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„Vernachlässigte Familien“

Ulli Mair

Die Freiheitliche Ulli Mair kritisiert: Während für Asylwerber sowohl die SVP in Bozen und der PD in Rom sämtliche Hebel in Bewegung gesetzt hätten, würden die einheimischen Familien stets vertröstet.

Seit Jahren werde in Südtirol über den schrumpfenden Mittelstand, die Probleme der Familien und die soziale Schieflage im Land berichtet. „Auf Taten seitens der verantwortlichen Politik warten die Betroffenen jedoch vergebens“, erklärt die Freiheitliche Ulli Mair.

Den Südtiroler Familien fehle es nach wie vor an jener Anerkennung, die sie sich eigentlich verdient hätten. „Während für Asylwerber sowohl die SVP in Bozen und der PD in Rom sämtliche Hebel in Bewegung gesetzt haben, wurden die einheimischen Familien stets aufs Neue vertröstet. Die freiheitliche Fraktionssprecherin Ulli Mair fordert klare Akzente in Richtung Familienpolitik“, so die F-Mandatarin.

„In erster Linie brauchen Südtirols Familien eine spürbare Steuerentlastung, die in den Aufgabenbereich einer Regierung in Rom fallen würde, aber auch das Land und die Gemeinden hätten genügend Spielräume, wie zum Beispiel bei der Gemeindeimmobiliensteuer, entsprechende Akzente zu setzen. Dazu gesellt sich die notwendige Abschaffung des regionalen IRPEF-Zuschlags“, so Ulli Mair.

„Wir Freiheitliche sprechen uns ganz klar für das Steuersplitting aus, womit die Steuerlast auf alle Familienmitglieder aufgeteilt wird. Das Steuersplitting ist ein wichtiger Beitrag in Richtung Steuergerechtigkeit, mit dem vor allem auch berücksichtigt wird, wie viele Menschen von einem Gehalt leben müssen. Damit wird die Benachteiligung von Großfamilien beendet und wir verhindern eine Situation, wo der Kinderwunsch heute fast schon Luxus ist“, betont Ulli Mair. „Kinderreichtum darf kein Armutsgrund sein. Der Nachwuchs ist der Garant für das Fortbestehen unserer Gesellschaft und Solidargemeinschaft. Hier braucht es ein klares Bekenntnis seitens der Politik, die diesen Familien mit Entlastungen und – wo nötig – mit Förderungen unter die Arme greift um ihnen den entsprechenden Stellenwert zu geben“, so Mair.

„Die Ausgaben im Sinne der einheimischen Familien wären besser investiert als die immensen Aufwendungen für die Unterkünfte und die Betreuung von Illegalen und Wirtschaftsmigranten, die sich in vielen Fällen als integrations- und assimilierungsresistent erweisen“, unterstreicht die freiheitliche Fraktionssprecherin im Südtiroler Landtag.

„Eine gerechte Familienpolitik muss vordergründig eher durch steuerliche Freibeträge erreicht werden, als durch finanzielle Zuwendungen. Hier bedarf es der Nachbesserungen, genauso wie bei den Mindestrenten. Leider konnte sich die SVP-Mehrheit im Landtag bei vielen freiheitlichen Anträgen diesbezüglich nicht durchringen die Zustimmung zu geben“, so Mair abschließend.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (4)

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  • wisoiundnetderfranz

    So ist es.
    Die Familienförderung darf aber nicht mit dem 3. Lebensjahr oder dem 18. Lebensjahr der Kinder aufhören oder wenn Kinder mit einem eigenen Einkommen von mehr als ca. 2.800 €/Jahr (wer kann davon leben?) nicht mehr zu lasten sind…

  • goggile

    annulliert alle fòrderungen. stockt gehàlter massiv auf. wers derschnagglt ok und wers nicht derschnagglt muss Kinder abgeben an das land an die vielen bediensteten

  • latemarbz

    Nicht nur die Familien leiden unter dem Kaufkraftverlust, sondern alle Erwerbstätigen und nicht zuletzt wir Rentner. Es bräuchte einen Inflationsausgleich für alle. Die SVP-Politiker rennen bei jeden Furz, den z.B. die Bauern fahren lassen nach Rom und Brüssel (Thema Wolf), aber nie, wenn es um die einfache Bevölkerung geht. Mann könnte in Rom erreichen, dass die kollektivvertraglichen Löhne und die Renten nach den Lebenshaltungskosten der einzelnen Provinzen errechnet werden und nicht einheitlich für ganz Italien! Dafür könnte man sicher Unterstützung von anderen Regionen erhalten!

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