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Allein zu Haus

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Immer mehr Südtiroler leben alleine. Mittlerweile sind die Alleinlebenden sogar die vorherrschende Haushaltsform in Südtirol.

von Markus Rufin

Am 15. Mai findet der Tag der Familie statt. Eine besondere Form der Familie – wenn man sie überhaupt so bezeichnen darf – sind die Einpersonenhaushalte. Also eine Familie, die aus einer Person besteht. Das Landesinstitut für Statistik ASTAT hat nun neue Zahlen zu diesen Einpersonenhaushalten und deren Entwicklung in den letzten 40 Jahren veröffentlicht. Auffallend ist, dass es bezüglich der Single-Haushalte in Südtirol ab 1971 starke Veränderungen gegeben hat.

Mittlerweile sind die Alleinlebenden sogar die vorherrschende Haushaltsform: Während 1971 nur 13,6 Prozent alleine lebten, sind es zum Jahresende 2017 36,2 Prozent – ein stetiger Wachstum.

Dagegen sind besonders die großen Haushalte in den letzten Jahren rar geworden. Noch 1971 standen Haushalte mit fünf Mitgliedern oder mehr bei 27,8 Prozent und waren damit die vorherrschende Form in Südtirol. Mittlerweile gibt es nur noch 7,4 Prozent.

Insgesamt gibt es 80.265 alleinlebende Personen. Nur 8,1 Prozent sind jünger als 30 Jahre, 37,2 Prozent sind Senioren. Den größten Teil machen also die Personen zwischen 30 und 64 Jahren aus.

Der Anstieg der Einpersonenhaushalte bei den Männern im Vergleich zu 1971 ist sehr deutlich: Der Anteil hat sich fast versechsfacht (von 2,6 auf 14,6 Prozent). Der Anteil der Frauen ist ums dreifache angestiegen (4,7 auf 15,7 Prozent). Der Anstieg bei den Männern ist durch die Scheidungen zurückzuführen, wodurch meistens die Kinder bei den Müttern leben und die Väter alleine bleiben.

Die Studie von ASTAT zeigt auch auf, dass mehr verheiratete als geschiedene alleinlebende Personen in Südtirol leben. Über 10.000 Verheiratete – inklusive der gesetzlich Getrennten – leben trotz Ehe alleine. Rund 7.500 Alleinlebende sind geschieden.

 

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Kommentare (2)

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  • rota

    Das ist mit ein Grund weshalb der Horizont des gesunden Hausverstandes in unserer Gesellschaft immer mehr durch den eingeschränkteren Wohnschließfachverstand verdrängt wird.

  • ahaa

    Wer Haus oder Hof besitzt, hat auch meistens mehrere Kinder!
    Eine Wohnung ist nur eine Absteige!
    Die Gleichstellung der Frau brachte es dazu ,das jetzt beide arbeiten und es trotzdem nicht reicht.So Wirtschaften kann doch jeder!

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