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Sicherer Sessel

Die freiheitliche Fraktionssprecherin im Südtiroler Landtag, Ulli Mair, übt massive Kritik am Pakt der SVP mit dem PD.

Dem Unterland würden zwei provinzfremde PD-Kandidaten vorgesetzt, die von der Bevölkerung gefälligst gewählt werden sollen. Dabei ist die Kandidatin Boschi bisher nicht durch ihre angebliche „Autonomiefreundlichkeit“ aufgefallen, sondern sprach sich für die Beschneidung der erkämpften Rechte der Autonomien aus.

„Im Oktober 2014 stellt die Reformministerin Elena Maria Boschi – jetzige mögliche SVPD-Kandidatin für das Unterland – die Autonomien in Frage. Eine gefährliche autonomiepolitische Entwicklung für Südtirol erreichte damals die Regierungsbank in Rom“, ruft Ulli Mair in einer Presseaussendung in Erinnerung.

Ulli Mair

„Die damals von Boschi vorgebrachte Argumentation, dass die Regionen mit Sonderstatut nicht mehr zeitgemäß seien und zu viel kosten würden, ist angesichts der Tatsache, dass sie sich nun von den Südtirolern auf einen sicheren Sessel wählen lassen will, gelinde gesagt grotesk. Diese Formen der Politik, die auf die Autonomie abzielen, sind nicht zu unterschätzen und auf gar keinen Fall zu relativieren. Die SVP ist in der Pflicht, sich in Rom für die Belange Südtirols einzusetzen und nicht das Land aus machtpolitischen Gründen an den PD und schon gar nicht an provinzfremde Kandidaten zu verschachern. Vorstöße gegen die Autonomie sind in keiner Weise tragbar und sind Rom gegenüber auch klar darzulegen. Die Südtiroler Bevölkerung erwartet sich eine klare Positionierung der SVP für die Wahrung der Autonomie. Es wird sich zeigen, ob für die sogenannte „Volkspartei“ unser Land an erster Stelle steht oder die Nibelungentreue zum PD“, betont Mair.

„Unsere Autonomie, die die deutsche und ladinische Sprachminderheit schützt, ist kein Erbe der Vergangenheit, das Ressourcen des Staates verbrauchen würde, wie Boschi damals meinte, sie ist nichts weniger als der Schutz unserer eigenen Identität und Kultur innerhalb des italienischen Staates. Die PD-Politik verfolgt den Ausbau des Zentralismus, bei dem jede Bekundung der Autonomiefreundlichkeit verhallt. Dem PD liegen nicht Südtirol und nicht die Autonomie am Herzen, sondern der Zentralstaat und die Durchsetzung seiner Ziele“, unterstreicht Ulli Mair.

„Es führt langfristig kein Weg daran vorbei, die Autonomie in Richtung Freistaat weiterzuentwickeln, denn die Attacken auf die Autonomie Südtirols vonseiten des PD mit SVP-Duldung werden niemals vergessen sein und zeigen, wie ausgesetzt unser Land ist und unsere eigene Identität zur Verhandlungsmasse degradiert wird“, schreibt Mair abschließend.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (16)

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  • tiroler

    Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen, Frau Mair. Sie sind um keinem Haar besser als die SVPler, und die sind wahrlich schlecht.
    Sie sind schon seit bald 5Jahren untragbar, Frau Mair, seitdem sie die Bombe nicht platzen haben lassen.
    Die Freiheitlichen werden sich auch nicht erholen vom Schaden den sie und Leitner ihnen zugefügt haben solange sie nicht zurücktreten.

  • drago

    O Herr, gib uns unsere tägliche Aussendung der Ulli. 🙂

  • huggy

    Ich finde es gut, daß die SVP sich zum PD bekennt.
    Sonst ist es in der Politik ja üblich geworden erst mal abzuwarten, wie die Wahlen ausgehen und sich dann für eine Gruppe /Partei zu entscheiden.
    Und wenn unsere Wähler ein wenig dazu gelernt haben, werden sie diese Verbindung sowieso nicht wählen.

  • franz

    „Im Oktober 2014 stellt die Reformministerin Elena Maria Boschi – jetzige mögliche SVPD-Kandidatin für das Unterland – die Autonomien in Frage. In der tat so ist es.
    Nachdem sie für viele Italiener wegen des Bankenskandals ( den “Salva Banche “nicht nur die 4 Banken sondern damit auch Vater Boschi gerettet und damit 200.000 Kleinsparer deren Konten übers Wochender per Dekret auf NULL gestellt haben ) in ihre Heimat nicht mehr wählbar ist, versucht es die hübsche Boschi bei den einzigen Freunde der SVP die den PD noch geblieben sind bzw. welche den PD Genossen ewige Treue geschworen und gemeinsam mit Renzi jedes noch so schwachsinnige Gesetz unterstützt und das Land in den Ruin getrieben haben, ohne dafür als Gegenleistung großartig etwas bekommen zu haben.
    Reine Wahlpropaganda die “Schneckenpost“ , für die das Land jährlich 10 Millionen € zahlt
    http://www.tageszeitung.it/2018/01/22/die-schneckenpost-7/
    Wahlpropaganda auch die Wasserkonzessionen.
    http://www.tageszeitung.it/2017/12/23/zeller-dankt-regierung/#comment-360645
    Und wenn unsere Wähler nicht blind sind, werden sie diese Verbindung sowieso nicht wählen ! HOFFENTLICH !! 🙂

  • robby

    Etwas besseres als Elena Boschi kann Südtirol nicht passieren. Ihre unbestrittene Kompetenz im Bankenbereich – erworben durch ihr großes Engagement im Fall der BANCA ETRURIA – wird sie sicher selbstlos der Südtiroler Sparkasse und deren Oberindianer Brandstätter zur Verfügung stellen.

