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Kompatscher trifft Minister

Über Maßnahmen zur Verkehrsentlastung der Brennerachse hat Landeshauptmann Kompatscher in Berlin mit dem deutschen Verkehrsminister Schmidt gesprochen.

Landeshauptmann Kompatscher mit dem deutschen Minister für Ernährung und Landwirtschaft sowie für Verkehr und digitale Infrastruktur, Christian Schmidt – Foto: IDM/Benjamin Pritzkuleit

Im Hinblick auf den geplanten Verkehrsgipfel am 5. Februar in München und nach Verabschiedung des gemeinsamen Strategiepapiers zur Zukunft der Mobilität in der Europaregion ist Südtirols Landeshauptmann und Präsident der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino Arno Kompatscher am Mittwoch am Rande der Grünen Woche in Berlin mit dem deutschen Verkehrsminister Christian Schmidt zusammengetroffen.

Er habe den deutschen Verkehrsminister über die Verkehrssituation auf der Brennerachse und deren Auswirkungen sowie über die geplanten Schritte und die unter den drei Ländern der Europaregion vereinbarten Strategien informiert, berichtete Landeshauptmann Kompatscher nach dem Treffen. Gesprochen wurde über die kurzfristig notwendigen Maßnahmen, vor allem um den Güterverkehr auf der Brennerachse zu verlagern.

„Die Belastungsgrenze ist erreicht. Zum Schutz von Gesundheit und Umwelt sind wirksam abgestimmte Maßnahmen unerlässlich, auch um die Sicherheit auf der Straße zu garantieren“, sagte Kompatscher. In diesem Zusammenhang gingen die beiden Politiker auch die Themen Umwegtransit, Korridormaut und Harmonisierung im Bahnverkehr ein und waren sich einig, dass es verstärkt gut abgestimmte und gemeinsame Vorgehensweisen brauche. Thema war schließlich auch der Brennerbasistunnel samt Zulaufstrecken, von dem sich die Alpenländer eine umfassende Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene erwarten.

Im Vorfeld des Gesprächs nahmen Bundesminister Schmidt und Landeshauptmann Arno Kompatscher gemeinsam am 11. Zukunftsforum für ländliche Entwicklung im City Cube in Berlin teil. Die Potentiale der ländlichen Räume zu nutzen, sei eine der großen Zukunftsaufgaben, so die einhellige Meinung, wobei die Sicherstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse nicht mit Gleichheit zu verwechseln sei. Deshalb brauche es differenzierte Anreize und Lösungsansätze.

„Um das Potential des ländlichen Raumes zu nutzen, braucht es auch von Seiten der öffentlichen Hand wieder mehr Mut zum Versuch und Vertrauen in Innovation, die vorhandene Akteure und Strukturen hervorbringen können“, zeigte sich Landeshauptmann Arno Kompatscher überzeugt. Dafür sei es aber grundlegend, den öffentlichen Verwaltern auf europäischer, nationaler und lokaler Ebene im Sinne einer Deregulierung den dafür notwendigen Spielraum zurückzugeben.

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