicherungen feststehen. Vom Hagelschlag getroffen wurde etwa Dreiviertel der Apfelanbaufläche in Partschins und Rabland, wobei es nur wenige Hagelschutznetze gibt. Die Hagelschutzversicherung deckt nur einen Teil des Schadens ab. Schwierig ist die Lage auch für die Bergbauern: Das Heu konnte wegen des vielen Regens in den vergangenen Wochen nicht gemäht werden und wurde nun durch den Hagelschlag auf den Boden gedrückt. „Es könnte jetzt faulen“, befürchtet Sprenger.

Im Dorf ist man noch immer geschockt von der Heftigkeit des Hagelschlags, der eine knappe Viertelstunde gewütet und zonenweise große Zerstörung angerichtet hat. „So etwas hat es in Partschins noch nie gegeben“, sagt Sprenger.

Auch Vize-Bürgermeister Alois Forcher kann sich an nichts Ähnliches erinnern: „Vor allem die Zone Pefohlen und das Gebiet rund um den Friedhof sind stark betroffen“, weiß Forcher. Der angerichtete Schaden sei jedenfalls gewaltig, zum Teil seien auch die Apfelbäume selbst zerstört worden.

Für die Landwirte in Partschins ist der diesjährige Hagelschaden nach den schweren Frostschäden der Jahre 2012, 2016 und 2017 ein erneuter Rückschlag. „Die Stimmung ist entsprechend gedrückt“, so Sprenger.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (1)

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  • wisoiundnetderfranz

    Die SVP scheint wirklich auf dem richtigen Weg zu sein…
    Altenbetreuung ist sicherlich weniger risikoanfällig als Apfelanbau. Zudem spart sich der Bauer die teure Versicherung und Hagelnetze werden auch keine gebraucht. Die Wiesen kann er verpachten, verkaufen oder vergolden, indem er sie für den „geförderten Wohnbau“ zur „Verfügung stellt“…

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