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Schatten für das Bier

Kräftezehrender Rechtsstreit zwischen der Stadtgemeinde Bruneck und dem Rienzbräu: Seit zwei Jahren müsste die Überdachung für die Terrasse entfernt werden. Jetzt liegt ein Gerichtsurteil vor. Aber das letzte Wort dürfte noch nicht gesprochen sein.

von Silke Hinterwaldner

Renato Stancher will sich nicht festlegen. Als Vizebürgermeister von Bruneck ist er zuständig für die Bausachen in der Stadtgemeinde, ein schwieriges Feld.

Schwierig ist unter anderem der Rechtsstreit mit dem Rienzbräu in der Stegenerstraße. Die Verantwortlichen im Bierlokal haben im Frühjahr 2016 ein „temporäres Zeltdach“ errichtet. Dafür gab es eine Genehmigung aus dem Bauamt des Rathauses – aber die galt nur für 60 Tage. Das Problem: Die Überdachung der Terrasse wurde aufgestellt, aber nach zwei Monaten nicht wieder entfernt. Irgendwie logisch: Die Besucher des Rienzbräu hatten sich längst an das gemütliche Sitzen im Schutz vor Regen und Sonne gewöhnt. Und die Überdachung schien von Anfang an nicht nur als Lösung für wenige Wochen angelegt worden zu sein.

So war es denn auch. Bis heute ist die Terrasse in der Stegenerstraße überdacht, obwohl es für dieses Zeltdach eigentlich längst keine Genehmigung mehr gibt. In der Zwischenzeit aber hat sich ein veritabler Rechtsstreit entwickelt, der jetzt – möglicherweise – mit einem Urteil des Verwaltungsgerichtes endet. Im Mai hatte das Gericht den Rekurs von Hubert Schifferegger und der Rienzbräu KG für unzulässig erklärt. Demnach müsste das Dach wieder entfernt werden. Zumindest theoretisch.

Denn: Im November 2016 hatte die Gemeinde Bruneck zum ersten Mal eine Abbruchverfügung ausgestellt. Immerhin umfasst die Überdachung 136 Quadratmeter, man wollte hier rechtlich keine Fragen offen lassen. Daraufhin passierte nicht viel. Nach einem Lokalaugenschein der Stadtpolizei teilte man dem Rienzbräu vor einem Jahr mit, dass die Gemeinde nun selbst den Abbruch vornehmen werde und dass im schlimmsten Fall auch das Grundstück an die Stadtgemeinde übergehen werde.

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Kommentare (14)

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  • gestiefelterkater

    „Nach einem Lokalaugenschein der Stadtpolizei teilte man dem Rienzbräu vor einem Jahr mit, dass die Gemeinde nun selbst den Abbruch vornehmen werde und dass im schlimmsten Fall auch das Grundstück an die Stadtgemeinde übergehen werde.“

    Sehr gut und dann könnte die Bürokraten doch eine Favela fur die eingeschleusten Goldstückchen und Facharbeiter errichten.
    Jene die arbeiten müssen doch maximal abgezockt und schikaniert werden, davon werden schließlich die Gehälter der Bürokraten und Sinnlosberufler bezahlt!

    • kurt

      Das stimmt ,die Stadtgemeinde Bruneck hat ja sonst keine Probleme.

      • wisoiundnetderfranz

        doch kurt, sicher hat sie auch andere Probleme. Darf sie deshalb aber dieses nicht lösen? Oder entscheidest du, welche Probleme gelöst werden dürfen und welche nicht?
        Vielleicht solltest du dich bei der Gemeinde Bruneck mal melden und als Problemlöser anbieten…?

        • roberto

          Die Gemeindeverwaltung von Bruneck hat absolut keine Probleme mehr, mit mehr als 25 Mio € Cash in der Kasse bzw. auf der hohen Kante beweist sie wie effizient und bürgernah diese Verwaltung arbeitet und wo sie die gewinnbringende Schwerpunkte ansetzt.

          • kurt

            @roberto
            Ganz Überzeugend ist deine Anschauung nicht was mir Zb, fehlt ist die Bürgernähe.

          • einereiner

            @robert
            lies mal die Bilanz der Gemeinde Bruneck: 40 Millionen Schulden!
            Das Rienzbräu ist im Gegensatz zum Brunecker Rathaus eine Augenweide! Und der Rathausplatz eine unwirtliche Betonwüste, kein Wunder, dass die Leute lieber im Garten des Rienzbräus sitzen.

        • yannis

          Keine anderen Phrobleme ? les mal zwischen den Zeilen von @gestiefelterkater. Da finden sich die wirklichen Probleme.

          • roberto

            @ Kurt .. Bürgernähe im Sinne „nahe an der Brieftasche des Bürgers“ 🙂

            @einereriner … in zwei Jahren sind auch die Restschulden getilgt, darüber gibt es keinen Zweifel, denke nicht dass es 40 sind 🙂

          • einereiner

            @robert
            was du denkst ist irrelevant. Relevant ist, was in der Bilanz steht. Und vergiss nicht die neuen Schulden für das geplante Eisstadion und die geplanten Parkgaragen.

    • iceman

      hat der gestiefelte Kater in der Schule im Geschichteunterricht auch immer das Mathebuch aufgeschlagen?
      Was hat eine nicht genehmigte Überdachung mit den Gehältern von Beamten zu tun?
      Die Zeiten, wo ein Landeshauptmann solche Dinge bei seiner morgendlichen Audienz bereinigt hat, sind vorbei!

  • arnold

    Tatsache ist, wenn Rienzbräu im Unrecht ist gehört die Überdachung weg, sonst kann irgendwann ja jeder machen was er will.

  • andreas

    Eine nicht genehmigte Überdachung, wie es scheint auf öffentlichem Grund, ist heutzutage also kein Problem mehr für die Patrioten, da es Migranten gibt.

    Bin gespannt, wann die erste heimatverbundene Partei eine Anarchie ausruft, da die Aufnahme von Migranten dies, laut ihrer Anhänger, offensichtlich rechtfertigt.

  • kurt

    @andreas
    Andreas sei es wie es will, aber da gebe ich dir Recht!!!.

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