  • andreas

    Also für mich hat diese Frau durchaus 2 überzeugende Argumente.
    Politisch habe ich aber keine Ahnung was die taugt. 🙂

  • franz

    Eines haben hat die hübsche Boschi – Renzi und SVP immerhin gemeinsam, die Verbreitung von Fake News, sprich unwahre Tatsachenbehauptungen.
    Apropos Fake News.
    Vescovo Muser: «Fake news sono una peste della nostra società»
    http://www.altoadige.it/cronaca/bolzano/il-vescovo-muser-fake-news-sono-una-peste-della-nostra-societ%C3%A0-1.1500644
    Meint der Bischof die Politiker, welche die Bürger belügen und verarschen um mit unwahren Tatsachenbehauptungen Wahlpropaganda zu betreiben.
    Wie bei der Flüchtlingsthematik. “LH Kompatscher: Nicht das Land finanziert die Unterkünfte sondern der Staat. Aha und wer ist der Staat – Nicht die Steuerzahler, also wir ?“
    Wie auch Frau Stocker auf auf rai südtirol 14.11.2016 20:00. erklärt . 39.000 € / Monat für die Miete des l’ex Alimarket + Umbau + 28 € Flüchtling ( – fuori Quota ) sagt Frau Stocker auf rai südtirol 14.11.2016 20:00.
    Das heißt also 1700 + 150 im ex-alimarket z. Beispiel
    http://www.tageszeitung.it/2017/09/27/die-asyl-kosten/#comment-355047
    http://www.altoadige.it/cronaca/bolzano/migranti-via-la-mensa-da-piazza-verdi-1.1500335
    Migranti, via la mensa da Piazza Verdi
    Si sposta a Bolzano sud. Ok da Roma allo Sprar per minori
    BOLZANO. Ristrutturata dal Comune con una spesa di 400 mila euro e gestita da San Vincenzo e Volontarius, la mensa per clochard e migranti aperta a fine 2016 in piazza Verdi, nei prossimi mesi emigrerà a Bolzano sud.«La spostiamo – annuncia il sindaco Renzo Caramaschi – all’interno della segheria Eder». Il Comune, a dicembre, ha acquistato per due milioni e 50 mila euro, una parte dell’immobile. L’edificio, che si trova al civico 16 di via Ludwig von Comini, una parallela di via Volta, è destinato ad ospitare il Centro emergenza freddo. Allestito provvisoriamente nei container di via Macello.
    Nei prossimi mesi partiranno i lavori per adattare lo stabile alle nuove esigenze. ( altri 400-000 € ?

  • franz

    Die hübsche Boschi hat ja versprochen zurückzutreten, falls der PD mit Renzi beim Referendum zur Verfassungsreform am 04.12.2016 eine Niederlage erleiden.
    5 Jahre Regierung PD mit Monti Letta Renzi Gentiloni & Boschi, lauter Lügen leere Versprechen. & Fake News.
    Franziskus über „Fake News“: Papst nimmt Journalisten in die Pflicht
    Falsche Nachrichten – „Fake News“
    Eines hat die hübsche Boschi Renzi und SVP Kompatscher & Genossen gemeinsam, nähmlich die Verbreitung von Fake News
    Vescovo Muser: «Fake news sono una peste della nostra società»
    http://www.altoadige.it/cronaca/bolzano/il-vescovo-muser-fake-news-sono-una-peste-della-nostra-societ%C3%A0-1.1500644
    Meint der Bischof die Politiker, welche die Bürger belügen und verarschen um mit unwahren Tatsachenbehauptungen Wahlpropaganda zu betreiben.
    Für Links grüne des PD & SVP Priorität Priorität ist das Business mit der unbegrenzten illegalen Immigration, während die Bürger mit Steuern und Strafen massakriert werden. siehe Finanzkürzungen für Gemeinden welche nicht bereit sind “Flüchtlinge “ ( 96 % Clandestini lau Kassation 2016 ) aufzunehmen.
    Oder mit “Speed Boxen“ ( meist illegal ) wie in Meran in der Romstraße die Gemeindekasse aufzufüllen.
    http://www.altoadige.it/cronaca/merano/merano-stangata-in-via-roma-pi%C3%B9-di-cento-multe-in-24-ore-1.1496735 Wie die “SüdtirolerTageszeitung“ in ihrer Printausgaben vom 24,01.2018 schreibt, weigert sich Bürgermeister Rösch dies Strafen zurückzuziehen.
    Vermutlich könnte das für die Gemeinde noch zum Bumerang werden, falls die Betroffenen gegen diese “Speed Box“ Strafen Rekurs einreichen.
    Immerhin ist Zweifelhaft ob geltende Regel und Gesetze eingehalten wurden
    “Quando uno Stato un comune non è in grado di funzionare che fa? Continua a farti pagare le tasse, le multe ma senza darti i servizi, depenalizzando i Reati per Spacciatori criminali Ladri, stupratori assasini Immigrati, mentre i cittadini iatliani vengono massacrati con la stessa Legge, passando la palla alla giustizia civile“.
    http://www.miglioverde.eu/ecco-lelenco-dei-reati-che-renzi-ha-depenalizzato/

  • thefirestarter

    Ach, Südtirol wie tief bist du gefallen.

  • hells_bells

    Schade dass wir in Südtirol keine so hübsche PolitikerINNEN haben!

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