Du befindest dich hier: Home » Gesellschaft » Äpfel gegen Allergie

Äpfel gegen Allergie

Foto: 123RF.com

Das Projekt AppleCare geht in die nächste Phase. Ziel ist es herauszufinden, ob Äpfel gegen eine Birkenpollenallergie helfen bzw. diese vielleicht sogar verhindern können.

von Lisi Lang

Jeder Vierte Südtiroler leidet an den Symptomen einer Birkenpollenallergie – und die Zahl der Allergiker nimmt weiter zu. Neben der Gräser-Allergie ist die Birkenpollenallergie die häufigste Ursache von Heuschnupfen in Südtirol. Und genau aus diesem Grund sagt das Projekt AppleCare dieser aggressiven Pollenallergie den Kampf an.

Vor rund fünf Jahren entstand die Idee für dieses Projekt. „In der Allergie-Ambulanz haben sich Gräser-Allergiker über die neuen Tabletten zur Bekämpfung der Gras-Allergie unterhalten und darüber gemeckert, wie sehr diese im Mund brennen. Die Birkenpollenallergiker haben ihnen entgegnet, dass es ihnen beim Verzehr von Äpfeln ähnlich geht“, erinnert sich Klaus Eisendle, der diesem Ansatz auf den Grund gehen wollte. Eine erste Analyse zeigte, dass das Birkenpollenprotein und das Protein des Apfels ähnlich sind. „Im Apfel gibt es Moleküle, die mit jenen Eiweißen der Birke verwandt sind, die allergische Symptome auslösen“, erläutert Klaus Eisendle, Primar der Abteilung Dermatologie und Verantwortlicher des Allergieambulatoriums am Krankenhaus Bozen. „Diese Ähnlichkeit der beiden Eiweiße kann bei Birkenpollenallergikern Kreuzreaktionen verursachen, wenn sie Äpfel essen. Diese Kreuzreaktion bietet aber auf der anderen Seite auch die Möglichkeit, Äpfel als therapeutisches Mittel für eine Birkenpollen-Hyposensibilisierung einzusetzen“, erklärt Klaus Eisendle.

Im Projekt werden nun jene Apfelsorten und Apfelmengen ermittelt, die sich bei einer kontrollierten Aufnahme zur Behandlung der Pollenallergie eignen. „Es geht um die Entwicklung eines alternativen Therapieansatzes, mit welchem Pollenallergiker durch den Genuss frischer Äpfel behandelt werden können, ohne auf synthetische Präparate oder langwierige Behandlungen angewiesen zu sein“, erklärt Projektleiter Thomas Letschka vom Versuchszentrum Laimburg.

LESEN SIE MEHR DAZU IN DER HEUTIGEN PRINT-AUSGABE.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
Clip to Evernote

Kommentare (1)

Lesen Sie die Nutzerbedingungen

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2018 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | DATENSCHUTZ & AGB | Cookie Hinweis

Nach oben scrollen