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Touriseum: quo vadis?

Die Gärten von Trauttmansdorff

Seit der Eröffnung des Touriseums hat sich das Verhalten der Reisenden, die Branche selbst und auch das Empfinden der Bereisten grundlegend verändert. Kürzlich lud das Landesmuseum für Tourismus zum Diskussionsabend „Tourismus und Touriseum: quo vadis?“.

2003 wurde in Meran das Touriseum, das Südtiroler Landesmuseum für Tourismus auf Schloss Trauttmansdorff eröffnet. Es ist das erste und einzige Museum in Europa, das sich umfassend und ausschließlich dem Tourismus widmet. Es zeigt abwechselnd aus der Sicht der Reisenden und der Bereisten, wie der Tourismus nach Tirol gekommen ist und wie er das Land und seine Bewohner/-innen verändert hat. Jahr für Jahr strömen etwa 200.000 Besucher/-innen in das Schloss mit seinem Museum. Inmitten der Gärten von Schloss Trauttmansdorff gelegen – die Besichtigung ist in der Eintrittskarte der Gärten inbegriffen, lädt das Touriseum auf eine spannende Zeitreise ein und zeigt dass der Tourismus ein sensibles Zusammenspiel unzähliger Faktoren ist – früher wie heute.

Kürzlich lud das Touriseum zur Tagung „Tourismus und Touriseum: quo vadis?“, bei der erörtet wurde, wie die neuen Fragestellungen im Tourismus, die sich aus dem stetigen Wandel ergeben, bearbeitet werden sollten. Patrick Gasser (Koordinator des Touriseum) und Evelyn Reso (wissenschaftliche Mitarbeiterin) schilderten in ihren einleitenden Überlegungen die aktuellen Kernthemen und Museumsaufgaben: von aktuellen Forschungsprojekten bis zu künftigen innovativen Ausstellungsprojekten.

Tagung und Diskussionsabend: Evelyn Reso, Harald Pechlaner, Karin Dalla Torre, Bernhard Tschofen, Patrick Gasser, Andrea Leonardi, Heinrich Dorfer

Hauptreferent des Abends war der Europäische Ethnologe und Professor am Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft der Universität Zürich Bernhard Tschofen. Er ging der spannenden Frage nach: Wie kommt der Tourismus ins Museum – und vor allem: wie kommt er wieder heraus? Bei der anschließenden Podiumsdiskussion – moderiert von Harald Pechlaner, dem Präsidenten des wissenschaftlichen Beirats des Touriseums, diskutierten Karin Dalla Torre, Direktorin der Südtiroler Landesmuseen, Heinrich Dorfer (Hotelier und HGV Gebietsobmann), Andrea Leonardi (Universität Trient) und Bernhard Tschofen gemeinsam mit dem Publikum wie sich das Touriseum weiterentwickeln kann, um auch in Zukunft ein Ort des Nachdenkens und der Diskussion über ein für Südtirol so prägendes Thema zu bleiben.

Die Besucher/-innen des Touriseums erwartet im Jubiläumsjahr einige Highlights. Das Herzstück bildet der lebendig inszenierte Parcours mit seinen 20 Räumen, der zu einer vergnüglichen Reise durch 250 Jahre Tourismus in Tirol einlädt. Charmant verbindet sich hier Leichtigkeit mit Tiefe, Unterhaltung mit Historie. Bei Familien hat sich in den letzten Jahren vor allem das „Südtirol-Spiel“ zum Publikumsmagnet gemausert. 2018 gibt es zahlreiche neu geschnitzte Szenen und lustige Details zu entdecken. Nicht nur die Technik im Hintergrund wurde nach 15 Jahren auf den neuesten Stand gebracht: Aufgepeppt mit Selfie Stick, Infinity Pool und Alpinchalets vermittelt der mit 20 Quadratmetern größte Holz-Tourismusflipper Europas nun auch die letzten Entwicklungen im Südtiroler Tourismus auf ironische Art und Weise.

Bis zum 4. November 2018 kann zudem die kurvenreiche Ausstellung „Auf die Pässe, fertig, los!“ im Touriseum besichtigt werden. Sie widmet sich den Alpenpässen, ihrer Faszination und touristischen Bedeutung. Am 10. und 11. November 2018 organisiert das Touriseum die 2. Ausgabe des „Vintage Market Meran“.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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