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Reise nach Wien

Am Sonntag beginnt für den HCB Südtirol das Halbfinal-Abenteuer gegen die Vienna Capitals. Eine Vorschau. 

Mit einer tollen Viertelfinalserie hat der HCB Südtirol Alperia zum zweiten Mal hintereinander einen Platz unter den ersten vier EBEL-Teams erreicht. Ein hervorragendes Ergebnis, wenn man die mehreren Tiefpunkte der Mannschaft in dieser schwierigen Saison berücksichtigt.

Nachdem Coach Kai Suikkanen die Foxes im Dezember übernommen hat, ging es steil aufwärts, und die Mannschaft konnte sich im allerletzten Moment noch für die Playoffs qualifizieren. Im Viertelfinale haben wie Weißroten den Vizemeister der letzten Saison, dem KAC, einen tollen Zusammenhalt und mannschaftliche Geschlossenheit gezeigt.

Das 4:2 in der Serie gegen die Klagenfurter mit dem krönenden 2:0 Sieg am Dienstag in der Eiswelle vor über 6000 Zuschauern, hat den Bozner die Tür für die Halbfinalspiele gegen die Dominatoren der Regular Season, den Vienna Capitals, geöffnet. Diese haben ihrerseits Innsbruck in sechs Spielen aus dem Rennen geworfen.

Die Bozner und die Wiener duellieren sich nun zum zweiten Mal in Folge um den Einzug ins Finale. In der letzten Saison behielten Rotter & Co. mit vier gewonnen Spielen in der Serie die Oberhand und gewannen im Anschluss den Meistertitel mit beeindruckenden 12 Siegen in 12 Spielen.

Die vorangegangenen Saisonspiele

In der Regular Season waren die Auseinandersetzungen zwischen Bozen und Vienna immer bis zum Schlusspfiff hart umkämpft, unter dem Strich waren aber die Capitals mit 3:1 vorne. Die Wiener siegten zwei Mal in der Eiswelle und einmal in der Albert Schultz Halle. Der einzige weißrote Sieg erfolgte im Jänner mit einem 3:2 in Wien, das entscheidende Tor erzielte damals Viktor Schweitzer.

Die Top Scorer
In den Reihen der Vienna Capitals spielt der Top Scorer der EBEL aus der Regular Season, Rafael Rotter, mit hervorragenden 71 Punkten aus 54 Spielen (30 Tore und 41 Assists). Bei den Foxes führt in dieser speziellen Rangliste Mike Halmo mit 48 Punkten (19 Tore und 20 Assists), dies bedeutet Platz 14 in der EBEL Punkteliste.

In den 6 Spielen der Viertelfinalserie hat sich Rotter mit 7 Punkten (3 Tore und 4 Assists) bestätigt, ihm auf den Fersen ist der EX-Bozner Taylor Vause mit 6 Punkten (3+3). Bester Torschütze bei den Capitals ist Andreas Nödl mit fünf Treffern. Bei Bozen hat sich hingegen einiges verändert: die interne Rangliste führt Austin Smith mit 5 Punkten (2+3) an, ihm folgen mit 4 Punkten (1+3) Angelo Miceli und Mike Angelidis: der Kanadier ist der beste Torschütze mit 3 Treffern und einem Assist. Je zwei Tore stehen auf dem Konto von Monardo und Petan.

Die Torhüter und die Verteidigung
Die Serie zwischen Bozen und dem KAC war von starken Defensivleistungen beider Mannschaften geprägt, welche die Räume hervorragend dicht gemacht und nur wenig zugelassen haben. Hier zeichneten sich besonders die Foxes mit nur 10 Gegentreffern in 6 Spielen aus, die Bozner Verteidigung war auch die beste in der Viertelfinalserie.

Der Fels in der Brandung der Defensive des HCB Südtirol Alperia war ohne Zweifel Pekka Tuokkola mit einer Fangquote von sagenhaften 94,5% (173 gehaltene Schüsse von insgesamt 183 abgegebenen). Die Spiele gegen Vienna sind für den finnischen Torhüter zugleich auch die Herausforderung als Ex, da er zu Beginn der laufenden Saison einige Spiele in der österreichischen Hautstadt bestritten hat, bevor er kurz in Mestis (FIN) unter Vertrag war. Im Tor der Wiener hingegen hat es 15 Mal eingeschlagen und die Fangquote von Philipp Lamoureux beträgt 90,9%.

