Du befindest dich hier: Home » Politik » „Advocata diaboli“

„Advocata diaboli“

 

Andreas Pöder

Der Abgeordnete Andreas Pöder bezeichnet die SVP-Kandidatin Julia Unterberger als „Advocata diaboli“. Linke Kräfte wollten die Kritik am Bischof verbieten.

Was darf der Bischof? Soll sich der Bischof politisch äußern?

Zu dieser Grundsatzfrage ist ein politischer Streit entbrannt. Insbesondere die Südtiroler Rechtsparteien kritisieren Ivo Muser für dessen politische Stellungnahmen. So hatte der Bischof, beispielsweise, zu Weihnachten den Doppelpass kritisiert.

Die TAGESZEITUNG hat diesem Disput in der Print-Ausgabe eine große Geschichte gewidmet.

Die SVP-Senatskandidatin Julia Unterberger hat den Bischof verteidigt – und die Rechtsparteien kritisiert.

Jetzt reagiert Andreas Pöder von der BürgerUnion.

„Wenn eine Julia Unterberger die katholische Kirche verteidigt, dann haben Kirche und Bischof ein Problem“, so der Landtagsabgeordnete Pöder.

„Unterbergers  Wertehaltung zum Leben, zur Abtreibung, zur Familienpolitik, zur Sonntagsöffnung, zur Religion, zum  Islam steht gegen alles, für was die katholische Kirche je gestanden ist und heute noch steht“, so Pöder.

„Überdies ist es geradezu erstaunlich, wie hauptsächlich linke Kräfte plötzlich den Südtiroler Bischof ob seiner politischen Äußerungen verteidigen und Kirchenkritik regelrecht unterbinden.“

Der Abgeordnete Pöder bezeichnet Julia Unterberger als „advocata diaboli“, die sich plötzlich im Wahlkampf noch schnell den Segen der Kirchenführung holen wolle.

„Erbärmlichere und scheinheiligere Anbiederung als jene Julia Unterbergers an die Kirchenführung eine Woche vor den Parlamentswahlen habe ich kaum einmal gesehen“, so Pöder.

Der Abgeordnete der BürgerUnion verteidigt das Recht auf Kritik an den politischen Aussagen des Bischofs:

„Ich bin kein Schaf und kusche auch vor dem Hirtenstab des Bischofs nicht. Ich respektiere und schätze die Arbeit der vielen Geistlichen und Seelsorger und der vielen Kirchen— Laien und ehrenamtlichen in der Kirche. Aber wenn der Bischof seine Nase in die Politik steckt, muss er auch damit rechnen, eins drauf zu bekommen. Er äußert eine parteiische Meinung und darauf darf man als politisch denkender Mensch antworten.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
Clip to Evernote

Kommentare (6)

Lesen Sie die Nutzerbedingungen

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2018 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | DATENSCHUTZ & AGB | Cookie Hinweis

Nach oben scrollen