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Die Sitzenbleiber

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1.365 Oberschüler mussten heuer die Klasse wiederholen. Und: 8,4 Prozent der Oberschüler sind ausländischer Herkunft.

Im Schuljahr 2017/18 gibt es laut Landesstatistikinstitut ASTAT in Südtirol 9.231 Oberschüler und 10.534 Oberschülerinnen. 66,3% der Schüler besuchen eine Oberschule mit deutscher, 31,1% eine Schule mit italienischer Unterrichtssprache und die restlichen 2,6% eine Oberschule in einer ladinischen Ortschaft. 1.365 Schüler müssen im Schuljahr 2017/18 die Klasse wiederholen. Das sind 6,9% der Eingeschriebenen.

An den Oberschulen zählt man im heurigen Schuljahr 1.084 Klassen. Eine Klasse umfasst im Durchschnitt 18,2 Schüler. 1.664 Schüler sind Ausländer (792 Buben und 872 Mädchen). Das entspricht einer Quote von 8,4%. Die ausländischen Schüler stammen zum Großteil (40,1%) aus europäischen Nicht-EU-Ländern, zu 20,7% aus Asien, zu 16,8% aus EU-Ländern, zu 16,0% aus Afrika und zu 6,3% vom amerikanischen Kontinent.

Aufgeschlüsselt nach Herkunftsländern sind die am häufigsten vertretenen Staaten Albanien (295 Schüler), Marokko (158) und Pakistan (144). Den größten Zulauf verzeichnen die Wirtschaftsfachoberschulen mit 4.836 eingeschriebenen Schülern, gefolgt von den technologischen Fachoberschulen (3.992), den sozialwissenschaftlichen Gymnasien (3.124), den Realgymnasien (3.121) und den Sprachengymnasien (2.324). Die von den männlichen Schülern bevorzugten Schularten sind die technologischen Fachoberschulen (3.282) und die Wirtschaftsfachoberschulen (2.365).

Bei den Schülerinnen belegen die sozialwissenschaftlichen Gymnasien (2.597) den ersten Platz, gefolgt von den Wirtschaftsfachoberschulen (2.471). Die meisten Schüler, genauer gesagt 71,9%, besuchen die ihrem Alter entsprechende Klasse. 18,0% der Schüler sind ein Jahr älter als für die jeweilige Klasse vorgesehen: Dies hängt vor allem mit dem „Sitzenbleiben“ in früheren Schuljahren zusammen. 2,1% der Schüler sind 21 Jahre alt und älter. 1,7% bzw. 80 von 4.669 Schülern der ersten Klassen wurden ein Jahr vor dem theoretisch vorgesehenen Alter von 14 Jahren in die Oberschule eingeschult.

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Kommentare (4)

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  • vogel

    Während in anderen Provinzen Italiens den Schülern Best-Noten hinterher geworfen werden, damit sie auch im Ausland gute Chancen auf ein Uni Studium haben, ist man hierzulande extrem genau und pingelig. Das verbaut vielen die Chance auf einen Studienplatz.
    Über die Lehrkräfte mit Stammrolle, die ihre veralteten Unterrichtsmethoden seit Jahrzehnten stur durchziehen und dann den Schülern die Schuld am Scheitern zuschieben, muss auch einmal diskutiert werden!
    Solche unfähigen Lehrpersonen gehören entlassen!

    • george

      Und wieviele bleiben an den Universitäten und Hochschulen stecken? Da werden dann laut ‚vogel‘ wohl auch die Lehrenden die Schuld haben? ‚vogel‘ hat anscheinend recht wenig Ahnung von Schule und Bildung.

    • drago

      Es ist schon seit einiger Zeit Mode, den Lehrpersonen das eventuelle Scheitern der Studenten in die Schuhe zu schieben. Ohne jetzt auf die Vergangenheit zu verweisen, wo trotz der sogenannten veralteten Lehrmethoden und ohne Stützunterricht die Studenten ausgebildet wurden (mit nicht so schlechten Ergebnissen), bleibt für mich die grundlegende Frage, ob die Schule nicht doch für das Leben ausbilden sollte und nicht nur für die Schulziele. Und für das Leben ausbilden, heißt nunmal auch lernen, Ergebnisse zu bringen und nicht nur guten Willen zu zeigen und „Kompetenzen“ zu erwerben. Kein Arbeitgeber ist mit einem Mitarbeiter zufrieden, der zwar guten Willen zeigt, aber keine Ergebnisse erbringt. Genausowenig wie der Kunde, der nur für ein Ergebnis zahlt und nicht für die Bemühung.

  • goggile

    zählt man die Italiener hinzu, so ist bald jeder 2e nichtsüdtiroler. wir sind den untergang geweiht. baut weiter die 30.000 wohungen die sicher nicht fuer südtiroler gebraucht werden. alle für neuzugänge aus Italien und anderorts her. danke Lämmchen dass ihr so gewählt habt.

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