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Die Meraner Ermittlung

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Der Korruptionsfall im Südtiroler Sanitätsbetrieb soll sich auf Material-Ankäufe für das Krankenhaus von Meran beziehen. Heute wird der Plan zur Korruptionsprävention vorgestellt.

Von Thomas Vikoler

Zufall oder nicht. Am Dienstag wird am Sitz der Generaldirektion des Sanitätsbetriebs in der Bozner Sparkassenstraße der sogenannte Dreijahresplan zur Korruptionsprävention und Transparenz unterzeichnet und der Öffentlichkeit vorgestellt. Als just zu einem Zeitpunkt, an dem bekanntwurde, dass die Staatsanwaltschaft Trient wegen eines vermeintlichen Bestechungsfalles im Sanitätsbetrieb ermittelt.

Die Staatsanwaltschaft Trient ermittelt gegen sieben Personen zu mehreren Tathypothesen. Der schwerste Fall – die Bestechung – soll sich aber in Südtirol zugetragen haben. Bei Nach Informationen der TAGESZEITUNG geht es dabei um größere Material-Ankäufe für das Krankenhaus von Meran.

Die Staatsanwaltschaft Trient hat, weil die Ermittlungen am Laufen sind, höchstes Stillschweigen zu speziell diesem Verdachtsfall angeordnet. Offenbar wurde auch der hiesige Sanitätsbetrieb von den laufenden Ermittlungen überrascht. Bestätigt hat er bisher lediglich, dass in den vergangenen Tagen Unterlagen seitens der Carabinieri-Sondereinheit NOE eingeholt wurden.

Marco Cappello, der Antikorruptions- und Transparenz-Beauftragte des Sanitätsbetriebs, kündigte am Wochenende an, man werde gegebenenfalls hart gegen Verantwortliche vorgehen. Auch vor Entlassungen schrecke man nicht zurück.
Cappello und Generaldirektor Thomas Schael werden nach der Unterzeichnung des Antikorruptionsplanes auch Stellung zur Ermittlung der Staatsanwaltschaft Trient nehmen.

Der Antikorruptionsplan wird dabei nicht im Vordergrund stehen.

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Kommentare (8)

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  • andreas

    Es stellt sich die Frage, warum erst die Staatsanwaltschaft von Trient intervenieren muss und dies nicht von den eigenen Leuten erkannt wurde.
    Es ist ja nicht so, dass die Schlüsselstellen, an welchen es zu Korruption kommen kann, nicht bekannt wären, da diese wohl überall der Einkauf ist.

  • pingoballino1955

    Bin neugierig auf die Stellungnahme der Sanität für diese Nichtkontrolle ,was werden sie sich zusammenzimmern um einigermassen ihr Versäumnis zu kaschieren.!????

    • andreas

      Die wären schön blöd, wenn sie darauf eingehen würden.
      Die lassen sich dafür feiern, wie hart sie durchgreifen.

      Wird aber überall so praktiziert.

      Mutti Merkel deckt doch auch die Automobilhersteller bei ihren illegalen Praktiken und empört sich jetzt, weil sie Affen und Menschen für Versuche verwendet haben.

  • rota

    Wie war das damals vor langer Zeit als noch ehrenwerte Männer das Land regierten und in der Sanität noch alles perfekt lief? Man hatte unzählige Gerätschaften angekauft, Schnäppchen ?, die Lager aufgefüllt. Nach einiger Zeit immer unverwendet waren sie obsolet, Neueinkäufe wurden gemacht und das „neue alte“ Gerümpel, ohne abzustauben oder doch?, in alte ausrangierte Rettungswagen geladen und zusammen an die Missionen verschickt….

    • robby

      Daran erinnere ich mich, rota. Anlässlich eines Umbaues, den meine Baufirma durführte, kam ich in einen Lagerraum mit unzähligen, noch orginalverpackten medizinischen Geräten die unter einer dicken Staubschicht vor sich hin lagerten. Die liegen womöglich immer noch dort herum.

      • pingoballino1955

        Da haben damals sicher auch einige Funktionäre die „Händchen“ aufgehalten,bin ich fast überzeugt,natürlich gilt die Unschuldsvermutung und SVP Vertuschung,wie üblich!!!!!

  • tff

    Südtirol ist nicht Italien

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