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„Wertausgleich muss kommen“

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Die vier Südtiroler Gewerkschaftsbünde haben eine gemeinsame Stellungnahme zum Landesgesetzesvorschlag Raum und Landschaft“ veröffentlicht.

Die vier Südtiroler Gewerkschaftsbünde haben eine gemeinsame Stellungnahme zum Landesgesetzesvorschlag Raum und Landschaft“ veröffentlicht.

Die Aussendung im Wortlaut:

„Der im Gesetz für Raum und Landschaft vorgesehene Wertausgleich ist fundamental für die soziale Gerechtigkeit im Wohnbau. Die Position der Handelskammer dazu ist absolut unverständlich und befremdlich.

Bei Umwidmung in Baugrund steigt der Wert des Grundstückes rasant und um ein vielfaches; und zwar allein aufgrund einer politischen Entscheidung, ohne dass der Eigentümer einen besonderen Wirtschafts- oder Arbeitsaufwand geleistet hätte. Schon allein aus diesem Grund ist es gerechtfertigt, dass ein Teil dieses Wertzuwachses an die öffentliche Hand zufließt.

Wir Gewerkschaften haben immer gefordert und fordern immer noch, dass dieser Ausgleich 50% beträgt. Zum Vergleich: Bei der Münchner „sozialgerechten Bodennutzung“ entfällt 66% des Wertzuwachses an die öffentliche Hand, die staatliche Gesetzgebung sieht 50% vor.

Im Gesetzesvorschlag des Landes sind 30% vorgesehen.

Mit Befremden nehmen wir deshalb die Position der Handelskammer zur Kenntnis, welche vor der Wertzuwachsabgabe warnt, und darin einen Angriff auf das Eigentum, die Verfassung und die Menschenrechte sieht. Zudem wird eine Verteuerung der Immobilienpreise befürchtet.

Doch genau das Gegenteil ist der Fall: Diese Maßnahme ermöglicht es, dass Baugrund zu sozialen Preisen angeboten und leistbares Wohnen ermöglicht wird, da die Gemeinden die Möglichkeit haben, den Wertausgleich gezielt für Wohnbaumaßnahmen einzusetzen.

Somit ist der Wertausgleich für alle Gewerkschaftsbünde unverzichtbar und sie sehen diese Maßnahme auf jeden Fall als sozial gerecht und richtig an.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (2)

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  • owl

    Ich würde den Gewerkschaften in diesem Fall die besten Absichten unterstellen. Leider aber wieder mal komplett an der Realität vorbei.

    Den Wertausgleich – wenn er denn kommt – wird letztendlich nicht der Grundverkäufer bezahlen, sondern der Häuslebauer. Die Grundstückspreise werden annähernd um den Prozentsatz des Wertausgleichs steigen.

    Wer etwas anderes glaubt, soll meinetwegen weiterträumen.

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