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„Nervöse Wahllüge“

Freiheitlichen-Obmann Andreas Leiter Reber weist die Kritik von SVP-Obmann Achammer als „Sammelsurium von Verdrehungen“ zurück.

Der Freiheitlichen-Obmann Andreas Leiter Reber weist die Vorhaltungen von SVP-Obmann Philipp Achammer als „Sammelsurium von Verdrehungen, nervösen Wahllügen und Halbwahrheiten“ und erinnere stark an das Verhalten welches die SVP bei der Flughafen-Abstimmung an den Tag gelegt habe.

Der Vorwurf „Armutszeugnis“ treffe auf den SVP-Obmann selbst zu. Achammer wisse genau, dass alle SVP-Kandidaten automatisch gewählt würden. Er wolle seine Täuschungsmanöver aber durch eine hohe Zustimmung belohnen lassen.

Es sei das besondere Bemühen von Sen. Zeller gewesen, der im Bunde mit Renzi in Südtirol eine unüberwindliche Wahlhürde errichtet habe, um der deutschen Opposition, die für eine echte Vollautonomie eintrete, von vorneherein jede faire Chance zu nehmen.
Besonders frivol sei die Behauptung, die Rechtsnationalistin Michela Biancofiore würde gewählt werden, wenn man nicht alle Stimmen auf die SVP konzentriere. Sie hätte bei den Südtirolern ohnehin keine Chance.

Boschi, die ebenfalls automatisch als SVP-Kandidatin mitgewählt würde, übe sich in politischer Anbiederung, um ihre wahre Gesinnung zu verdecken. Diese sei 2014 in ihrer Absage an die Sonderautonomien zum Ausdruck gekommen. Außerdem habe sie federführend mit Renzi die zentralistische Verfassung ausgearbeitet, die die SVP Rom hörig unterstützt habe. In ihrer eigenen Wahl-Informationsschrift spare die SVP den Namen Boschi aus, als sei sie gar keine SVP-Kandidatin. Die SVP habe bewusst auf einen Sitz zugunsten der Renzi-Favoritin verzichtet.

Die Bevölkerung durchschaue jedoch diese Täuschungsversuche und Wahllügen der SVP.

Scharf wendet sich Obmann-Leiter Reber auch gegen die Falschbehauptung des SVP-Arbeitnehmer-Vorsitzenden Helmut Renzler, der den Freiheitlichen einen „Wahlboykott“ vorgeworfen habe.

„Die Freiheitlichen haben ausdrücklich zur Teilnahme an den Wahlen aufgerufen und auf die Mündigkeit der Bürger verwiesen. All jene, welche gar nicht erst zur Wahl hingehen wollen, haben wir jedoch zur Abgabe eines weißen Stimmzettels ausgerufen, da wir das als besseren Ausdruck des demokratischen Dissens ansehen, als gar nicht an den Wahlen teilzunehmen. Es sei verwunderlich, dass der angeblich so kritische Arbeitnehmer-Vertreter Renzler sich für Tatsachenverdrehungen einspannen lasse.

Der Freiheitlichen-Obmann ruft erneut die Bevölkerung auf, das Instrument der Demokratie zu nutzen:

„Die Wählerinnen und Wähler sind mündig genug, um selbst zu entscheiden, wem und welche Politik sie mit ihrer Stimme unterstützen. Dass aber demokratischer Protest mit einem weißen Stimmzettel besser ausgedrückt wird, als zu Hause zu bleiben, bleibt ein demokratisches Gebot der Stunde.“

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