Du befindest dich hier: Home » Politik » Der neue Bürgermeister

Der neue Bürgermeister

Georg Willi (Foto: Facebook/Georg Willi)

Georg Willi ist der neue Bürgermeister von Innsbruck. Der Grüne setzt sich in der Stichwahl gegen Amtsinhaberin Christine Oppitz-Plörer durch.

Innsbruck hat einen neuen Bürgermeister:

Der Grüne Georg Willi setzt sich am Sonnntag in der Stichwahl mit 52,91 Prozent der Stimmen durch. Die amtierende Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer erreicht nur 47,09 Prozent der Stimmen.

Bereits nach den Gemeinderatswahlen am 22. April führte der Grüne mit fast sechs Prozent Vorsprung bei der Direktwahl des BM-Kandidaten vor Christine Oppitz-Plörer.

Nun hat er auch die Stichwahl für sich entschieden.

Am Sonntag waren 104.245 Innsbrucker wahlberechtigt. 43 Prozent der Wahlberichtigten gaben ihre Stimme ab.

In einer ersten Stellungnahme gegenüber tt.com sagt Georg Willi: „Ich habe noch nicht realisiert was da gerade passiert ist. Weil wenn man sich die Ausgangslage vor Augen führt, dann war die wirklich nicht gut. Dass das nun gelungen ist, war nur möglich, da gerade in den letzten 14 Tagen eine Mobilisierung stattgefunden hat, die die Unterstützung für mich wirklich in die Breite getrieben hat. Sonst wäre das nicht möglich gewesen.“

Nachdem Georg Willi die Bürgermeister-Stichwahl in Innsbruck für sich entschieden hat, gratuliert Tirols Landeshauptmann Günther Platter dem neuen Bürgermeister der Landeshauptstadt: „Ich möchte Georg Willi zu seinem heutigen Wahlerfolg beglückwünschen und gehe davon aus, dass er als neuer Bürgermeister von Innsbruck die Stadt mit Bedacht und Augenmaß weiterentwickeln wird. Für das Land Tirol war die Landeshauptstadt Innsbruck bei der Umsetzung vieler zentraler Projekte stets ein verlässlicher Partner. Ich bin zuversichtlich, dass sich daran auch in Zukunft nichts ändern wird und erwarte mir als Landeshauptmann eine konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle des Landes Tirol und der Stadt Innsbruck.“

Tobe Planer gratuliert Georg Willi

Auch die Südtiroler Grünen gratulieren:

Nach einem schweren Halbjahr für die Grüne Partei in Österreich war das Ergebnis in Innsbruck bei der Gemeinderatswahl vor zwei Wochen umso erfreulicher. Ein überwältigendes Ergebnis von 24,16% für die Grüne Liste (10 Mandate – ein Viertel aller Sitze)  – damit sind die Grünen stärkste Kraft im neu gewählten Gemeinderat.

Auch die 30,88% für Georg Willi bei der Bürgermeisterdirektwahl, der somit als Meistgewählter in die heutige Stichwahl eingezogen ist, machen mehr als deutlich, dass Themen wie leistbares Wohnen, sanfte Mobilität, sozialer Zusammenhalt und der Einsatz für eine weltoffene, moderne und lebenswerte Stadt bei den Wählerinnen und Wählern großen Zuspruch erhalten haben.

Der Sieg Willis ist auch eine klare Absage an die freiheitliche Scharfmacherei und weckt Hoffnung darauf, dass sich die Hauptstädte des Alpenraums klar an Europa orientieren wollen. 

Die Grünen stellen somit das erste Mal in der Geschichte Österreichs in einer Bundeshauptstadt den Bürgermeister – ein großartiger Erfolg!

Wir gratulieren und freuen uns mit unserem Kollegen und Freund Georg Willi!“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
Clip to Evernote

Kommentare (10)

Lesen Sie die Nutzerbedingungen

  • george

    Auch ein Grün-Bürgerlicher kann das Vertrauen der Bürger einer Landeshauptstadt gewinnen, entgegen so manch Schwarzmalerei gegen die Grünen hier in so manchen Kommentaren. Sicher werden sie jetzt wieder schreien, dass „eine Schwalbe noch keinen Sommer macht.“ Aber Georg Willi hält sich schon lang in der Politik und war durchwegs erfolgreich. Wünsche ihm und seinen Mitarbeitern eine glückliche Hand für die Bürger-innen Innsbrucks.

    • issy

      @george
      Was man so liest ist Georg Willi aber auch kein „Anti“ was ihn doch stark von der Mehrheit der Grünen unterscheidet.
      Stichwort Sonja Pitscheider, wenn Sie von dem Parteiaustritt dieser Grünin kurz vor den Wahlen gehört haben, da ihr Willi zu „rechts“ war…

      Sogar ich würde einen Grünen wählen, der nicht abgehoben ist und der Prioritäten setzen kann, anstatt auf Teufel komm raus weitere „progressive“ Utopien durchsetzen zu wollen, die aber immer öfter immer weniger Menschen betreffen, jedoch die Lebensqualität der Mehrheit einschränken.

      Aber bis endlich auch bei uns ein konservativer/bodenständiger Grüner in Südtirol in die Politik eintreten wird, wird wohl noch viel Wasser die Etsch runterfließen…

      • michih

        @issy Was sind denn: „„progressive“ Utopien „??? Und der Willi ist sicher nicht konservativ! Bürgerlich ja, das bin ich auch. Konservativ ist was ganz anderes, nämlich Rückständigkeit!

        • realist

          Bitte verfolgt seinen bisherigen Weg, dann werdet Ihr schnell feststellen, dass seine Politik sich wesentlich von den allermeisten grünen Gruppierungen aber vor allem denen der Südtiroler Grünen unterscheidet.
          Eines hat Er gleich nach den Wahlen klaggestellt: Es war eine PERSÖNLICHKEITSWAHL.
          Wenn sich nichts ändert, dann wird die nächste Wahl bei uns in Südtirol für die Grünen ohne Heiss auch eine Persönlichkeitswahl aber im negativen Sinne.

          • yannis

            Diese Persönlichkeitswahl im negativen Sinne für die Sütiroler Grünen wird sich als PERSÖNLICHKEITSWAHL im positiven Sinne für Köllensperger heraus stellen.

        • yannis

          Konservativ ist nicht rückständig, sondern „beständig“ es sei denn man betrachtet alles Bewährte als falsch und alles bisher nicht bewährte als das Evangelium schlechthin

  • sepp

    und wos wird passiern vor den wahlen viel blabla und es geht gleich weiter oaner alloan verändert a nett die welt

  • yannis

    43% Wahlbeteiligung, genial !

    Damit geben die restlichen 57% dem @sepp wohl recht.

  • george

    @yannis
    Die restlichen 57% geben niemandem Recht. Sie schädigen nur sich selbst, indem sie ihr Recht zur Meinungsäußerng nicht wahrnehmen.

  • george

    Das ist kein Grund wiederum über die Grünen schlecht drüber zu fahren.

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2018 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | DATENSCHUTZ & AGB | Cookie Hinweis

Nach oben scrollen