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Die Radon-Messungen

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In 220 potenziell gefährdeten Schul-, Kindergarten und Landesgebäuden laufen die Messungen der Radonwerte. Erst im nächsten Jahr werden sie beendet, danach soll es zu Sanierungsarbeiten kommen.

von Heinrich Schwarz

In 197 Südtiroler Schulen, Kindergärten und Landesgebäuden liegt die Konzentration des radioaktiven Gases Radon in Einzelmessungen über dem staatlichen Grenzwert. Das ergaben die umfangreichen Tests zur Strahlungsintensität in den letzten Jahren, die das Landesamt für physikalische Chemie durchführte.

Der Grenzwert für das gefährliche Gas – die Zerfallsprodukte gelten als krebserregend – von 500 Becquerel pro Kubikmeter darf im Jahresdurchschnitt nicht überschritten werden. Weil bisher aber nur Einzelmessungen durchgeführt wurden, entschied sich das Land, noch keine Sanierungsarbeiten umzusetzen, sondern detailliertere Messungen in die Wege zu leiten.

Experten sollen auch entsprechende Maßnahmen ergreifen, um die Radonexposition zu reduzieren. Heißt: Vorschläge für Sanierungen machen und anschließend Kontrollen durchführen.

Den europaweiten Wettbewerb für die neuen Messungen gewann die Firma U-Series aus Bologna. Kurz vor Weihnachten wurde der Vertrag abgeschlossen. Einen Monat später wurde vereinbart, die Anzahl der zu prüfenden Gebäude aufgrund des günstigen Angebotes auf 220 zu erhöhen.

Die Messungen laufen bereits seit dem Winter. Bildungslandesrat Philipp Achammer antwortet auf eine Landtagsanfrage der Süd-Tiroler Freiheit: „Die Firma hat ihre Arbeit im Dezember 2017 aufgenommen und führt jede Woche in mehreren Gebäuden Messungen gleichzeitig durch. Für jedes Gebäude wird ein Bericht über die durchgeführte Messung erstellt. Dieser Bericht enthält verpflichtend auch Vorschläge für die Sanierung der betroffenen Räume bzw. Gebäude. Die von der Firma erstellten Berichte werden nach interner Prüfung dem Arbeitgeber übermittelt und dieser beantragt beim Eigentümer die Sanierung.“

Die Messungen können laut Achammer nur in den Monaten, in denen geheizt wird, durchgeführt werden. „Daher ist eine Unterbrechung über den Sommer vorgesehen und die Messungen können erst im Laufe des Jahres 2019 abgeschlossen werden“, so der Landesrat.

EINEN AUSFÜHRLICHEN BERICHT LESEN SIE IN DER DIENSTAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.

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Kommentare (1)

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  • ahaa

    Von den Lichtquellen, wie sie in den Gebàuben verbaut sind, wird die Sehkraft geschàdigt,gefolgt von Kopfschmerzen!Dazu noch erhòte PPm und Radongas.
    20 Kinder auf 35 Qm ohne Belùftung? Fùr unsere Kinder nur das Beste?

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