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„Temporausch bremsen“

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Die Grünen fordern mehr Kontrollen von Motorrädern. Bisher sei man über eine „Politik der Nadelstiche“ nicht hinausgekommen.

Die Motorrad-Saison hat auch in Südtirol begonnen. „Die Polizei hat eine Kampagne zur Geschwindigkeitskontrolle gestartet, um den Temporausch mancher Biker einzubremsen, deren Unversehrtheit zu sichern und die Risiken im Straßenverkehr zu mindern. Die tödlichen Unfälle der letzten Tage bieten hier zweifellos mehr als genug Anlass zur Achtsamkeit“, schreiben die Grünen in einer Aussendung.

Neben Gründen der Verkehrssicherheit sei die Motorrad-Welle auch aus dem Grund einzubremsen, um vor allem auch Anwohner und Lebensräume an den Passstraßen zu schützen. „Denn für die Menschen, die entlang der Passstraßen und der Talschaften leben und sich erholen, gibt es kein Entkommen – auch nicht für die Tierwelt, sodass sich sogar die Wölfe davonschleichen dürften“, meinen die Grünen Brigitte Foppa, Riccardo Dello Sbarba und Hans Heiss.

Sie sagen: „Die in jeder Saison absehbare Lärmentwicklung bedarf daher in jedem Fall einer ebenso zielgerichteten Bekämpfung, wie dies bei der Sicherheit der Fall ist. Obwohl wir mit zahlreichen Betroffenen seit Jahren dazu mahnen, sind Land und polizeiliche Verkehrskontrollen über eine Politik der Nadelstiche nicht hinausgekommen.“

Über dem „Genussland Südtirol“ liege im Sommer eine unerträgliche Lärmwolke, die nicht mehr hingenommen werden dürfe.

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Kommentare (19)

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  • morgenstern

    Jo sein denn bold schun wiedr Wohln?

  • kleinlaut

    Die ganze Motorradhype ist wirklich nicht mehr auszuhalten! Obwohl ich auch Motorradfahrer bin, geht mir das ganze Getue, vor allem der „Harlysti“ richtig auf den Sack. Ich will meine Ruhe auf der Straße und nicht dauernd „supercool“ gegrüßt werden! Am 1. Mai ( ich lasse an diesem Tag mein Motorrad ganz bewusst zuhause ) im Raum Bruneck und unteres Pustertal war es kaum noch auszuhalten! Vollgas bzw. Zwischengasorgien und weit und breit keine Bullen zu sehen. Die erlaubten Dezibel wurden maßlos überschritten und keine Sau hat sich darum gekümmert. Jedenfalls tragen solche „Events“ ganz bestimmt nicht dazu bei, dass man den Motorradfahrern Sympathie entgegen bringen könnte.

    • kleinlaut

      …um zu vermeiden, dass bei mir ein Neidfaktor zu Harley Fahrern vermutet würde: ich fahre auch eine.

    • andreas

      Du willst auf der Straße deine Ruhe und deshalb nicht gegrüßt werden, aha.
      Das Chaos im Pustertal ist 1x im Jahr, wegen der Motorradweihe. Was genau hindert dich an diesem Tag denn daran, irgendwo anders hinzufahren, wo dich kein Harleyfahrer grüßt?
      Bis nach Malcesine haben am 1.Mai keine 5 Fahrer gegrüßt, ich dachte mir schon, wie unfreundlich diese Motorradfahrer geworden sind…. 🙂 🙂 🙂

    • kurt

      @kleinlaut
      Ich will jetzt ganz bestimmt nicht die Bullen verteidigen ,aber das keine da wahren stimmt nicht ,denn ich habe drei Streifen gesehen zum ersten,zum zweiten was sollen sie tun sie haben ja doch keine Handhabe ,die zu vielen Dezibel gilt es erstmal zu beweisen und leider laut Polizei ist das technisch nicht anstandslos möglich,ich wohne nicht weit von der Straße und könnte dir zum Thema einiges erzählen auch und speziell von Geschwindigkeit Überschreitungen .

      • leser

        ja und wo liegt das problem?
        die grünen haben sicher nicht das bedürfnis das leben der motorradfahrer zu retten
        und dass man dadurch das wikd stört ist wahrscheinlich auch bei den haaren hergezogen, liebe foppa und co , ist euch nicht einmal in den sinn zu kommen, wie sich die bewohner entlang der zuggeleise fühlen, wenn alle 10 minuten ein zug vorbeidonnert

      • andreas

        @kurt
        Das wäre mir neu, dass sie bei zu lauten Motorrädern keine Handhabe haben. Auf dem Pordoipass haben sie mal reihenweise Motorräder sequestriert. Die Kontrolle war aber darauf ausgelegt, genau die zu finden.

  • rambo

    Gie Grünen haben nur Angst um die Wölfe.

  • robby

    Besser die Grünen bremsen.

  • sepp

    in herbst konn man bei den wahlen die grünen ein bremsen gscheider amol für dir leute im eisacktal was tun die tag für tag den lärm haben

  • yannis

    Vor einiger Zeit, es war November, hat ein Prof. der Kölner Uni-Klinik einen seiner Transplantions-Patienten bis ein Spenderorgan zur Verfügung stünde auf das folgende Frühjahr, dem Beginn der Motorrad-Saison vertröstet.
    Blöd dabei war nur dass der damalige Kölner Regierungspräsident ab Frühjahr auf gewissen Strecken in der „Eifel“ ein Fahrverbot für Motorräder verhängte.

  • zusagen

    Wären auch die Autofahrer saisonal unterwegs, viele vielleicht einigen mehr auf, dass längst nicht nur den Motorradfahrern eine Sicherung fehlt

  • ahaa

    Ich bin kein Motoradfahrer,wohne in unmittelbahrer Nàhe zum Marktplatz und kann es mitverfolgen.Es war manchmal laut,wie fast alle Tage in der Saison. Da geht mir der Lunapark schon deutlich mehr!Den Wortlaut und Làrm hòrt man bis auf die Geige!Da hat man auch auf dem Berg keine Ruhe!

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