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„Zurechtgebastelter Wahlsieg“

Ulli Mair

Die Freiheitliche Ulli Mair interpretiert das Wahlergebnis als demokratiepolitische Niederlage für Südtirol.

Die freiheitliche Fraktionssprecherin im Südtiroler Landtag, Ulli Mair, nimmt zum Ausgang der Parlamentswahl Stellung. Dank des maßgeschneiderten Wahlgesetzes sei das Ergebnis in Südtirol in weiten Teilen vorhersehbar gewesen.

„Die SVP hat es geschafft, dank eines für sie maßgeschneiderten Wahlgesetzes, das jenseits jeglicher demokratischen Legitimation im Sinne des Minderheitenschutzes liegt, ihre Kandidaten samt PD-Vormundschaft durchzuboxen. Aus demokratiepolitischer Sicht hat Südtirol verloren, da von Anfang an jeder Wettbewerb der Ideen ausgeschlossen wurde. Der deutschen Opposition im Land wurde es regelrecht unmöglich gemacht, sich mit einer eigenen Liste der Wahl zu stellen“, so Ulli Mair.

„Der Einbruch bei der Wahlbeteiligung und der Verlust von vielen Wählerstimmen der SVP macht deutlich, dass die Bevölkerung ein derartiges Vorgehen nicht gutheißt. Wenn vor den Wahlen das Ergebnis bereits feststeht, dann herrscht kein demokratisches Verständnis mehr und es fehlt jegliche Motivation. Nicht nur den zurechtgebastelten Wahlsieg darf sich heute die SVP auf die Fahne schreiben, sondern auch die Verantwortung für den Schaden an der Demokratie und die missliche Lage für Südtirol. Der PD, großer Wahlverlierer und ewiger Bündnispartner der SVP, hat Südtirol in eine Position der Schwäche gegenüber dem Zentralstaat manövriert. Allerdings hat sich die SVP ohne Not und vor allem ohne Zukunftsperspektive dem PD ausgeliefert und Südtirol eine schwere Hypothek aufgelastet“, unterstreicht Mair.

„Südtirol braucht langfristig eine eigene Perspektive, die über die Autonomie hinaus in den Freistaat mündet. Solange Südtirol ein Spielball römischer Interessen und Parteienbündnisse ist, wird der Verkauf der Heimat durch die SVP weitergehen. Diese Wahlen sollen deshalb als Denkanstoß für eine selbstbestimmte Zukunft dienen“, so die freiheitliche Fraktionssprecherin Ulli Mair abschließend.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (23)

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  • goggile

    Frau Mair und Herr Salvini sind Premiumpolitiker. Kaempfer fuer Gerechtigkeit und Frieden. Nur sehen das wenige Laemmchen, da sie den eigenen Profit voranstellen. Schaemt euch verraeterisches Wahlvolk!

    • martasophia

      Das sind die Politiker die eine Politik der Pöbelveranstaltung betreiben.

    • besserwisser

      @ warum hat sie oder ihresgleichen nicht kandidiert?

    • tff

      Habts ihr gehört Südtiroler. Alles Verräter sagt das kleine goggile. Verräter von was ? Kann er nicht sagen. Von irgendetwas , ist doch egal. Verräter, basta!

    • realist

      Premiumpolitiker gibt es schon lange keine mehr, vielleicht werden sie wieder geboren.
      Mair als Premiumpolitikerin hat den Rentenskandal mit zu verantworten.
      Salvini als Premiumpolitiker muss erst beweisen, wenn er Regierungsverantwortung übernehmen darf, was er daraus macht.
      Ähnliches war schon öfters als sehr aussichtsreich prognostiziert, letzt endlich aber immer gescheitert.
      Mit dem Ausdruck „Premiumpolitiker u. “ verräterisches Wahlvolk“ wäre ich sehr vorsichtig.
      Denn ein Wähler kann nie verräterisch sein, weil er den Wahlausgang nicht sicher wissen kann.
      Er kann höchstens besser od. schlechter wählen u. das ist sein gutes Recht.

    • kurt

      Die lieben Lämmchen sind aber die Lobby-Wähler ,folglich brauchen sie sich ja nicht zu schämen und die findet man nur in den obersten Schichten wo sich die Politiker dieser Partei rekeln und auf den Pöbel herabschauen denn das ist das verräterische Wahlvolk………….

      • realist

        Je höher man die Nase nach oben streckt,
        Desto tiefer ist der Fall
        Ist nur eine Frage der Zeit.
        Im Leben gleicht sich alles aus, manchmal braucht s halt etwas länger (Auch über Generationen)

  • steve

    Die Freiheitlichen hatten einfach nicht die Schneid anzutreten und jetzt Jammern sie auch noch rum!! Mit maßgeschneidertem Wahlgesetz hat das gar nichts zu tun.

