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Schaels Rückzieher

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Die vom Sanitätsbetrieb angekündigte und von den Hausärzten heftig kritisierte Rationierung der „roten Rezeptblöcke“ ist vom Tisch.

Am Ende musste Thomas Schael einen Rückzieher machen.

Die vom Sanitätsbetrieb angekündigte und von den Hausärzten heftig kritisierte Rationierung der „roten Rezeptblöcke“ ist vom Tisch.

In einer Aussendung Südtirol erinnert der Sanitätsbetrieb daran, dass Südtirol – was die digitale Verschreibung anlangt – italienweites Schlusslicht ist. In den vergangenen Jahren sei viel Zeit und Geld investiert worden, um die technischen Voraussetzungen zu schaffen. Bis auf wenige seien mittlerweile fast alle Allgemeinmediziner an das System angeschlossen.

Die Kinderärzte verschreiben bereits über 90% der Medikamente digital. Bei den Hausärzten sind es knapp die Hälfte (> 45%) die auf eine derart hohe Verschreibungsquote kommen. Gleichzeitig ist aber noch jeder 4. Hausarzt (25%) nicht „umgestiegen“, was zum Teil auf technische Probleme bzw. andere objektive Gründe zurückzuführen ist.

Weitere 10% verschreiben zwar, allerdings sehr zögerlich, um nicht zu sagen nur in Ausnahmefällen.

Nun sind Sanitätsbetrieb und Gewerkschaften einen Deal eingegangen:

Der Sanitätsbetrieb zieht die Rationierung der Rezeptblöcke vorerst zurück.

Im Gegenzug haben die GewerkschaftsvertreterInnen zugesagt, ihre Mitglieder per Rundschreiben für die Umstellung auf „digital“ sensibilisieren zu wollen.

Ziel sei es, den gesamten Verschreibungszyklus zu digitalisieren, sodass der Bürger, nach der Verschreibung eines Medikamentes durch den Hausarzt, diese direkt in der Apotheke mit seiner Bürgerkarte abholen kann.

Bereits jetzt ist es möglich, dass der verschreibende Hausarzt ein digitales „Verschreibungs-Promemoria“ im Pdf-Format generiert und– unter Einhaltung des Datenschutzgesetzes – dieses dem Bürger/der Bürgerin an das Smartphone zu schickt, so der Sanitätsbetrieb.

Betrieb und Gewerkschaften haben außerdem vereinbart, die VertreterInnen der Hausärzte periodisch über den Stand der Digitalisierung der Medikamenten-Verschreibung zu informieren.

 

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Kommentare (3)

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  • realist

    Geht doch, vorher miteinander zu reden, wäre noch Zielführender.
    Niemand hat Pock, auf diese ewigen Streitigkeiten.
    Ein gesunder Hausverstand ist immer noch das beste Hausmittel, im wahrsten Sinn des Wortes.

  • thefirestarter

    Vorher Reden?
    Die Stocker und Schael haben doch unser Sanitätssystem zerstört mit ihren „Einsparungen“!
    Im Gegenzug kaufen sie jetzt bei Privaten Einrichtungen ärtzliche Leistungen ein, um die Warteschlangen, die mit Ihren Einsparungen erst entstanden sind, abzubauen.
    Ein Schelm wer dabei böses denkt.

  • franz

    Wie ich bereits zum Thema: “ Impfwerbung am Bahnhof “geschrieben habe.
    Jeder Tag ein neuer Skandal. Dr Schael Thomas
    und Frau Stocker haben schon längst die Kontrolle verloren
    http://www.tageszeitung.it/2018/02/16/impf-werbung-am-bahnhof/#comment-364637
    Thomas der schreckliche Menschen vorschreiben will wie lange Mann – Frau zu leben hat ! der meint : “ Knieprothesen gibt es zu einem Preis von 1.000 oder zu 2.000 Euro. Ist der Patient 70 Jahre alt, könne man die billigere nehmen, er habe nur noch eine Lebenserwartung von 15 Jahren – so ließ sich Direktor Schael zitieren.“[..]
    http://www.tageszeitung.it/2015/08/17/thomas-der-schreckliche/

    Laut “Dolomiten “ 23.02.2018 hat Dr. Schael keinen vollwertigen Studientitel.“
    Lau Paul Köllensperger soll es Unregelmäßigkeiten geben:
    Für mich so Köllensperger ,bestehen diesbezüglich erhebliche Zweifel .
    Frau Stocker sollte ihm Auskunft über die offenen Fragen.
    Andreas Pöder fordert hingegen die sofortige Abberufung von Thomas Schael als Generaldirektor

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