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Rettung ohne Grenzen

Notfallversorgung im Grenzgebiet: Die Rettungskräfte in Tirol und Südtirol wollen künftig enger zusammenarbeiten.

Start frei für die grenzüberschreitende Rettung zwischen Tirol und Südtirol: Gesundheitslandesrätin Martha Stocker und ihr Tiroler Amtskollege Bernhard Tilg gaben am Freitag den Startschuss für eine verstärkte Zusammenarbeit der Leitstellen der Rettungsdienste in Südtirol und im Bundesland Tirol in der Notfallversorgung im Grenzgebiet. Auf diese Weise kann Patientinnen und Patienten in Zukunft noch effizienter und schneller geholfen werden. Ohne Rücksicht auf die Landesgrenzen.

„Es ist unser gemeinsames Anliegen, dass die Grenzen nicht spürbar sind. Mit dem heutigen Tag und mit den Beschlüssen der beiden Landesregierungen schaffen wir die Basis dafür, dass wir allen Menschen zur richtigen Zeit am richtigen Ort die richtige medizinische Betreuung gewährleisten können“, sagte Stocker und bedankte sich beim Bundesland Tirol für die gute Zusammenarbeit. Bereits seit vielen Jahren bestehen Abkommen mit österreichischen, und hier vor allem Tiroler Gesundheitseinrichtungen zur Erbringung hochspezialisierter Leistungen in der Krankenhausversorgung für die Südtiroler Patientinnen und Patienten.

Mit diesem Pilotprojekt im Bereich des Rettungswesens werde die länderübergreifende Versorgung der Patienten um ein wichtiges Kapitel erweitert.

„Durch diese verstärkte Zusammenarbeit können wir bestmögliche Versorgung möglich machen, im Grenzgebiet, aber auch darüber hinaus“, zeigte sie sich überzeugt.

„Wenn transportfähige Patienten eine rettungsdienstliche Versorgung etwa im Grenzgebiet am Brenner, am Reschenpass oder in Innichen benötigen, wird ihnen die unbürokratische Rückführung über die Staatsgrenze zum nächstgelegenen Krankenhaus des Heimatlandes möglich gemacht“, sagte auch der Tiroler Landesrat Tilg. Sollte außerdem für einen Rettungseinsatz kein inländisches Personal zur Verfügung stehen, könne zur Unterstützung auch der Rettungsdienst jenseits der Grenze angefordert werden. Die nächstgelegenen Rettungskräfte würden so noch schneller zu den Verunglückten geführt.

„Die Bevölkerung und die Touristen können sich darauf verlassen, dass an der Grenze zwischen Tirol und Südtirol – unabhängig vom Unfallort – die schnellstmögliche Hilfe gewährleistet ist“, erläuterte er die Verbesserungen.

 

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