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Blutiges Rätsel

Auch ein Jahr nach der Bluttat in Berlin fehlt vom Mörder von Stefan Unterweger jede Spur. Einen Raubmord schließen die Ermittler allerdings aus. 

Die Ermittlungen im Mordfall Stefan Unterweger dauern an. Vor einem Jahr, in der Nacht nach dem Eurovision Song Contest, wurde der junge Mann aus Sigmundskron, der bereits seit drei Jahren in der Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland lebte, ermordet. Er wurde am frühen Morgen des 14. Mai – ein Sonntag – tot im Berliner Volkspark aufgefunden. Die Obduktion ergab, dass Unterweger mit mehreren Messerstichen getötet worden ist.

Der 34- Jährige hatte in der Tatnacht gemeinsam mit seinem Lebensgefährten das Finale des Eurovision Song Contestes angesehen, bevor er gegen etwa 2.00 Uhr morgens noch ein paar Schritte an der frischen Luft machen wollte. Durch die bisher geführten Ermittlungen konnte der Tatzeitraum eingegrenzt werden. Stefan Unterweger dürfte zwischen 2.00 und 5.00 Uhr am späteren Fundort, im Volkspark Friedrichshain im Bereich des „kleinen Bunkerberges“, angegriffen und getötet worden sein.

Auch ein Jahr nach der Bluttat in Berlin fehlt vom Täter und auch von der Tatwaffe jede Spur. „Die Ermittlungen dauern an, gestalten sich jedoch schwierig und aufwändig“, heißt es von der Generalstaatsanwaltschaft in Berlin. Man könne derzeit keine Details zum Stand der Ermittlungen preisgeben, suche aber noch intensiv nach dem Täter.

Einen Raubmord schließen die Ermittler in Berlin und auch die Generalstaatsanwaltschaft weiterhin aus. „Die neueren Erkenntnisse lassen nicht darauf schließen, dass es ein Raubmord war“, so die Auskunft der Generalstaatsanwaltschaft. Zudem haben die Ermittler beim Opfer noch dessen Brieftasche und sein Handy gefunden.

Bis vor kurzem waren bei der Staatsanwaltschaft insgesamt 19 Hinweise nach dem Suchaufruf der Ermittler eingegangen. Ob einige dieser Hinweise aus der Bevölkerung wichtig bzw. relevant waren, ist derzeit nicht bekannt.

Eine Teilnahme an öffentlichen Formaten wie der Sendung „Aktenzeichen XY“ – im Rahmen der Sendung werden ungeklärte Kriminalfälle aufgearbeitet, ermittelte Fakten präsentiert und neue Hinweise gesucht – schließen die Ermittler derzeit nicht aus: „Ob und wann eine vertiefte Öffentlichkeitsarbeit erforderlich ist, wird zum gegebenen Zeitpunkt entschieden“, erklärt ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft.

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