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„Wir sind zuversichtlich“

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Landesrat Philipp Achammer steht nach wie vor hinter dem Maßnahmenpaket „Sport macht Schule“. Auch in den Schulen findet langsam ein Umdenken statt. 

von Lisi Lang

Der Aufschrei vor einigen Wochen war groß: Für die zusätzlichen Sportstunden, die laut dem neuen Maßnahmenpaket „Sport macht Schule“ in den Grund- und Mittelschulen vorgesehenen sind, müssen andere Fachstunden ein kleinwenig gekürzt werden, da die Gesamtstundenzeit nicht erhöht wurde.

Nicht alle Fachkollegien reagierten aber mit Freude auf diese Neuerung, die in erster Linie im Sinne der Gesundheit der Kinder eingeführt wurde. Im Gegenteil: In vielen Schulen Südtirols wurden Sportlehrer angefeindet und Diskussionen über dieses neue Maßnahmenpaket wurde nicht sachlich sondern sehr emotional geführt. „In den letzten Jahren war der Schulbereich von zahlreichen Neuerungen und Umstellungen betroffen, daher ist es durchaus nachvollziehbar, dass viele Lehrer nicht erfreut darüber sind, dass es schon wieder etwas Neues gibt“, kann Patrizia Gozzi von der Interessensvertretung der Südtiroler Sportlehrer nachvollziehen.

Jetzt scheint sich die Situation etwas beruhigt zu haben und auch wenn noch nicht alle Schulen die neuen Richtlinien vorbildlich umsetzen, einige haben schon große Schritte in die richtige Richtung gesetzt. „Einige Schulen denken noch immer, dass sie die zusätzlichen Sportstunden mit einem Sporttag oder anderen Sportprogrammen kompensieren können, aber darum geht es nicht. Es geht darum, dass sich die Kinder wöchentlich ein bisschen mehr bewegen“, so Patrizia Gozzi.

Bildungslandesrat Philipp Achammer steht nach wie vor hinter diesem Maßnahmenpaket und will die Schulen und Fachkollegien in der Umsetzung dieser neuen Richtlinie auch unterstützten. „Das hat er uns bei einem Treffen zugesichert“, zeigt sich die Interessensgemeinschaft der Südtiroler Sportlehrer zuversichtlich. Man müsse positiv und konstruktiv im Sinne der Kinder zusammenarbeiten, davon soll auch Achammer überzeugt sein.
An ziemlich einigen Schulen in Südtirol hat mittlerweile ein Umdenken stattgefunden. „Die Rückmeldungen der Fachkollegen sind durchaus positiv und stimmen uns zuversichtlich“, so Patrizia Gozzi. Man könne jetzt endlich nach diesem anfänglichen Widerstand eine positive Grundstimmung erkennen, die natürlich auch für die Umsetzung des Maßnahmenpakets extrem wichtig sei.

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