Die Special Teams
Nachdem das Powerplay des HCB während der Regular Season immer unter den besten der EBEL war, kam in der Qualification Round und vor allem in den Playoffs Sand ins Getriebe des Überzahlspieles der Foxes. Sie erzielten nur ein einziges Tor im Powerplay und zwar in doppelter Überzahl, dies entspricht einer Trefferausbeute von nur 4,8% (ein Tor von 21 Möglichkeiten). Hier ist die Ausbeute der Wiener um einiges besser, denn sie erzielten 6 Tore in 31 Powerplays (19,4%).

Beim Penaltykilling hingegen stehen die Vorzeichen entgegengesetzt. Bozen hat Klagenfurt nur 2 Treffer in Überzahl ermöglicht, das entspricht ganzen 91,7%. Die Capitals kommen in dieser Wertung auf 77,8%, denn Innsbruck gelangen 6 Treffer in 27 Powerplays.

Von extremer Wichtigkeit werden in diesem Halbfinale die Strafminuten sein: die Foxes haben im ersten Turnus 58 Minuten auf der Strafbank verbracht, die Wiener hingegen 127.

„Wir sind glücklich, unter den ersten vier Teams der EBEL zu sein”, dies die Worte von Coach Kai Suikkanen, „an diesem Punkt der Meisterschaft angelangt, zählt nicht mehr, wer der nächste Gegner ist, denn es gibt nur mehr Top Teams. Wir müssen unser Bestes geben und gut trainieren, denn alle zwei Tage findet ein Match statt. In den letzten Monaten haben wir uns sicher kontinuierlich gesteigert, aber es gibt noch Vieles zu tun, denn im Hockey kann man sich immer noch verbessern und man ist nie ganz bereit“.

„Es wird eine schwere Serie werden, denn die Vienna ist sicher der Favorit, da ja der Erste gegen den Achten spielt“, erklärt der weißrote Stürmer Anton Bernard, „aber wir sind bereit und werden wie gegen Klagenfurt alles geben. Wir müssen versuchen, keine Fehler zu begehen und schnell umzuschalten. Durch die Qualification Round sind wir für die Playoffs in Form gekommen und haben den richtigen Rhythmus gefunden, weil wir bereits gewohnt waren, auf dem Spielfeld und auch außerhalb zu kämpfen“.

Die „best of seven” Serie beginnt am Sonntag, 25. März 2018 in der Erste Bank Arena um 17,30 mit Spiel 1 (Direktübertragung auf Video33).

Spiel 2 findet am Dienstag, 27.März in der Eiswelle statt (19,15 Uhr), Spiel 3 am Donnerstag, 29. März wieder in Wien (20,20 Uhr, live auf Video33) und Spiel 4 am 31. März in der Eiswelle (Spielbeginn steht noch nicht fest).

Preise und Vorverkauf:

https://www.hcb.net/de/preise-und-info-playoffs-halbfinalspiele-hcb-suedtirol-alperia-vs-vienna-capitals/

 

 

 

Halbfinale Playoffs 2017/18
Vienna Capitals vs HCB Südtirol Alperia
Spiel 1, Erste Bank Arena Wien, Sonntag, 25. März um 17,30 Uhr (live on Video33)
Spiel 2, Eiswelle Bozen, Dienstag, 27. März um 19,15 Uhr
Spiel 3, Erste Bank Arena Wien, Donnerstag, 29. März um 20,20 Uhr (live on Video33)
Spiel 4, Eiswelle Bozen, Samstag, 31. März, Spielbeginn noch festzulegen

wenn notwendig
Spiel 5, Erste Bank Arena Wien, Montag 2. April
Spiel 6, Eiswelle Bozen, Mittwoch 4. April
Spiel 7, Erste Bank Arena Wien, Freitag 6. April

 

Das andere Halbfinale
EC Red Bull Salzburg – Black Wings Linz

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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