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Umstrittene Sprachtests

cute little kids playing with toys in nursery group of kindergarten

Das Land führt Sprachtests für das Kindergartenpersonal und die Lehrer ein. Brigitte Foppa protestiert.

Von Matthias Kofler

Der I. Gesetzgebungsausschuss hat die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Artikel 1 bis 20 des Omnibus-Gesetzes von LH Arno Kompatscher mit 4 Jastimmen (der stellvertretenden Vorsitzenden Veronika Stirner und der Abgeordneten Helmuth Renzler, Oswald Schiefer und Otto von Dellemann) und 3 Enthaltungen (Myriam Atz Tammerle, Brigitte Foppa und Tamara Oberhofer) gutgeheißen. Die Artikel betreffen die Bereiche Personal, Bildung, Berufsbildung, Sport, Kultur, örtliche Körperschaften und öffentliche Dienste.

Der Ausschuss hat dabei nur wenige Änderungen am Entwurf vorgenommen, wie die Ausschussmitglieder Oswald Schiefer und Otto von Dellemann berichten. So sollen neben den 40 im Entwurf bereits vorgesehenen Stellen für Menschen mit Beeinträchtigung noch weitere 13 Stellen in verschiedenen Abteilungen der Landesverwaltung geschaffen werden. Mit Blick auf Berufe, für die Stellen in der Privatwirtschaft attraktiver sind, soll die Möglichkeit zum Nebenverdienst von 30 auf 50 Prozent (in Bezug auf das Landesgehalt) erhöht werden.

Eine hitzige Debatte gab es bei jenem Artikel, mit dem das Land zusätzliche Sprachtests für das Lehrpersonal der Schulen staatlicher Art, der Kindergärten und der berufsbildenden Schulen einführen will. Diese Prüfung muss dann abgelegt werden, wenn die Unterrichtssprache der besuchten Oberschule nicht jener Sprache entspricht, auf welche sich die jeweilige Rangordnung für die Aufnahme des Personals bezieht. Der Zweisprachigkeitsnachweise ersetzt diese Sprachprüfung nicht. Mit der Zusatzprüfung für das Schul- und Kindergartenpersonal soll das vom Autonomiestatut vorgesehene Prinzip des Muttersprachenunterrichts gewährleistet werden.

Brigitte Foppa protestierte vehement gegen den Artikel und legte einen Streichungsantrag vor. Laut der Grünen widerspricht eine solche Sprachprüfung dem Anliegen des Landes, den Austausch zwischen den deutschen und italienischen Oberschulen zu fördern. Für ihren Antrag fand Foppa jedoch keine Mehrheit. Einzig die SVP-Abgeordnete Veronika Stirner stimmte mit der Grünen.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (15)

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  • vogel

    Liebe Frau Foppa, was bitte spricht dagegen, wenn das Personal die Muttersprache der Kinder sprechen soll?
    Sie können ihre Töchter gerne in einen arabischen Kindergarten stecken. Sie werden staunen wie viel Multikulti und liberale religiöse Einstellungen man ihnen da beibringt.
    Ich frage mich schon länger ob die Grünen ihre Parteispenden nicht nur von der Rüstungsindustrie annehmen, sondern auch von Islamisten.

  • erbschleicher

    ERA ORA!!!!

    Mich hat es schon öfters gewundert wie bestimmte Leute an bestimmte Posten kommen und fast kein Wort Deutsch sprechen. Das zum Thema Zweisprachigkeit!

    • george

      Sie werden schon wissen, dass bei Posten in öffentlichen Stellen in Südtirol der Nachweis deer entsprechenden Zweisprachigkeitsprüfung vorgesehen ist. Leider gab es diesbezüglich immer wieder Ausnahmen, wie z. B. letzhin im Gesundheitsbereich. Ein zusätzlicher eigener Sprachtest in der jeweiligen Muttersprache kann den Zweisprachigkeitsnachweis ohnehin nicht ersetzen. Wozu also dieser Zusatz? Weit besser wäre es, wenn man die jeweiligen Stelleninhaber öfters im Gebrauch der Sprache während des Dienstes kontrollieren würde und dafür sorgt, dass sie die jeweilige Sprache des Klienten (deutsch u. italienisch, ev. auch englisch u. in den ladinischen Bereichen auch ladinisch beherrschen. Alles andere ist reine Bürokratie, wenn dann im Dienst doch nie der ordnungsmäßige Sprachgebrauch (nicht Dialekt!) eingefordert wird. Auch so manche Südtiroler (italienischer und deutscher Herkunft) beherrschen ihre Schrift- bzw. Hochsprache nicht oder bemühen sich auch nicht darum, sodass sie oft nicht verstanden werden.

  • yannis

    Mithin sollte die letzte Großmutter hinter dem Ofen gemerkt haben das so Konsorten wie die Grünen UNWÄHLBAR sind !

    • leser

      für zwei oder drei solche konsorten , wie du es nennst , reicht es immer und folglich wird unsdie foppa und co nicht erspart bleiben, aber schliesslich und endlich ist die grüne partei der anker unser intellektuellen bürgerschicht, samt vertreter für unsere lebensabschnittspartner für hunde, wie unsere liebe foppa sich zu zitieren pflegt

    • george

      Mithin sollte ‚yannis‘ gemerkt haben, dass dies recht wenig mit Sprachverständnis und Kommunikation zu tun hat, was Stirner u. Foppa ablehnen, bzw. die anderen in diesem Artikel einfordern. Sollte dieser Gesetzesartikel durchgehen, wird sich jeder noch mehr hinter seiner eigenen Sprache verstecken und den anderen noch weniger in der anderen Sprache entgegenkommen oder verstehen.

    • ostern

      @yannis
      …..zuerst „grün“, dann „rot“ und am Ende sind sie „faul“,
      das der Werdegang der „Grünen“

  • tiroler

    Die zwei „Schönheiten“ braucht Südtirol wirklich nicht.
    Anstatt sich der Wahl zu stellen sollten sie bei GNTM mitmachen…

  • robby

    Ist es medizinisch möglich beim Betrachten eines Fotos spontan schwul zu werden?

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