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„Politischer Wille ist klar“

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Was kommt auf die Unterlandler zu, sollte die neue Müllverarbeitungsanlage in Kurtasch in Betrieb gehen? Am Freitag will der Betreiber das Projekt vorstellen und offene Fragen klären. 

von Lisi Lang

In den letzten Monaten wurde über kaum ein Thema so intensiv und fortwährend diskutiert, wie über das Projekt zur thermischen Behandlung von Abfällen der Eco Energy. Selbst die Politik auf Landesebene hatte sich gegen eine derartige Anlage in Kurtatsch ausgesprochen.

Nun wird das Projekt der Eco Energy gerade einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen. Im Rahmen dieser Prüfung hat die Gemeindeverwaltung von Kurtatsch um eine öffentliche Vorstellung des Projekts angesucht, wie es laut Reglement möglich ist. Diese öffentliche Vorstellung findet am heutigen Freitag auf dem Firmengelände der Eco Energy ab 17.00 Uhr statt. „Wir haben beantragt, dass diese Vorstellung gemacht wird und es ist eine Auflage der UVP, dass der Betreiber diese Vorstellung macht“, erklärt Martin Fischer, Bürgermeister von Kurtatsch.

Der Bürgermeister geht davon aus, dass viele Bürger am Freitag dieser Einladung folgen werden, um sich über das Projekt zu informieren. „Es wird sicher eine sehr technische Geschichte, aber es ist wichtig, dass man Informationen bekommt, um auch sachlich gegen das Projekt argumentieren zu können“, erläutert der Bürgermeister von Kurtatsch.

Auch der Unterlandler SVP-Landtagsabgeordnete Oswald Schiefer wird am Freitag an der Informationsveranstaltung teilnehmen, findet allerdings, dass die Veranstaltung besser in einem Vereinshaus hätte organisiert werden sollen – vor allem weil dort mehr Leute Platz finden.

Oswald Schiefer unterstreicht allerdings, dass er die Chancen für die Umsetzung des Projekts als äußert gering einstuft: „Der politische Wille ist klar – das alles ist jetzt Augenauswischerei“, betont Schiefer. Die UVP stehe zwar noch aus, aber Schiefer hofft, dass das Projekt auch in technischer Sicht abgelehnt wird. „Das Gesetz wurde geändert und ich glaube nicht, dass dieses Projekt Chancen hat“, so der SVP-Abgeordnete.

Die Bürgerliste Kurtatsch überlegt derzeit ob man am Freitag an der Informationsveranstaltung teilnehmen wird oder besser gesagt, ob man eine Kundgebung oder eine Protestaktion gegen das Vorhaben der Eco Energy organisieren wird. „Wir haben noch nicht beschlossen, in welcher Form wir am Freitag unsere Ablehnung gegenüber diesem Projekt ausdrücken werden. Sicher ist, dass wir diese Möglichkeit nutzen werden, um dem Betreiber zu zeigen, dass wir diese Abfallverarbeitungsanlage in Kurtatsch nicht wollen“, erklärt Heidi Peer, Gemeinderätin der Bürgerliste Kurtatsch.

Oswald Schiefer betont, dass man weiterhin Druck machen müsse, um das Projekt auf jeden Fall zu verhindern. „Eine starke Präsenz der Gegner am Freitag würde dem Betreiber sicher zu verstehen geben, dass man dieses Projekt im Unterland nicht will – aber eigentlich müsste er das schon wissen“, unterstreicht Oswald Schiefer.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (8)

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  • ahaa

    Von der schlechten Luft sprechen und alles dafùr machen das es wirklich ein Problem wird!

  • besserwisser

    als ob da irgendjemand den herrn schiefer fragen würde …

  • morgenstern

    Eine der effektivsten Möglichkeiten, die den Unterlandlern noch bleibt um das Projekt zu verhindern ist, im Herbst das Kreuz an der richtigen Stelle zu machen.

    • besserwisser

      @morgenstern: leider hat das überetsch und das unterland KEINE politische vertretung.
      das flughäfchen wird eine einmalige geschichte bleiben, da hat das ganze land mitgeholfen um den schwachsinn zu verhindern (nach den wahlen wird eh wieder weitergebaut …).
      ansonsten ist der bezirk so bedeutungslos dass mitten ins tal eine kläranlage (tramin) und eine recyclinganlage (neumarkt) gebaut werden durfte (an stellen wo ein landwirten nicht mal ein pumpenhäuschen aufstellen dürfte).
      die anlage in kurtatsch ist nur eine fortführung der ewigen geschichte von der mülldeponie in pfatten usw … der herr schiefer und die frau foppa werden das auch nicht ändern können, da hätten sie schon ein bisschen früher damit anfangen müssen …

  • sepp

    Besserwisser @ob der schiefer oder die frau foppa Sem isch gscheider niemand do schiefer wor jo ban flughafen auch dafür und oans liebe unterlandler wen ihr fescht SVP wählt wer noch die wahlen sowieso gebaut

  • thefirestarter

    Eine Möglichkeit dieses Projekt zu stoppen ist m.M. der konsequente Boykott der Gruppe PA.
    PA Holding GmbH
    Eco Energy
    Eos Ambiente
    ST Post
    PaService
    sowie der Santini Gruppe insgesamt.

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