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Antholzer Millionen

Für die Biathlon-WM 2020 werden in Antholz mindestens 8,5 Millionen Euro ausgegeben. Am Donnerstag wird der Gemeinderat den Startschuss geben: Was gebaut wird und wer was bezahlt.

von Silke Hinterwaldner

Am Donnerstagabend werden die Gemeinderäte von Rasen Antholz einen Batzen Geld ausgeben. Auf der Tagesordnung der Sitzung stehen die Vorprojekte für den Ausbau der Südtirol Arena in Antholz im Hinblick auf die Weltmeisterschaft 2020 – immerhin werden dafür satte 8,5 Millionen Euro ausgegeben.

„Mir persönlich“, sagt Isidor Hölzl, Gemeinderat der Freiheitlichen, „gefällt etwa das geplante Parkdeck nicht. Aber da wir bereits für das Gesamtprojekt gestimmt haben, werden wir uns jetzt auch nicht querlegen.“ Insofern darf davon ausgegangen werden, dass es morgen einen breiten Konsens im Gemeinderat geben wird.

„Unser Ziel ist es“, sagt Lorenz Leitgeb, Präsident des Biathlonkomitees in Antholz, „noch in diesem Jahr die Strukturen weitgehend fertigzustellen. Schließlich soll der Weltcup im Jänner 2019 die Generalprobe für die WM abgeben.“ Nach der Genehmigung der Vorprojekte im Gemeinderat dürfte es dann Schlag auf Schlag gehen. Aber was genau wird gebaut? Und wer finanziert den Ausbau?

Auf der Liste stehen drei große Baulose. Das erste betrifft das neue Parkdeck, unter welchem sich die Wachskabinen befinden werden. Dazu kommt die Erweiterung des Medienzentrums mit darunter liegender Garage. „Das Medienzentrum“, erklärt Leitgeb, „ist heute bereits beim Weltcup zu klein. Für die WM erwarten wir dann immerhin fast 280 Journalisten.“ Das dritte Baulos schließlich betrifft die Erweiterung der Tribüne und einen neuen Block mit Sitz- oder Stehplätzen, vor allem aber die Verbesserung der sanitären Anlagen und der Verpflegungsstationen.

Dieses letzte Baulos wird finanziert durch das Biathlonkomitee selbst. Kostenpunkt: 2,5 Millionen Euro. Der Rest kommt aus dem Landestopf und vom olympischen Komitee Coni. Die Gemeinde Rasen Antholz selbst fungiert hier zwar als Bauherr, wird aber lediglich einige hunderttausend Euro für die Ausbauarbeiten im Hinblick auf die WM 2020 beisteuern müssen.

Noch nicht fix ist die Errichtung eines Gehsteiges vom Wendehammer bis zum See. Dieses Projekt steht bereits länger auf dem Programm, könnte nun aber tatsächlich realisiert werden. Ebenfalls noch keine klare Zusage gibt es für die wärmeresistenten Schneekanonen. Angedacht wird der Ankauf von zwei Anlagen, die bei bis zu 20 Grad Celsius technischen Schnee erzeugen können. „In diesem Fall“, erklärt Leitgeb, „warten wir noch auf eine Rückmeldung des Coni.“

 

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