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„Ziemlich beeindruckend“

Walter Amort über seine klare Niederlage gegen Michl Ebner bei der Handelskammer-Wahl – und warum er vom Abstimmungsverhalten einiger Personen überrascht war.

Tageszeitung: Herr Amort, wie schockiert waren Sie, als Sie „Walter Amort, elf Stimmen“ hörten?

Walter Amort: Nun ja, die Stimmen waren für mich ein wichtiges Signal, dass unsere Truppe absolut zu mir steht. Ich hatte den Eindruck, dass ich das Ergebnis recht gelassen hingenommen habe.

Die Enttäuschung ist nicht ganz so groß?

Was soll ich sagen. Die Herausforderung, die ich mir gestellt habe, war groß – und es war absolut richtig, das auch durchzuziehen. Ich hätte mich ja auch zurückziehen können. Es war richtig, den Wunsch zu äußern, einen neuen Weg mit konkreten Ideen einzuschlagen. Aber die Inhalte waren nicht relevant. Es fand eine Polarisierung statt, die zu meinen Ungunsten ausgefallen ist. Warum das so ist, lasse ich Sie interpretieren.

Sie können sich nicht erklären, warum nur die elf hds-Vertreter hinter Ihnen standen und alle anderen Verbände und Organisationen nicht? Sie hatten ja zumindest mit einzelnen Unterstützern aus mehreren Verbänden gerechnet…

Nein, da habe ich keine triftige Erklärung. Es bringt auch nichts, anzufangen zu philosophieren.

Es gab nur einen weißen Stimmzettel. Das heißt, dass sogar der Vertreter der Gewerkschaften oder jener der Verbraucherzentrale für Ebner stimmte – oder vielleicht auch beide. Von wem hätten Sie sich Unterstützung erwartet?

Ich bekam zustimmende Signale aus verschiedensten Bereichen, wonach man von der von den Verbänden vorgegebenen Linie abweicht. Ich hätte mir also erwartet, diese Stimmen zu kriegen. Auch bei den kleinen Verbänden hätte ich mir aufgrund der Gespräche ein paar Stimmen erwartet. Aber das ist nicht eingetreten.

Es hat sich niemand getraut, gegen Ebner zu stimmen?

Das ist schwer zu beurteilen. Es war aber schon ziemlich beeindruckend, dass jene, die sonst immer eine weiße Stimme abgeben – weil sie nicht direkt zur Wirtschaft gehören, oder auch die Genossenschaften –, alle für Ebner stimmten. Das ist schon überraschend. Aber ich akzeptiere das Ergebnis. Das Leben geht weiter. Es war eine interessante Erfahrung und Bereicherung für mich – und ich bin absolut stolz darauf, dass unsere Leute kompakt hinter mir gestanden sind.

Interview: Heinrich Schwarz

DAS VOLLSTÄNDIGE INTERVIEW LESEN SIE IN DER FREITAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG:
– Warum der hds die Ausrichtung der Handelskammer unter Michl Ebner kritisiert, obwohl er Ebner unter der Führung von Amort bei den letzten Wahlen nominiert hatte.
– Ob es Amort bei der nächsten Wahl nochmal wissen will.

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