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Tadel aus dem Westen

Zeno Christanell und Arnold Schuler

Der SVP- Bezirk Burggrafenamt verwehrt sich gegen verfrühte Spekulationen um die Postenverteilung in der neuen Landesregierung – und stellt die Weichen für die eigenen Kandidaten.

von Karin Gamper

Im SVP-Bezirk Burggrafenamt werden die Ansprüche verschiedener Seiten auf die Nachfolge von Soziallandesrätin Martha Stocker in der künftigen Landesregierung mit einigem Missmut verfolgt. Nach der Ankündigung der langjährigen Pusterer SVP-Politikerin, im Herbst bei den Landtagswahlen nicht mehr anzutreten, haben mehrere Seiten mehr oder weniger offen Interesse an der vakanten Stelle bekundet. „Das ist eine Respektlosigkeit gegenüber den Wählern“, findet Bezirksobmann Zeno Christanell, der vor voreiligen Spekulationen zur Ämterbesetzung warnt. „Solche Ansprüche zu erheben ist verfrüht, denn es entscheidet immer noch der Wähler, wer zum Zug kommt und bis zum Herbst kann noch viel passieren“, sagt Christanell. Der Bezirk Burggrafenamt werde auf jeden Fall am amtierenden Landesrat des Westens, Arnold Schuler festhalten.

Indes steigt auch innerhalb des Bezirks die Spannung. Wer wird bei den Landtagswahlen im Herbst für die SVP-Burggrafenamt ins Rennen gehen? Mit dieser Frage hat sich die Bezirksleitung am Montagabend noch einmal befasst. Im Gespräch sind derzeit sieben Namen von möglichen Kandidaten, wovon einige allerdings noch stark am Überlegen sind. Es sind dies SVP-Bezirksobmann Zeno Christanell, die Meraner Stadträtin Gabi Strohmer, der Präsident des Dachverbandes für Soziales Martin Telser, der frühere Bürgermeister von Tisens Thomas Knoll, die amtierende Bürgermeisterin Beatrix Mairhofer sowie die Tschermser Vize-Bürgermeisterin Christa Ladurner, die laut derzeitigem Stand der Dinge allerdings eher nicht kandidieren wird. Fixstarter ist dagegen wie berichtet als einziger Agrarlandesrat Arnold Schuler.

Da der Bezirk mit vier fixen Kandidaten ins Rennen gehen wird, müssen die drei restlichen Kandidaten bzw. Kandidatinnen vom Bezirk noch nominiert werden. Hier sind nun die Ortsausschüsse am Zug, die bis zum 30. April ihre Vorschläge deponieren können. Anschließend wird eine Arbeitsgruppe einen Vierervorschlag präsentieren, der die Geschlechterquote berücksichtigen muss. Mindestens ein Kandidat der Vierergruppe muss dem jeweiligen anderen Geschlecht angehören. Die endgültige Entscheidung fällt am 23. Mai bei einer weiteren Sitzung der Bezirksleitung.

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