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Die neue Grenzpolizei

Foto: 123RF

Bayern installiert ab 1. Juli eine neue Grenzpolizei. In Tirol geht man davon aus, dass dies Auswirkungen auf den Verkehr haben werde – und ein Stau-Chaos vorprogrammiert sei.

Ab 1. Juli wird eine neue Grenzpolizei in Bayern installiert. Der neue bayrische Ministerpräsident Markus Söder will es so – die heuer bevorstehende Landtagswahl fest im Blick.

Die berichtet die „Tiroler Tageszeitung“ am Samstag.

Die Installierung der neuen Grenzpolizei werde auch auf Tirol seine Auswirkungen haben.

Der Ministerrat hat den bayrischen Innenminister Joachim Herrmann beauftragt, bis Mai 2018 ein Detailkonzept zur Errichtung der Grenzpolizei vorzulegen, berichtet die TT

Die Schleierfahndung der Polizei im Hinterland werde dadurch massiv verstärkt.

Der Auftrag an die neue Einheit: illegale Migration, Schlepperbanden und grenzüberschreitende Kriminelle besser bekämpfen.

Die TT rechnet vor:

300 Migranten, die illegal eingereist sind, wurden im Jänner dieses Jahres an den Übergängen zu Tirol und Salzburg aufgegriffen. 200 waren es im Februar. „Ein starker Rückgang zu den Zahlen in den beiden Jahren zuvor“, so die TT.

Trotzdem verschärfe Bayern noch einmal die Gangart. Das bayerische Innenministerium rechtfertigt die Schaffung der neuen Grenzpolizei damit, dass insbesondere die zentrale Mittelmeerroute über Italien und Österreich „eine wesentliche Rolle im aktuellen Migrationsgeschehen“ spiele. Es sei im Interesse aller EU-Mitgliedstaaten, dass Kontrollen zur Verhinderung der illegalen Migration zu einem möglichst frühen Zeitpunkt und möglichst umfassend stattfinden“.

In Tirol befürchtet man ein Stauchaos auf der Autobahn. Und die TT vermutet, dass der neue Ministerpräsident Markus Söder die neue Grenzpolizei installiert, weil am 14. Oktober Landtagswahlen in Bayern sind.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (3)

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  • franz

    Bayern installiert ab 1. Juli eine neue Grenzpolizei.[..]
    Was bleibt den Bayern den Österreichern den Franzosen anderes übrig, wenn Italien ihren Aufgaben und Verpflichtungen nicht nachkommt.
    Wie z. B das Brennergrenz Abkommen zwischen Österreichs Innenminister Wolfgang Sobotka einerseits und LH Kompatscher & Alfano andererseits.
    Wenig hilfsreich wenn sich Italien darüber beschwert und aufregt wenn ander Staaten ihre Grenzen kontrollieren, während Italien die Grenzen für Illegale- Clandestini Jihadisten und Terroristen offen hält.
    Wie absurd das Verhalten der Scheinpopulisten in Italien ist, zeigt der jüngste Zwischenfall in “Bardonecchia“
    Migranti, blitz a Bardonecchia. La Farnesina convoca l’ambasciatore e smentisce Parigi: „Regole violate, rapporti a rischio“
    Agenti francesi nel centro migranti di Bardonecchia (ansa)
    La Francia: „Un accordo del ’90 ci permette di intervenire“. L’Italia dopo l’incontro con il rappresentante di Parigi: „Non è più così e tutti ne sono consapevoli. Il comportamento degli agenti francesi è stato inaccettabile“. Martina: „Non è così che si fa la nuova Europa“. [..]
    Europa kann aber auch nicht funktionieren indem man Tür und Tor offen lässt für Illegale Drogendealer, Mörder , Clandestini Jihadisten und Terroristen.
    Anstatt Österreich und Frankreich zu kritisieren sollte Italien ihnen dankbar sein und sich etwas abschauen.

  • morgenstern

    Ich glaube in der italienischen Politik ist inzwischen die Erkenntnis herangereift, dass die Gefahr groß ist auf den illegalen „Import“ sitzen zu bleiben wenn die Anrainerstaaten ihre Grenzen dicht machen.

  • yannis

    Nun so langsam ist es vorbei, mit dem Durchwinken nach Norden der Klienten die, die Mitteimeer Schlepper (NGO`s) in Italien abladen.
    Was hindert Italien eigentlich daran ihre Häfen für diese NGO-Schlepper Organisationen zu sperren ?

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