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Mageres Remis

Eine starke zweite Hälfte reichte dem FC Südtirol am Sonntag nicht, um im Heimspiel gegen Renate drei Punkte zu holen.

Eine bärenstarke zweite Halbzeit reicht dem FC Südtirol nicht, sich im heimischen Drususstadion gegen sehr tief stehende und nie wirklich gefährlich werdende Gäste aus Renate durchzusetzen. Frascatore, Candellone, Vinetot und Co. erspielten sich Chancen im Minutentakt, schafften es jedoch nicht, den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen.

Der Plan der Gäste, einen Punkt – ihren ersten des Kalenderjahres 2018 – aus Bozen zu entführen, ging nach zuletzt fünf Niederlagen in Serie damit auf. Auch wenn mehr drin gewesen wäre, ist es für das Team von Mister Zanetti immerhin das dritte positive Resultat in Folge (ein Sieg und zwei Unentschieden).

DAS MATCH:

Guter Beginn der Weiß-Roten, die vom Anstoß weg sofort feldüberlegen agierten und die Zügel der Partie in die Hand nahmen. In der 5. Minute folgerichtig die erste Torraumszene des FCS, Gyasi hinterlief Broh, seine weiche Flanke von der Grundlinie fand in der Mitte den Kopf von Frascatore, dessen Kopfstoß aber zu schwach und zentral ausfiel.

Renate stellte sich in der eigenen Hälfte zu und verteidigte nur, die Initiative ergriff weiterhin das Team von Zanetti, das nach Lücken im Zentrum oder auf den Außen suchte. Eine Standardsituation musste deshalb her, um die nächste Chance der Weiß-Roten einzuleiten: Ein Eckball von Frascatore kam gefährlich vor das Tor der Gäste, Sgarbi stand am zweiten Pfosten und ließ per Kopf Richtung Mitte abtropfen, wo Bomber Costantino in bester Stürmermanier einköpfte. Der Unparteiische hatte zuvor jedoch richtig gesehen, dass sich Sgarbi auf Di Gennaro regelwidrig aufgestützt hat – kein Treffer.

In der 34. Minute wurden zum ersten Mal die Gäste gefährlich: Gomez ließ zwei Gegenspieler stehen, drang in den Südtiroler Strafraum ein und zog ab, sein scharfer Schuss war jedoch zu zentral – Offredi war rechtzeitig unten und hielt klasse.

Nur vier Minuten später hatte Renate die Riesenchance, in Führung zu gehen: Lunetta stand urplötzlich in der Mitte des Strafraums mutterseelenallein und kam an den Ball: Sein Direktschuss aus knapp zehn Metern ging aber rechts am Tor vorbei. Offredi wäre machtlos gewesen – Glück für den FCS.

Dann passierte nicht mehr viel, mit einem 0:0 ging es in die Kabinen.

Beide Mannschaften gingen zunächst unverändert in diese zweite Hälfte – ebenso unverändert blieb der Spielverlauf: Gyasi in der 48. Minute mit der ersten guten Gelegenheit für den FCS, im Strafraum kam der Südtiroler Stürmer an den Ball, wurde aber vom herausstürmenden Di Gregorio rechtzeitig gestoppt, der ihm das Leder vom Fuß raubte.

Der FCS war nun dynamischer und präsenter als noch in der ersten Halbzeit, Berardocco forderte und bekam in Minute 52 den Doppelpass mit Gyasi an der Strafraumgrenze, die Nummer 14 des FCS legte sich das Leder anschließend auf seinen starken linken Fuß und schoss knapp links vorbei.

Mister Zanetti reagierte und stellte die Weichen auf Sieg, er nahm Broh runter und brachte mit Candellone einen dritten Stürmer – der FCS agierte nun im 3-4-1-2-System, mit Gyasi hinter den beiden Spitzen Costantino und Candellone.

Der FCS erhöhte nun die Schlagzahl: Zwischen Minute 73 und 75 erspielten sich die Weiß-Roten gleich drei gute Möglichkeiten: Zuerst köpfte Frascatore wuchtig auf den Kasten der Gäste, Vannucci klärte jedoch auf der Linie. Den fälligen Eckball brachte Frascatore vor das Tor von Renate, am zweiten Pfosten ließ Sgarbi erneut per Kopf abtropfen, in der Mitte wurde dann Candellone stark elfmeterverdächtig von Schlussmann Di Gregorio zu Fall gebracht – der Unparteiische entschied jedoch erneut auf Eckball. Doch auch im Anschluss an diesen Eckstoß wurde der FCS gefährlich, Vinetot setzte zum Seitfallzieher an, Di Gregorio hielt in höchster Not.

Mister Zanetti versuchte, mit allen Mitteln, die ihm zur Verfügung standen, den Sieg zu erzwingen: Er nahm Erlic vom Feld und brachte in Heatley Flores einen vierten Stürmer – der FCS agierte nun im super-offensiven 4-2-4.

Die finale Druckphase der Weiß-Roten war sehr intensiv, Renate konnte sich nicht mehr lösen, doch der Ball wollte einfach nicht ins Tor. Der FC Südtirol musste sich – trotz einer vor allem in der zweiten Halbzeit überzeugenden Leistung – gegen schwache Gäste aus der Lombardei mit einem torlosen Unentschieden zufriedengeben.

FC SÜDTIROL – RENATE 0:0 (0:0)
FC SÜDTIROL (3-5-2)
: Offredi; Erlic (77. Heatley Flores), Sgarbi, Vinetot; Tait, Broh (57. Candellone), Berardocco (89. Bertoni), Fink, Frascatore; Costantino, Gyasi (89. Gatto)
Auf der Ersatzbank: D’Egidio, Cia, Smith, Baldan, Cess, Boccalari, Oneto, Roma
Trainer: Paolo Zanetti
RENATE (4-3-3): Di Gregorio; Anghileri, Malgrati, Di Gennaro, Vannucci; Simonetti, Pavan, De Micheli (73. Fietta); Finocchio (66. Mattioli), Gomez, Lunetta (66. De Luca)
Auf der Ersatzbank: Cincilla, Palma, Ferri, Ungaro, Scaccabarozzi
Trainer: Roberto Cevoli
SCHIEDSRICHTER: Davide Moriconi aus der Sektion Rom 2 (Vittorio Pappalardo aus Parma und Rodolfo Zambelli aus Finale Emilia)
TORE: Fehlanzeige
ANMERKUNGEN: Gelbe Karten: Simonetti (54., REN), Frascatore (66., FCS), Di Gennaro (90., REN)

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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