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Die neue Seilbahn

Der Architekt Marco Sette hat den  Planungswettbewerb für die neue Seilbahn Jenesien  gewonnen. Sein Projekt wurde bei der Landesregierungssitzung vorgestellt.

450 Personen stündlich soll die neue Seilbahn zwischen Bozen und Jenesien befördern, auf unveränderter Trasse, so lautete die Vorgabe der Landesregierung für das Mobilitätsvorhaben. Mobilitätslandesrat Florian Mussner hat bei der Sitzung der Landesregierung das Siegerprojekt des Planungswettbewerbs vorgestellt.

„Vor allem soll die Seilbahn den Bedürfnissen der Pendler, Schüler und aller anderen Fahrgäste mehr als bisher entgegenkommen, gut an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden sein und zu weniger Verkehr sowohl in Bozen als auch auf dem Tschögglberg beitragen“, unterstreicht Mussner. „Nun können die Vorbereitungsarbeiten weiterlaufen, damit das Projekt 2019 ausgeschrieben und – falls alles planmäßig verläuft – noch begonnen werden kann“, sagt Mussner.

Der Entwurf von Architekt Marco Sette für die Seilbahn sieht Bauten vor, die sich gut in das Umfeld integrieren, aber doch einen eigenen Charakter haben und funktional sind. So sind die Baukörper der Talstation klar gegliedert. Das Sockelgeschoss hat ein besonderes Design. In der großzügigen Eingangshalle gibt es ein für alle gut zugängliches Bistro. Nördlich der bestehenden Fahrbahn soll der Parkplatz für die Talstation entstehen. So ist das Gebäude leichter zugänglich und der Vorplatz der Talstation bleibt vom Verkehr abgegrenzt und geschützt.

Für die Bergstation hat Architekt Sette eine großzügige Außenanlage mit Blick zum Dorfzentrum und Terrasse nach Süden vorgesehen, mit gut sichtbarem Zugang zum Fahrgastbereich und zum Fahrradverleih. Der Sockelbereich der Bergstation ähnelt jenem der Talstation wie auch die restliche architektonische Gestaltung und fügt sich in das Gelände ein.

Derzeit befördert die Seilbahn bis zu 80.000 Personen pro Jahr. Die neue Seilbahn wird mit 450 Personen pro Stunde mehr Förderkapazität haben. In 5,40 Minuten Fahrzeit, also schneller als bisher, soll die Zweiseilpendelbahn die maximal 45 Fahrgäste, die in einer Kabine Platz haben, von Bozen nach Jenesien oder von Jenesien nach Bozen bringen. Bei der Bedienung der Mittelstation, die bei der Kreuzung Afing neu dazu kommt, wird die Fahrzeit zwei Minuten länger. Die neue Bahn wird auf der schrägen Länge von 2,5 Kilometern (760 Meter Höhenunterschied) mit nur mehr drei statt bisher sieben Stützen auskommen und einen Takt von 15 Minuten, 10 Minuten oder 7,5 Minuten haben. Der Betrieb erfolgt ohne Kabinenbegleiter und mit fernüberwachter Gegenstation.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (2)

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  • huwe

    währe es nicht möglich diese Tal und Bergstationen noch hässlicher zu gestalten?
    sowas passt in unsere Lanschaft nie und nimmer rein, wie zB. Meran 2000, das sowas nur genehmigt wird?
    da wird von Lanschaft schutz gesprochen, wehe ein Zaun wird nicht so gestaltet wie er mal urspringlich war, und bei diesen hässlichen Baute wird alles genehmigt.

    • vogel

      Nicht ärgern, diesen gigantischen Kotz-Procken, der selbstverständlich so groß und teuer wie möglich gebaut wird, bezahlen ja wir mit unseren Steuergeldern.
      Er gehört dann sozusagen uns. Als bitte, seien Sie stolz darauf, was sich unser Land alles leisten kann!

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