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Renzlers Drohung

Helmuth Renzler will gegen das Höfegesetz stimmen, wenn die Ungleichbehandlung zwischen Arbeitnehmern und Bauern nicht beseitigt wird.

(mat) Helmuth Renzler spricht von „zusätzlichen Privilegien für die Landwirtschaft“.

Laut neuem Höfegesetz, das demnächst im Landtag zur Behandlung kommt, werden die mitgebrachten Güter der Ehefrau – also Grund und Immobilien – nicht in den Besitz des Ehemannes als Hofeigentümer miteinberechnet. Auch der Besitz der Schwiegereltern, den die Ehefrau erben sollte, wird bei der Berechnung des Hofwertes ausgeklammert.

Das Problem: Bei der Wohnbauförderung, die vor allem die Arbeitnehmer betrifft, gibt es dieses Privileg nicht.

„Wenn diese Bestimmung nicht wieder gestrichen bzw. nicht auch auf die Arbeitnehmer ausgedehnt wird, dann stimme ich im Landtag gegen das Höfegesetz“, droht Renzler. Denn eine solche Ungleichbehandlung sei „inakzeptabel“.

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Kommentare (14)

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  • pingoballino1955

    Typische S V P Tricks,zum K……………………

  • einereiner

    Entweder man berechnet den Wert des Hofes oder den Besitz der ganzen Familie. Beim Wert des Hofes hat der Besitz der Ehefrau/Schwiegereltern nichts verloren! Beim Familienbesitz ja……ist doch ganz einfach Herr Renzler.

  • meinemeinung

    jetzt geht’s looos ,und immer wieder …. der Renzler ist jetzt voll im Wahlkampf er muß die Arbeitnehmer vertreten …… erst wieder einen Hirnstoß bekommen ,lach ,lach ….

  • ahaa

    Ich verstehe nicht was der Renzler will?Mit irgendwas in der Zeitung stehen?
    Warum fordert er nicht das, das gleiche Steuergesetz angewand wird?Die Bùrger fùr die Bauern und Gastbetriebe nicht mehr zahlen mùssen…….Den Einheimischen einen anstàndigen Lohn zu zahlen,dazu reicht es ja auch nicht!Auf Schulden làsst sichs aber auch vorbildlich leben.Schon Auslànder ùberlegen es sich 3mal hier zu arbeiten.Mittlerweile sind ja viele Bedienungen nicht mehr unserer Sprache màchtig.So teuer sind die.

  • sepp

    der guete mann will halt auch noch mal gewählt werden

  • rota

    Hier werden Auslegungen und Interpretationen des Wohnbaugesetzes, mittlerweile sind es über 150 Din A4 Ordner, immer wieder neu geschrieben. Alte Fundamente aber bleiben: Wer Besitz hat wird reicher und der Rest bekommt Brosamen, und über die Besitztümer der Kirche wird geschwiegen, ihre Wohnungen in den Pfarrhäusern und andere Liegenschaften werden weiterhin mit steuerlichem Sonderstatus bedacht.

  • unglaublich

    Die SVP ist keine Sammelpartei, sie war und ist die Partei der Wirtschaft und Bauern. Die sog. Arbeitnehmervertreter laden schwere Schuld auf sich, wenn sie immer wieder die Augen zu tun und als Feigenblatt einer sog. VOLKSpartei dienen.

  • drago

    Die SVP war einmal eine Sammelpartei. Ab der neunziger Jahre hat sie sich zur Ständepartei entwickelt und heute zählt nur mehr die Zugehörigkeit zu einer Interessenvertretung. Da jeder Arbeitnehmer, der 5 m² Grund bewirtschaftet, sich als Bauer und nicht als Arbeitnehmer versteht, werden die Arbeitnehmer auch nie auf einen grünen Zweig kommen. Wenn dann noch Vertreter wie Renzler dazu kommen, ist jeder Mißerfolg leicht erklärt. Selbst der frühere ASGB-Vorsitzende Georg Pardeller wurde nur Naschkatze am Futtertrog, sobald er erst einmal im Landtag war, und hat dann jegliche Zurückhaltung verloren. Da braucht es einen nicht zu wundern

  • guyfawkes

    Es gibt also eine Bevorzugung der Landwirte gegenüber den Arbeitnehmern??!!??

    Das muss aber ganz etwas Neues sein, weil die Interessen der Arbeitnehmer wurden im Landtag und in der Landesregierung bekanntlich immer hervorragend vertreten. Vor allem die Landwirte und Hoteliere konnten einem ja fast schon Leid tun – deren Interessen wurden ja kaum berücksichtigt.

    *** IRONIE OFF ***

  • hansi

    einereiner du hast recht dass das eine mit dem anderen nichts zu tun hat, aber die Wohnbauförederung ist in diesem Sinne keineswegs gerecht – wäre sowiesoganzes System zu überdenken – anstelle der Beiträge wären Steuerabschreibungen angebracht; dadurch würden Rechnungen verlangt (Schwarzarbeit verliert an Wert, aber logisch nicht mit an Steuersatz der fern von Gut u Böse ist), sogar Landwirte sprich Obstbauern könnten herangezogen werden, aber……………… alles Utopie und jede Kaste schaut das größte Stück vom Kuchen zu erhalten;…………………………. nur sind die Arbeitnehmer obwohl gut Vertreten zumindest zahlenmäßig immer am kürzeren Ast………….. deren Lobby kann dem Bauernbund nicht das Wasser reichen (Hut ab!) – Es soll nicht ewig geschürt und nur Neid sein – bisserl gerechterer Spagat wäre angebracht . Hierzu wäre die Landesregierung gefordert, Taten zu setzen und nicht wiederum nur Wahlkampfpossen schlagen, in dieser Hinsicht ist nicht nur die SVP spitze, sitzen Alle im selbn Boot – viel Geschrei und wenig Wolle

  • kira2000

    Hansi, ja, Sie haben vollkommen recht – das System der Wohnbauförderung muss geändert werden. Es gibt ja die vom Staat vorgesehenen Steuerabsetzungen – wenn aber dann in der EEVE-Erklärung diese abgesetzten Beträge wieder zum Einkommen dazugezählt werden und man deshalb aus der Wohnbauförderung fliegt, nützen die ganzen Steuerabsetzungen wenig – die Arbeitnehmervertreter täten deshalb sehr gut daran, sich um dieses Problem schnellstens zu kümmern und Abhilfe zu schaffen. Die Landwirte und Bauern erreichen ihr Ziel auch ohne Protest des Herrn Renzler!

  • marcel

    Eine weitere Ungleichbehandlung ergibt sich aus den lächerlichen Auszahlungsbeträgen für die weichenden Erben, bei denen der sog. Ertragswert und nicht der Marktwert herangezogen wird. Diese Regelung gilt auch für die Obstbaubetriebe in der Tallage. Und die weichenden Erben sind in der Regel Arbeitnehmer. Diese würden es Herrn Renzler danken, wenn er gegen das Höfegesetz stimmen und sich für eine Aufhebung dieser defacto-Enterbung einsetzen würde. Das wäre ein wertvoller Beitrag für die Südtiroler Arbeitnehmer.

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