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Einbrecher in Haft

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Die Staatspolizei und die Carabinieri haben einen 49-jährigen Italiener verhaftet, der für mehrere Einbrüche in Bozen verantwortlich sein soll. Er wurde in flagranti erwischt.

von Lisi Lang

Die Staatspolizei in Bozen und die Carabinieri haben gemeinsam einen mutmaßlichen Einbrecher dingfest gemacht. Ein 49-jähriger Süditaliener wurde in der Nacht auf Mittwoch von den Beamten verhaftet. Er wurde in flagranti dabei erwischt, wie er gerade in eine Bücherei in der Bozner Florenzstraße eingebrochen war. Bereits kurz zuvor soll derselbe Mann einen Einbruchsversuch in einem Geschäft für Sanitätsartikel in der Bozner Drususallee unternommen haben.

Alarmiert wurden die Beamten von Anwohnern, die ungewöhnliche Geräusche bemerkt hatten. „Der Täter muss die Anrainer geweckt haben, als er sich über die Schaufensterscheibe Zutritt zum Lokal verschafft hat“, so Giuseppe Tricarico, Fahndungsleiter der Bozner Quästur. Binnen weniger Minuten konnten die Beamten der Polizei und der Carabinieri vor der Bücherei eintreffen und den Mann noch im Lokal festnehmen.

Da der 49-Jährige in flagranti erwischt wurde, können ihm die Einsatzkräfte bisher einen Einbruch sowie einen versuchten Einbruch zuordnen. Weitere Überprüfungen sollen zeigen, ob der Mann auch für weitere Einbrüche verantwortlich ist, die in den letzten Tagen und Wochen im Raum Bozen begangen wurden. „Die Vorgehensweisen war ähnlich und aus diesem Grund werden wir jetzt die verschiedenen Fälle vergleichen“, erklärt Giuseppe Tricarico.

Der 49-Jährige, der sich schon seit geraumer Zeit in Südtirol aufhält, allerdings keinen fixen Wohnsitz hat, wurde verhaftet. Der Mann aus Süditalien ist bereits aktenkundig und dürfte sich eigentlich nicht mehr in Bozen aufhalten.

Enrico Pigozzo, Kommandant des Einsatzkommandos der Carabinieri des Landeskommando Bozen, betont, dass Meldungen aus der Bevölkerung für die Einsatzkräfte enorm wichtig sind: „Oft dauern Einbrüche nur wenige Minuten und daher ist es enorm wichtig, wenn die Bevölkerung Meldung erstattet, sollte sie etwas Ungewöhnliches bemerken.“ Die Beamten seien zwar jede Nacht mit mehreren Einsatzgruppen unterwegs, allerdings könne man nicht überall sein und derartige Meldungen würden die Arbeit der Beamten enorm unterstützen. „Der letzte Einbruch in der Florenzstraße hat beispielsweise nur eine Minute gedauert – auch der versuchte Einbruch zuvor hat nur wenige Minuten gedauert, da sich der Täter dann ein einfacheres Ziel gesucht hat“, erklärt Enrico Pigozzo. Meldungen aus der Bevölkerung können in diesem Moment entscheidend sein, betonen auch die Beamten der Polizei, da die Täter entweder unterbrochen werden oder sich die Einsatzkräfte gleich an die Fersen der Täter heften können.

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