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TBC-Fall in Salurn

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In einer Betreuungsstruktur in Salurn wurde vergangene Woche ein Tuberkulose-Fall gemeldet. 

Die Bestätigung kommt vom Primar des Pneumologischen Dienstes in Bozen: „Letzte Woche ist in Salurn ein Tuberkulose-Fall aufgetreten“, sagt Primar Paolo Pretto. In einer Salurner Betreuungsstruktur wurde vergangenen Mittwoch ein TBC-Fall gemeldet. „Die Sanitätseinheit hat die übliche Prophylaxe eingeleitet und alle Beteiligten informiert“, erklärt Bürgermeister Roland Lazzeri, der für heute ein Informationstreffen in der betroffenen Struktur einberufen hat.

Die Tuberkulose ist eine durch Bazillen verursachte Infektionskrankheit. Sie befällt vor allem die Lungen, aber auch andere Organe wie Nieren, Hirnhaut, Lymphknoten und Knochen. „Die Krankheit betrifft heutzutage vor allem die ältere Bevölkerung, kann aber in jedem Lebensalter auftreten, vor allem bei einer auch nur vorübergehenden Schwächung des Immunsystems“, so die Erklärungen in einem Informationsschreiben des Sanitätsbetriebes.

Sollte ein Tuberkulose-Fall auftreten, wird sofort eine Umfeldkontrolle eingeleitet. Personen, die mit dem Erkrankten länger in engerem Kontakt gewesen sind, werden einer Untersuchung unterzogen, um eine erfolgte Ansteckung frühzeitig erfassen und vorbeugende Maßnahmen zur Vermeidung der Erkrankung einleiten zu können. „Kontaktpersonen und deren Angehörige wurden informiert, damit sich diese einer Kontrolle unterziehen“, erklärt der Primar. Das TBC-Screening soll eine weitere Ausbreitung der Krankheit verhindern. „Wir haben schnell reagiert und auch schon das Umfeld des Patienten informiert. Wir haben ein Informationsblatt verfasst, welches auch verteilt wurde“, erklärt Primar Pretto.

Konkret werden nun ein Bluttest und eine pneumologische Untersuchung vorgenommen, die auch eine Röntgenaufnahme der Lunge beinhaltet.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (2)

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  • ahaa

    Der Erreger kam vielleicht mit einem Sandkorn aus der Wùste?

  • franz

    Tuberkulose- ( TBC
    Importierte Erkrankungen stellen in Europa ausgebildete Ärzte vor mögliche Probleme: (12).
    Wichtige Erkrankungen des Nervensystems bei Migranten und Flüchtlingen In der Literatur werden folgende Infektionskrankheiten des Nervensystems als wichtigste und häufigste bei Migranten, Flüchtlingen, Reiserückkehrern beziehungsweise Kurzzeitreisenden und Touristen (13, 14) aufgeführt:
    Bei Flüchtlingen und Migranten G Tuberkulose- ( TBC ) / ZNS-Tuberkulose G Neurozystizerkose G Schistosomiasis, andere Wurminfektionen inklusive
    Larva migrans – eosinophile Meningitis G HIV (human immunodeficiency virus) G Lepra G Rückfallfieber, inklusive ZNS-Affektion G Brucellose inklusive spinale Formen G Malaria – häufig «nur» oligosymptomatische Parasit-
    ämie.
    Bei Tropenrückkehrern und Touristen G zerebrale (Plasmodium falciparum) Malaria G Denguefieber G Salmonellosen G virale ZNS-Infektionen G Rickettsiosen G Tuberkulose G Schistosomiasis.
    Bei Flüchtlingen, die eine lange und entbehrungsreiche Flucht hinter sich haben, auch an Exsikkose, hitzeassoziierte Erkrankungen wie Sonnenstich, Hitzehyperpyrexie, Hitzschlag oder auch an eine Sinus-, eine innere Hirnvenenthrombose denken lassen. Chronischer Kopfschmerz: Ein chronischer Kopfschmerz ist bei Migranten aus einem Endemiegebiet bei Neurozystizerkose, aber auch bei basaler Meningitis (Mycobacterium tuberculosis, Kryptokokken) zu sehen. Chronischer Kopfschmerz kann allerdings auch als Ausdruck eines Spannungskopfschmerzes auf der Basis physischer und/oder psychischer Überlastung gesehen werden. Akute spinale Symptomatik: Eine akute Myelitis kann direkt oder indirekt erregerassoziiert bedingt sein. Enteroviren, seltener auch Arboviren, beides Infektionsrisiken auf der Flucht (auch FSME-Viren, West-Nil-Virus), können eine schwerpunktmässige Poliomyelitis-Symptomatik verursachen. Aber auch das Varizella-ZosterVirus, Herpes-Simplex-Viren Typ 1, das Epstein-Barr-Virus, das Zytomegalievirus oder Masernviren können eine akute Myelitis verursachen. Mykobakterien können eine subakute bis chronische Myelitis bedingen wie auch eine Schistosoma-spp.-Infestation. Nematodenlarven, die typischerweise aus Südostasien importiert werden, können eine eosinophile Myelitis oder Radikulomyelitis verursachen. Chronische spinale Symptomatik: Eine chronische spinale Symptomatik ist nicht selten Ausdruck einer HIV 1/2 oder einer humanen T-lymphotrope-Virus-1/2(HTLV-1/2-) assoziierten [..]
    https://www.rosenfluh.ch/psychiatrie-neurologie-2017-01/fluechtlinge-in-der-neurologie-importierte-erkrankungen-des-nervensystems-erkennen-und-behandeln

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