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Cyberkriminalität steigt

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Im Jahr 2016 hat die Polizei in Südtirol 17.278 Straftaten bei der Gerichtsbehörde angezeigt. Die Anzahl der Wohnungseinbrüche ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Die von den Polizeikräften angezeigten Straftaten in Südtirol steigen nicht an. Das zeigen zumindest die neusten Daten des Landesstatistikamtes ASTAT zum Thema. Mit 17.278 angezeigten Straftaten ist diese Zahl nahezu gleich hoch wie im Vorjahr. Während die Zahl der angezeigten Straftaten in der Nachbarprovinz Trient um fast fünf Prozent zurückgegangen ist – und damit auch unter jener in Südtirol liegt – bleibt die Zahl für Südtirol konstant, aber unter dem nationalen Durchschnitt. In den letzten zehn Jahren zeichnet sich allerdings ein Anstieg der angezeigten Straftaten in Südtirol ab, mit einer Gesamtzunahme von 25,3 Prozent zwischen 2008 und 2016.

Die häufigste Gruppe von Straftaten sind die Diebstähle, die knapp 50 Prozent aller Straftaten in Südtirol ausmachen. Vor allem Taschendiebstähle, Wohnungseinbrüche und Ladendiebstähle zählen zu den häufigsten Anzeigen. Aber auch die Diebstähle sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken, speziell die mit besonderer Geschicklichkeit begangenen Diebstähle und die Diebstähle durch Einbrüche in Wohnungen.

Die Fälle von Raub nehmen insgesamt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit mehr als 30 Prozent beträchtlich zu. Es steigen auch die Fälle von Cyberkriminalität und Computerdelikten.

Ein Drittel der Anzeigen, die im Jahr 2016 von den Polizeikräften erstattet wurden, betreffen eine Straftat, deren Tatverdächtiger innerhalb desselben Jahres ermittelt wurde. Gleichzeitig wurden im Jahr 2016 die Tatverdächtigen von 865 in den Vorjahren angezeigten Straftaten ermittelt.

2016 wurden insgesamt 8.095 Tatverdächtige von den Polizeikräften angezeigt, angehalten oder festgenommen. Insgesamt sind 687 minderjährige Personen gemeldet worden. Diese machen 8,5 Prozent aller Tatverdächtigen aus. Im Jahr 2016 wurden 3.510 Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft (43,4 Prozent aller Tatverdächtigen) gemeldet, das waren weniger als 2015.

Quelle: ASTAT

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