    • leser

      die freiheitlichen brauchen weder schneid noch jammern sie
      ulli, pius und co haben ihre glaubwürdigkeit einfach verloren beim rentenskandal und es ist schade, dass sie damit jeden funke an hoffnung einer opposition gegenüber unserer SVP verschenkt haben, es ist scheinheilg von ulli und co jetzt immer wieder in die selbe kerke zu schlagen,
      liebe ulli dass die SVP in rom für sich alleine gewonnen haben ist zu verkraften, aber was im herbst wieder passieren wird, nämlich, dass sie bei den landtagswahlen wieder ungechoren vorebikommt, ja das ist jämmerlich und diese schuld ist vor allem dir und pius zuzuscheiben, weil ihr genau in diesem moment von eurer trägheit und eurer geldgier habt überfallen lassen
      da sind dein schuldzuweisungen nur ein schwacher beitrag
      aber sicher bist du wie deine kollegen und wirsd dir wohl denken deine schafe sind im trockenen, denn auch deine kandidatur im herbst ist sicher und für mindestens zwei oder drei feiheitliche gibts einen platz in der landesregierung, auch dein bauch wird voll
      aber schade ist es trotzdem

  • andreas

    Die Mair hat Jehova, sorry, Freistaat gesagt. 🙂 🙂 🙂

  • tiroler

    die mair soll endlich die go….ch halten. aber egal. sie schadet den freiheitlichen am meisten. wenn sie das nicht verstehen und sie nicht ausschließen aus der partei, sind sie es auch nicht wert , im herbst gewählt zu werden

  • pon

    jetzt zeigt sich die Schizophräne Haltung der Südtiroler:sie sitzen auf einem toten Pferd E.Boschi(PD)
    hat ebensowenig wie eine Unterberger irgend eine „demokratische“ Rückendeckung, die Demokraten sind wie ausgelöscht. Nun stehen sie da, mit ihrer Einwanderungspolitik, welche sie aufgrund der Staatvorgaben ebenso zielstrebig ausgeführt haben. Doch die zweischneidige „Bilingue“politik steckt jetzt allein im Dreck!!!recht geschieht euch!es hat im Land nie eine Demokratie gegeben und die Bevölkerung als Ergebnis dieser Politik , ist komplett unmündig und verdummt. „Dank Svp“
    Und so kippt, neben vielen absurden „Gesetzen“, endlich auch die größte UNGERECHTIGKEIT DER RENTEN,welche ein Kalb wie Renzi verzapfte.

  • tff

    Da schreiben Verwirrte seltsame Beiträge wo sie nicht einmal klar darlegen können was sie meinen. Die „bilingue“ Politik ? Die „Ungerechtigkeit der Renten, die jetzt kippt “ Und beleidigen ihre Mitbürger die unmündig und verdummt wären. Der Herrgott hat eben eine grossen Tiergarten.

  • checker

    Die Bevölkerung in Südtirol heisst die Methoden der SVP nicht gut. Das war vorher schon klar, als ein Raunen durch die Reihen ging nachdem man die Kröte Boschi vorsetzte und den Wähler zwang zu schlucken. Verantwortungslos heisst man sowas. Nur darf es die Südtiroler Volkspartei nicht zu weit treiben, denn es kann schnell passieren, dass plötzlich eine Alternative zur Volkspartei auftaucht und dann haben sie nur mehr die halben Stimmen.

  • sepp

    am meisten enttäuscht bin i va die unterlandler die nach all den verarschungen der SVP flughafen Autobahn und allen dingen noch weiter fleissig SVP wählen

  • watschi

    wenn wir in südtirol nicht imstande waren, hoffungslose politiker nach hause zu schicken, dann haben es wenigestens die wähler in restitalien geschafft. dass unsere deutschen oppositionsparteien nicht angetreten sind, ärgert mich auch. man hätte die svp damit stark in bedrängnis bringen kònnen

    • kurt

      @watschi
      Genau so sehe ich es auch ,das sich jetzt die Ulli wieder meldet finde ich scheinheilig,sie hätte die Schneid haben sollen anzutreten .
      Aber anderseits was sollen die sechs „SVP HANSLAN“ in Rom die hängen sowas von in der Luft genau das richtige Szenario für die Unterberger da hat sie einmal ordentlich Gegenwind und dem Steger wird sein Ego-Trip gleich vergehen.
      Hoffentlich merken sich die Bürger diese Situation für die Wahlen im Oktober

    • noando

      … und es hätte nicht mal große ausgaben für wahlwerbung/wahlkampf gebraucht – mit den eigentoren der svp hätten die oppositionsparteien genug zulauf bekommen

  • ahaa

    Sie haben es versaut,sie versauen es,sie werden es versauen,verstanden?
    Wenn mir die Arbeit nicht gefàllt die einer macht, hol ich mir einen anderen.Und hoffe auf den.
    In der Politik ist das nicht mòglich.Der Vorteil fùr die Pfeifen!

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